Frankfurter Buchmesse 2015: Ein Tag von A bis Z

Buchmesse_LogoWas war das ein Fest! Die Frankfurter Buchmesse 2015 hat mal wieder das Who-is-Who der Buchwelt versammelt und  uns so richtig Lust auf die neuen Buch-Veröffentlichungen gemacht – Da kommt Großes auf uns zu! Buchbloggerin Tatze vom Buchblog Bücherquatsch hat für uns und vor allem für unsere Blogleser, die es nicht auf die Messe geschafft haben, eine kleine Revue der Frankfurter Buchmesse 2015 verfasst und damit einen einmaligen Einblick in die Erlebnisse eines Fachpublikums während der Messe gewährt. Wie sie ihren Tag gestaltet, was sie gefreut, genervt und wen sie alles getroffen hat? Das lest am besten aber lieber selbst in ihrem Tag von A bis Z!

Alles begann für mich damit, dass mein Wecker schon um 4 Uhr klingelte. Man, war das früh, aber wenn man nur einen Tag auf der Messe hat, muss man das so gut es geht ausnutzen. Zum Glück hatte ich schon am Abend vorher alles vorbereitet.

Bis der Zug dann um  5 Uhr den Bahnhof verließ, hatte ich also noch genug Zeit mich schlaftrunken fertig zu machen und eine Milchschnitte zu essen. Zum Glück hat mein Mann dann mich und meine Bloggerkollegin Salivre zum Bahnhof gebracht, so dass ich mir nicht auch noch Sorgen um Busverbindungen machen musste. Komischerweise war zu dieser frühen Stunde schon ordentlich was los auf der Zugfahrt.

Chillig habe ich die Bahnfahrt dann mit Musik und ein wenig Lesen hinter mich gebracht. Eigentlich wollte ich ja mein Buch zu Ende lesen, war aber viel zu müde. In Frankfurt angekommen – wir hatten sogar nur 5 Minuten Verspätung – musste ich erstmal nach einem Starbucks Ausschau halten, aber nicht für einen Kaffee, sondern für diese tollen Tassen mit den Städtenamen drauf.

Die habe ich aber nicht gefunden, also ging es los zum Messegelände. Den Weg dahin haben wir trotz kleiner Startschwierigkeiten auch schnell gefunden und dann standen wir vor dem Messegebäude. Wow, war das alles groß!

Zwischendurch musste draußen mal Luft geschnappt werden (CR:Tatze)

Zwischendurch musste draußen mal Luft geschnappt werden (CR:Tatze)

Ein ursprüngliches Landei wie mich kann man immer noch mit den riesigen Gebäuden beeindrucken. Der Einlass ging dann problemlos und schnell und dann fuhren wir über Rollwege, wie man sie von  Flughäfen kennt, zu den Messehallen! Zuerst einmal haben wir dann unsere Jacken abgegeben und direkt eine bekannte Bloggerin getroffen.

Für uns ging es dann jedoch schnell weiter zu den Messehallen, denn wir hatten einen strikten Zeitplan. Ich bin ja jemand, der immer alles haarklein plant, so auch diesen Messebesuch. Neben einer Liste mit Terminen, hatte ich also eine Liste mit allen Ständen, die ich besuchen will, vorbereitet und das waren einige.

Glücklicherweise beschränkte sich die Liste auf Stände in zwei Hallen, so dass alles nah bei einander lag. Wir sind dann durch die verschiedenen Hallen geschlendert und haben bei vielen Ständen gehalten. Morgens war es noch recht leer, aber zum Mittag hin wurde es langsam richtig voll in den Gängen.

Hierdurch haben wir dann auch immer länger gebraucht und mussten leider unseren ersten Termin um 12 Uhr – Verlegen ohne Verlag: Das Self-Publisher-Treffen – ausfallen lassen. So hatten wir aber mehr Zeit uns wirklich alles anzugucken. Was die Verlage da alles auffahren ist schon echt toll und man braucht auch die Zeit, um sich alles genau anzuschauen.

