Logo Preis der Leipziger Buchmesse Die Nominierungen für den “Preis der Leipziger Buchmesse” 2011 stehen fest. Aus 480 Büchern und drei Kategorien wählte die prominente Jury die preisverdächtigen Veröffentlichungen aus. Die öffentliche Preisverleihung findet am Donnerstag, den 17. März 2011, 16.00 Uhr auf der Leipziger Buchmesse statt. Hier sehen Sie alle Nominierten auf einen Blick.

Seit mittlerweile 6 Jahren wird der mit 45.000 EUR dotierte Preis jeweils am ersten Messetag verliehen. Eine siebenköpfige Jury kürt die Gewinner aus den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung. In diesem Jahr begrüßt die Jury neben Dr. Jens Bisky (Süddeutsche Zeitung), Dr. Adam Soboczynski (DIE ZEIT) sowie der Vorsitzenden Verena Auffermann vier neue Mitglieder. Anspruch der Jury ist es, herausragende deutschsprachige Neuerscheinungen und Übersetzungen zu ehren.

Belletristik

Wolfgang Herrndorf: Tschick Für die Kategorie Belletristik sind in diesem Jahr Anna Katharina Fröhlich für ihren Roman Kream Korner nominiert, den die Jury „eine Wundertüte, szenisch wie sprachlich“ nennt, Peter Stamm für Seerücken, einen Erzählungsband über ein paar im Urlaub und den etwas traurigen Norden Italiens, und Wolfgang Herrndorf für sein Road-Movie in Büchergestalt Tschick. Außerdem ist der österreichische Arno Geiger für seinen poetisches und berührendes Buch mit dem Titel Der alte König in seinem Exil über den an Alzheimer erkranken Vater der Jury eine Nominierung wert, ebenso wie Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes von Clemens J. Setz, in dem die Jury „Labyrinth aus Zärtlichkeit, Gewalt, Liebe und Gemeinheit“ sieht.

Sachbuch

Karen Duve: Anständig essenIn der Kategorie Sachbuch bzw. Essayistik sind Patrick Bahners für seine Streitschrift zur deutschen Angst vor dem Islam Die Panikmacher nominiert, Andrea Böhm für Gott und die Krokodile, eine abenteuerliche Reise durch den Kongo, und Henning Ritter für seine Notizhefte, deren „meisterhaften Aphorismen“ die Jury lobt. Außerdem nominiert sind die Hannah Arendt-Fachfrau Marie Luise Knott für ihr einfühlsames Buch Verlernen. Denkwege bei Hannah Arendt sowie Karen Duve für Anständig essen, ein originelles Plädoyer für bewussteres und reflektierteres Essen.

Übersetzung

Leo Tolstoi: Krieg und FriedenIn der Kategorie Übersetzung schließlich sind Barbara Conrad für ihre Übersetzung von Leo Tolstois Krieg und Frieden aus dem Russischen nominiert, Teréza Mora für die Übersetzung von Péter Esterházys Produktionsromans aus dem Ungarischen und Maralde Meyer-Minnemann für António Lobo Antunes‘ Mein Name ist Legion aus dem Portugiesischen. Die Übersetzung des anoymen Fatrasien. Absurde Poesie des Mittelalters aus dem Altfranzösischen brachte Ralph Dutli eine Nominierung ein, ebenso wie Dagmar Ploetz für ihre Übersetzung von Carlos Busqueds Unter dieser furchterregenden Sonne aus dem argentinischen Spanisch.