Rezension zum Teenie-Mädchen-Traum „Paper Princess“

„Paper Princess – die Versuchung“ ist der erste Teil der Paper-Trilogie, die von zwei Schriftstellerinnen unter dem Pseudonym Erin Watt geschrieben wurde. Jede Frau, die sich bereits schon einmal so richtig in ihrem Leben verliebt hat, wird dieses Buch lieben, denn es lässt uns in Erinnerungen an den ersten Teenie-Schwarm schwelgen und bringt uns zurück in unsere Schulzeit, wo noch kichernd, hinter vorgehaltener Hand abgewägt wurde, wer gerade der aktuell attraktivste Junge auf der Schule ist. Obwohl das Buch tatsächlich eher ein Jugendroman ist, können wir es trotzdem nur sehr empfehlen! Der zweite Teil Paper Prince – das Verlangen ist auch bereits vor Kurzem erschienen. Der dritte Teil Paper Palace – die Verführung erscheint im April 2017.

Ella Harper ist gerade einmal 17 Jahre alt, als ihr nichts anderes übrig bleibt, um sich mit Strippen den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen. Trotzdem geht sie völlig übermüdet jeden Morgen zur Schule. Erst vor Kurzem ist ihre Mutter – das einzige Familienmitglied, das sie je hatte – an einer schweren Krankheit gestorben. Ihre Mutter war allein erziehend und hat ebenfalls gestrippt, um für Ella sorgen zu können. Eines Morgens, nachdem Ella aufgrund ihres nächtlichen Berufs, wieder einmal viel zu spät zur Schule kommt, wird sie ins Büro des Direktors gerufen. Dies ist aber nicht der Grund für den Besuch beim Direx. Auf dem Stuhl vor seinem Schreibtisch hat ein völlig unbekannter Mann Platz genommen, der behauptet, ihr Vormund zu sein und sich jetzt, nach dem Tod ihrer Mutter, um sie kümmern möchte.

Ella misstraut ihm sofort, weil sie ihn noch nie zuvor in ihrem Leben gesehen hat. Wie sich jedoch herausstellt, ist Callum Royal der beste Freund von Steve O’Halloran, Ellas leiblichem Vater, beide Männer millionenschwer. Steve ist jedoch ebenfalls wie Callums Frau Maria vor einiger Zeit gestorben. Da Callum wirklich alles für seinen besten Freund tun würde, bringt er Ella in seine Villa nach Bayview, wo vier seiner fünf Söhne leben.

Schnell wird klar, dass die Jungs alles andere als glücklich über Ellas Ankunft sind, was sie ihr auch unmissverständlich zeigen. Besonders Reed, der eine besondere Abneigung gegen sie zu haben scheint und zugleich der Anführer unter den Brüdern ist, versucht sie in ihre Schranken zu weisen, damit sie den Namen „Royal“ auf gar keinen Fall in den Dreck zieht. Alle wissen bereits über Ellas jüngste Vergangenheit Bescheid. Aus diesem Grund wird sie auch auf der neuen Astor Park Schule ausgegrenzt und gemobbt, aber sie bleibt stark und weiß sich bewusst zu wehren – auch gegen die Royal-Brüder. Dabei macht es die Tatsache nicht gerade einfach, dass alle Royal-Jungs groß gebaut, kantig, muskulös und unheimlich attraktiv sind. Besonders zu Reed spürt sie eine ganz besondere Anziehung und ist fast immer in Gedanken bei ihm, auch wenn er sie zu hassen scheint.

Der erste Roman „Paper Princess“ der „Paper“-Trilogie ist im Februar 2017 im Piper Verlag erschienen. Das Besondere an dem Buch ist in jedem Fall der Schreibstil. Die Story wird in Ich-Form aus der Perspektive von Ella Harper erzählt. Da eine 17-Jährige nur wenig pragmatisch denkt, wird der Leser bereits auf der ersten Seite des Romans voll abgeholt. Alles was sie denkt, was sie erzählt, was sie sieht und wie sie fühlt, ist in ihrer „rotzgörigen“ Weise geschrieben, dass es sofort Bilder in den Kopf zaubert. Die Bildhaftigkeit dieses Romans ist so fantastisch, dass ich förmlich in die Szenerie hinein gesogen werde und wirklich Beobachterin des gesamten Geschehens bin. Aber die Rolle der Beobachterin reicht beim Lesen einfach nicht aus. Durch die Ich-Perspektive kann ich verstehen, wie sie denkt, was sie fühlt und ich kann ihre Emotionen sogar nachempfinden. Die hohe Emotionalität des Romans hat mich die gesamte Zeit über mit kribbelndem Bauch und klopfendem Herzen lesen lassen. Wirklich atemberaubend!

Verursacht wurden die Gefühle natürlich durch die Beschreibung der Royal-Jungs, bei denen einer attraktiver als der andere ist: Groß, muskulös, schwarzes Haar, stahlblaue Augen, die Statur eines Footballspielers, harte Schale und eine unglaublich selbstbewusste und autoritäre Ausstrahlung, bei denen man Wachs in ihren Händen wäre. Die Beziehung zwischen Reed und Ella macht den Hauptteil des Buches aus. Die detaillierten Beschreibungen von den knisternden Spannungen zwischen ihnen in der Anfangszeit bis zu vorsichtigen Annäherungen, obwohl sich beide auf den ersten Blick gegenseitig verabscheuen. Trotz der Tatsache, dass sich Ella nicht verlieben will, muss sie sich irgendwann eingestehen, dass genau dies bereits geschehen ist. Sie versucht Reed davon zu überzeugen, dass er sie ja eigentlich sogar mag… Das Hin und Her zwischen den Beiden war für mich so unglaublich spannend, dass ich das Buch innerhalb von sechs Tagen verschlungen habe.

Die Debüt-Lovestory von Erin Watt ist mit der Liebesgeschichte zwischen Edward und Bella in der Twilight-Saga von Stephenie Meyer oder mit der Lovestory von Alyson Noël (Evermore) vergleichbar, nur ohne Vampire. Ich muss wirklich gestehen, dass ich noch nie so süchtig nach einem Liebesroman gewesen bin, wie bei diesem hier. Und es war so gemein, den ersten Teil mit so einem heftigen Cliffhanger enden zu lassen, dass mir der Atem gestockt ist. Ich wurde mit so einem flauen Gefühl in dem Nebeldunst zurückgelassen, dass ich mich von dem Ende wirklich erst einmal erholen musste. Da dieser Cliffhanger jedoch so eine unerträgliche Spannung erzeugt und Neugier in mir geweckt hat, habe ich direkt den zweiten Teil „Paper Prince“ gelesen. Die Geschichte setzt direkt an dem Cliffhanger an, als wären beide Teile in einem Buch geschrieben. Paper-Prince ist auch in der Ich-Form geschrieben, wechselt jedoch zwischen den Perspektiven von Reed und Ella und führt ihre gemeinsame Geschichte mit allen Höhen und Tiefen fort. Auch der zweite Teil erfüllt die Kriterien des ersten Romans und steht ihm in Sachen Emotionen, Spannung und Herzschmerz in nichts nach!

Diese Roman-Trilogie ist wirklich wundervoll und ich kann sie nur empfehlen – besonders denjenigen, die sich wieder so fühlen möchten wie mit 16 oder 17.

Der dritte Roman „Paper Palace“ erscheint am 3. April und ist jetzt schon auf eBook.de vorbestellbar.

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