Archiv für März 2012
Gedicht des Monats März
27. Mrz
Anlässlich des 180. Todestages von Johann Wolfgang von Goethe am 22. März 2012 haben wir das Gedicht “Nähe” aus der Feder des wohl bedeutendsten deutschen Dichters zu unserem Gedicht des Monats gemacht.
Goethe, der zunächst als einer der wichtigsten Vertreter des Sturm und Drang galt, wurde in den 1790er Jahren zusammen mit Schiller, Herder und Wieland zum Wegbereiter der Weimarer Klassik. Besonders mit Schiller stand Goethe in regem geistigen Austausch. Eine viel zitierte Anekdote berichtet davon, dass Goethe in Schillers Unterlagen ein unvollendetes Gedicht fand: „Er saß auf ihres Bettes Rand und spielte mit den Flechten“, das ersterer prompt und ohne Wissen Schillers weiterführte mit den Worten: „Das tat er mit der linken Hand – was tat er mit der rechten?“
Rezension zu “Miteinander” von Jesper Juul
27. Mrz
Von einer friedlichen Welt des Miteinander träumen die Menschen nicht nur auf der Ebene der Politik, sondern in der letzten Zeit machen sich viele Autoren, nicht alle davon Therapeuten, ihre Gedanken, wie auf der Ebene der Familie als der Kernzelle aller Gesellschaften das Mitgefühl gestärkt werden kann. Denn sie haben das Mitgefühl, die Empathie entdeckt als eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Schaffung einer friedlichen Welt im Kleinen wie im Großen.
Rezension zu “Die gläserne Frau ” von Monica Ali
26. Mrz
Kann man, einmal berühmt geworden, das eigene Gesicht wöchentlich auf Dutzenden von Seiten in der Yellow Press wieder erkennend, aus dieser Form der totalen Öffentlichkeit fliehen und ein anderes Leben beginnen, abseits der Fotografen, und jenseits einer geliehenen Identität?
Die Protagonistin in Monica Alis neuem Roman, die Engländerin Lydia, versucht genau das. Als Mitglied des englischen Königshauses war sie jahrelang immer wieder in Wort und Bild Thema in den Klatschblättern, sehr zum Missfallen der „Firma“, wie die königliche Familie oft genannt wird.
Neu im Kino: Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele
23. Mrz
Im postapokalyptischen und von einem despotischen Herrscher regierten Panem ist die Zeit der nächsten Hungerspiele angebrochen. Um die Massen unter Kontrolle zu halten und seine Macht zu demonstrieren, inszeniert das Kapitol jedes Jahr einen durch ein riesiges Medienspektakel begleiteten Wettstreit, in dem jeweils zwei Jugendliche aus den 12 Distrikten, in die sich das von Suzanne Collins in ihrer Hunger Games-Trilogie entworfene, dystopische Amerika teilt, einen erbitterten Kampf um Leben und Tod liefern. Denn nur eins der „Tribute“, die der Diktator verlangt, wird überleben.
Rezension zu “Wilhelms Reise” von Anke Bär
23. Mrz
Dieses außergewöhnliche Sachbilderbuch für Kinder ab etwa 8 Jahren mit dem Titel Wilhelms Reise schildert am Beispiel des deutschen Jungen Wilhelm eine Auswanderergeschichte aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Wilhelm wird 1857 in einem kleinen Dorf im Spessart geboren. Damals weiß er noch nichts von seinem Schicksal und auch nichts davon, dass er später der Ururgroßvater von Anke Bär werden sollte. Sie spürt mit diesem Buch nicht nur ihrer eigenen Familiengeschichte nach, sondern versteht es hervorragend, die Lebenswelt der Menschen, die nach Amerika auswanderten, um dort ihr Glück zu versuchen, einzufangen und, mit vielen wichtigen sozialgeschichtlichen Informationen angereichert, zu beschreiben.




