Archiv für 30. März 2011
Der Astrid-Lindgren-Preis 2011 geht an Shaun Tan
30. Mrz
Mit umgerechnet über einer halben Million Euro Preisgeld ist der „Astrid-Lindgren-Gedächtnis-Preis“ der höchstdotierte Kinderbuchpreis weltweit. Er wurde 2002 anlässlich des Todestages der beliebten Kinderbuchautorin eingeführt und wird seither jährlich verliehen. Im schwedischen Vimmerby, nahe dem Geburtsort der „Mutter“ von Pippi, Michel, Madita & Co., wurde gestern der diesjährige Gewinner aus 175 Kandidaten bekannt gegeben.
Mit dem australischen Autor und Illustrator Shaun Tan wurde „ein virtuoser und plastischer Erzähler, ein Wegbereiter für die neuen Möglichkeiten von Bilderbüchern“ ausgezeichnet, dessen Bildwelten „einen eigenen Kosmos dar[stellen], in dem nichts selbstverständlich ist und alles möglich scheint“, so die Jury. Seine inspirierende und vielfältige Erzählkunst, die das gesamte Bewusstsein in Anspruch nehme, sprenge die Grenzen des konventionellen Comics oder Bilderbuchs.
Rezension zu “Landesbühne” von Siegfried Lenz
30. Mrz
Im hohen Alter ist der Schriftsteller Siegfried Lenz zu einem absoluten Meister der Novellen geworden. Neben seinen Romanen waren es schon immer seine Erzählungen, die seinen Ruhm und seinen Ruf begründeten, doch die letzten beiden ragen für mich sprachlich und thematisch noch heraus. 2008 hatte er in seiner Novelle Schweigeminute die Liebesgeschichte einer Lehrerin mit ihrem Schüler erzählt und gezeigt, wie die Lebe gerade durch den Tod unsterblich wird, und damit Marcel Reich-Ranicki zu dem Urteil herausgefordert, das sei “vielleicht sein schönstes Buch.”
Die neue Novelle Landesbühne wählt einen ungewöhnlichen Schauplatz als Ausgangspunkt.




