Günter Krenn, Romy Schneider, Die BiografieHeute ist der 30. Todestag von Romy Schneider. Die gebürtige Österreicherin spielte sich in den 50er Jahren in die Herzen zahlreicher Filmfans und wurde mit ihrer Paraderolle als Kaiserin Elisabeth in der Sissi-Trilogie zur Schauspiel-Ikone auch über die Grenzen des deutschsprachigen Raums hinaus.

Von dem ihr verhassten Klischeebild, das Romy Schneider seit ihrer Verkörperung der österreichisch-ungarischen Kaiserin nachhing, versuchte sie sich zeit ihres Lebens zu distanzieren. „Sissi pappt an mir wie Grießbrei“ sagte sie einmal über die Rolle, die ihr Fluch und Segen zugleich werden sollte. Stets bemüht, sich aus der Bevormundung und Vermarktung durch Management und Elternhaus zu befreien, spielte sie anspruchsvolle Rollen auf der Theaterbühne und übernahm in Paris und Hollywood Charakterrollen, in denen sie ihr schauspielerisches Können zeigte. Das Sissi-Image ganz loszuwerden, stellte sich jedoch als schwierig heraus.

Das Privatleben der legendären Leinwandgröße war gekennzeichnet von Schicksalsschlägen: Zwei nervenaufreibende Scheidungen, mindestens ein Selbstmordversuch, der Freitod ihres Ex-Mannes Harry Meyen und der tragische Unfalltod ihres vierzehnjährigen Sohnes machten der als verletzlich und gänzlich durch ihre Emotionen und Leidenschaften geleitet geltenden Schauspielerin schwer zu schaffen. Am frühen Morgen des 29. Mai 1982 fand ihr damaliger Lebensgefährte Romy Schneider im gemeinsamen Landhaus tot auf. In der Öffentlichkeit wurde lange darüber spekuliert, ob sie sich das Leben genommen habe; im Totenschein steht als Todesursache lediglich „Herzversagen“ verzeichnet, da ein Fremdverschulden ausgeschlossen werden konnte und aus Pietät gegenüber Romy Schneider und ihren Angehörigen auf eine Obduktion verzichtet wurde.

Wer mehr über Leben und Wirken der berühmten Schauspielerin wissen möchte, sollte einen Blick in die gerade in der Neuauflage erschienene Biografie (eBook) von Günter Krenn werfen. Der frisch erschienene, großformatige Bildband Romy Schneider, herausgegeben von ihrer Tochter Sarah Biasini, versammelt zudem seltene Dokumente und zum Teil unveröffentlichte Fotografien der vielschichtigen und talentierten Künstlerin.