Im Anschluss wollte ich gerne zum Meet & Greet mit Christiane Thomas. Von ihr erschien im April das Buch „Rock my world – Ein heißer Sommer“, was mich sofort angesprochen hat. Ich mag nämlich immer gerne Geschichten mit Musikern.

Jedoch hatte ich mir als Veranstaltungsort eine zu ungenaue Angabe notiert und wir haben das Meet & Greet nicht gefunden. Also haben wir uns stattdessen ein wenig ausgeruht und sind dann besonders früh zum Buchbloggertreffen von Papiergeflüster gegangen. Bevor das Treffen begann, habe ich dann noch Pea Jung getroffen, die schon auf der LoveLetter Convention dieses Jahr kennen lernen durfte.

Auf dem Bloggertreffen (CR: Tatze)

Auf dem Bloggertreffen (CR: Tatze)

Kaum hatte ich mich dann von Pea verabschiedet, ging auch schon das Bloggertreffen los. Nach ein paar einleitenden Worten der Bloggerin Papiergeflüster gab es dann Getränke und Schnittchen, die von buchhandel.de, Orbanism und den Verlagen Heyne, Klett-Cotta und Atlantik gesponsert waren und man konnte sich ganz spontan mit allerhand Bloggern unterhalten. Es waren wirklich, sehr, sehr viele Blogger da, so dass auch viele vorbeikommende Personen stehen geblieben sind, um zu schauen, was denn da los ist.

Leider war die Zeit viel zu knapp, um sich wirklich mit allen zu unterhalten, aber die ein oder andere schöne Unterhaltung habe ich doch geführt. Es kam sogar zweimal vor, dass ich von anderen Bloggern erkannt wurde. Das fand ich richtig toll, weil ich mich selbst eher zu den kleineren Fischen im Bloggerozean zähle.

Man denkt dann irgendwie nie, dass andere Blogger oder Leser einen überhaupt wahrnehmen. Umso mehr freue ich mich dann immer, wenn jemand mich oder meinen Blog kennt. Nach dem Bloggertreffen sind wir dann direkt an Ort und Stelle zum Literaturbloggertreffen der Verlage Suhrkamp, Fischer und Hanser geblieben.

Nervigerweise rief dann erstmal die Pflicht nach mir und ich musste erstmal ein paar Uni-betreffende Sachen klären. Daher konnte ich bei dieser Veranstaltung nur halb zu hören und meine Begleitung war schnell von der Veranstaltung genervt, so dass wir da schon früh wieder verschwanden. Dann haben wir Mona Kasten, die Autorin der Schattentraum-Bücher, getroffen und uns wirklich sehr nett mir ihr unterhalten.

Ohne Umschweife sind wir dann zum Meet & Greet des dtv-Verlags gegangen. Dort waren neben uns nur noch ein paar weitere Blogger eingeladen, so dass man in einer gemütlichen Gruppe mit den Verlagsmitarbeitern zusammensaß. Wir haben uns dann hauptsächlich über das Verhältnis von Verlag zu Bloggern unterhalten, aber ich hätte mir gewünscht, wenn noch ein wenig auf das Verlagsprogramm eingegangen worden wäre.

Positiv blieb mir das Treffen aber doch im Gedächtnis, weil die angesetzte Stunde auch wie im Flug verging und man wirklich tolle Blogger kennenlernen durfte. Wir haben sogar am Ende einen kleinen Goodie-Bag mit vier Büchern bekommen. Wirklich sehr nett von dtv!

Quer durch die Halle sind wir dann noch einmal zum Stand von Egmont Lyx, um uns ein Paar Bücher zu notieren, die auf jeden Fall noch auf die Wunschliste müssen. Da wir zum Abendessen mit der Autorin Kim Nina Ocker verabredet waren, machten wir uns dann auf dem Weg zur Garderobe. Während wir dann unsere Sachen zusammensuchten machten wir noch einen Treffpunkt mit Kim aus und verließen dann die Messe.

Raus aus dem Messetrubel fiel einem erstmal auf wie müde man eigentlich schon war, daher habe ich mich gefreut, dass wir den Abend gemütlich ausklingen lassen. Kim haben wir dann mit ihrer besseren Hälfte schnell gefunden und haben uns dann auf die Suche nach einem Restaurant begeben. Es war richtig schön mit Kim über ihre anstehenden Projekte und mein Buchprojekt zu sprechen.

1

Das bunte Bücherregal auf dem Stand von Droemer Knaur (CR: Tatze)

So als mittlerweile gute Freundin, weiß man da oft schon ein wenig mehr als die Öffentlichkeit und es ist immer wieder schön mit jemandem zu sprechen, der auch schreibt. Wir waren dann übrigens in einem sehr leckeren Burgerrestaurant und hatten echt tolle Gespräche! Irgendwann mussten wir uns dann leider Richtung Bahnhof aufmachen, da wir ja unseren Zug nach Hause bekommen mussten.

Tatsächlich haben wir sogar mitten beim Essen die Nachricht bekommen, dass unser erster Zug so eine große Verspätung hat, dass wir den Anschluss nicht bekommen. Das mussten wir am Bahnhof erstmal klären, aber erst nachdem ich im dortigen Starbucks dann endlich meine Frankfurt-Tasse bekommen habe. Wir haben uns dann dafür entschieden doch erstmal mit dem ursprünglichen Zug zu fahren und auf unser Glück zu hoffen.

Unterwegs im Zug war das dann die richtige Entscheidung, da wir mitten auf unseren Umsteigezug getroffen sind, der auch Verspätung hatte. Nach einem Notarzt-Einsatz hatten wir dann am Ende unserer Zugfahrt sogar „nur“ 40 Minuten Verspätung. Endlich in Bremen angekommen, wollten wir dann nur noch nach Hause, aber das war uns noch nicht gegönnt.

Vor uns lag nämlich noch die Taxisuche. Da in Bremen der Freimarkt begonnen hat, war am Hauptbahnhof dementsprechend viel los, so dass wir einfach kein Taxi bekommen haben. Letztendlich haben wir uns dann wohl oder übel dafür entscheiden müssen, zu Fuß zu gehen.

Wir wohnen zum Glück nah beieinander, so dass wir wenigstens nicht allein durch die Dunkelheit gehen mussten. Endlich bin ich gegen 1 Uhr zu Hause angekommen und wollte dann eigentlich nur noch schlafen. Ich habe dann noch kurz mit meinem Mann telefoniert und bin dann ins Bett gefallen.

6

Der Trubel in Halle 3 (CR: Tatze)

X-mal musste ich dann noch an die Erlebnisse des Tages denken und so langsam ist mir auch aufgefallen, dass meine Schulter vom Tasche tragen ziemlich schmerzte. Trotzdem war der Tag so ereignisreich, dass ich nicht schlafen konnte. Also habe ich noch ein wenig gelesen und bin dann endlich irgendwann eingeschlafen.

Yeah! Schlafen! Das war auch bitter nötig!

Zum Schluss kann ich nur noch sagen, dass es ein wirklich schöner Tag mit vielen tollen Ereignissen war. Aber das was so eine Messe besonders macht sind immer noch die vielen tollen Menschen, die man dort trifft! Ich freue mich schon auf die nächste Messe, die ich dann hoffentlich mehr als einen Tag besuchen kann 😉

2 Gedanken zu “Frankfurter Buchmesse 2015: Ein Tag von A bis Z

  • 23. Oktober 2015 um 11:31
    Permalink

    Generell finde ich Messe-Berichte interessant. Ich hätte mir zwar vermutlich andere Stände angesehen, aber die Atmosphäre aus Blogger-Sicht kam ganz gut rüber. Merkwürdig an diesem Bericht fand ich allerdings das Wörtchen “dann”, denn das kommt ganze 41 mal (!!!) vor.

    Antworten
    • 27. Oktober 2015 um 08:47
      Permalink

      Da hast Du Recht, da war die Messe-Euphorie aber wohl einfach noch so stark, dass sich die Worte überschlagen – wir passen ab jetzt wieder mehr darauf auf 🙂

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.