Winfried Stanzick
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Beiträge von Winfried Stanzick
Rezension zu “Das Glück wohnt auf dem Land” von Gerard Georges
19. Mrz
Sein ebenfalls bei Thiele schon 2011 erschienener Roman „Eines Morgens auf dem Lande“ begeisterte viele Leserinnen und Leser mit seiner berührende Liebesgeschichte und seiner großen Liebe zu der Gegend, in der er selbst wohnt, der Auvergne in Frankreich.
So konnte man sehr gespannt auf sein zweites Buch sein. Auch hier in „Das Glück wohnt auf dem Land“ verbindet der Schriftsteller und ehemalige Direktor einer Schule, Gerard Georges, eine berührende Liebesgeschichte auf dem Hintergrund einer spannenden Handlung mit wunderbaren Beschreibungen des von ihm so geliebten Lebens auf dem Land mit seinen Traditionen, dem Zusammenhalt der Dörfer und dem ganz besonderen Wesen seiner Einwohner.
Er erzählt die Geschichte von Francis Lafarge. Er, der in seiner Jugend sich in den Gassen von Coissardon herumtrieb und als Schulschwänzer bekannt
Rezension zu “Warum glücklich statt einfach nur normal?” von Jeanette Winterson
12. Mrz
Ich persönlich bin der britischen Schriftstellerin Jeanette Winterson zum ersten Mal im vergangenen Jahr begegnet, als ich ihr wunderbares Bilderbuch „Der Löwe, das Einhorn und ich“ las und besprach. Dort erzählt sie die Weihnachtsgeschichte aus der Sicht eines kleinen Esels, der als niedrigstes Tier den Heiland der Welt trägt.
Entsprechend positiv war ich gespannt auf ihre Autobiografie „Warum glücklich, statt einfach nur normal“, in der sie ihr Leben beschreibt im Spannungsfeld zweier Mütter. 1954 in Manchester geboren, kommt sie bald zu einer Adoptivmutter, eine frömmelnde und bigotte Pfingstlerin, deren Ehemann nicht weniger hart drauf ist. Da werden neben anderen strengen Erziehungsmaßnahmen und permanentem Beten und heilig sein immer mal wieder Bücher verbrannt und diverse Teufel ausgetrieben. Schon in ihrem Debütroman „Orangen sind nicht die einzige
Rezension zu “Liebe unter Fischen” von René Freund
10. Mrz
Der neue Roman von René Freund ist tatsächlich die „herrlich komische Liebesgeschichte“ als die sie beworben wird. Den auch im Cover ablesbaren Vergleich mit Daniel Glattauers „Gut gegen Nordwind“ hat das Buch allerdings nicht nötig, denn es lebt aus sich selbst. Es ist im Übrigen in der letzten Zeit eine Unsitte, neue Bücher mit dem Hinweis auf andere Bestseller zu bewerben, so nach dem Motto, wer das Buch XY liebte, dem wird auch dieses gefallen.
Wie auch immer, die Hauptperson des Romans, der Lyriker Fred Firneis, möchte sicher nicht mit irgendjemand anders verglichen werden. Einen Lyrikband nach dem anderen hat er seiner Verlegerin abgeliefert, einer erfolgreicher als der andere. Wir bekommen zwar kein einziges Beispiel seiner sich sensationell gut verkaufenden Lyrik zu Gesicht, können deshalb
Rezension zu “Vorhang auf für das Glück. Drehbuch für mehr Lebensfreude” von Heide-Marie Smolka
09. Mrz
Manchmal überkommt mich angesichts der immer noch zunehmenden Fülle der Ratgeber für Glück und gelingendes, sinnvolles , erfülltes Leben auf dem Büchermarkt der Eindruck, dass dies nur die eine Seite einer Medaille ist, auf deren Rückseite massenhaftes nicht gelingendes Leben, das Gefühl von Sinnlosigkeit, Gehetztheit und viele ausgebrannten Seelen zu finden sind.
Der Einzelne scheint nicht in der Lage, einer immer schneller werdenden Gesellschaft, der gestern sogar der Papst mit dem Eingeständnis seiner Schwäche Tribut gezollt hat, wirklichen Widerstand entgegenzusetzen. Zu gering scheinen die Einflussmöglichkeit des Individuums, die Kräfte die da auf ihn wirken, zu neutralisieren.
Doch es sind viele freiwillig gewählte Stressfaktoren, die das Leben des heutigen Menschen manchmal zu einer Qual machen und ihm jede Selbstbestimmung bald geraubt haben. Nehmen wir nur einmal
Rezension zu “Das Verbrechen. Kommissarin Lunds 1. Fall” von David Hewson und Soren Sveistrup
01. Mrz
Ich kenne die Fernsehserie, auf die sich das vorliegende Buch bezieht nicht, und ich werde sie mit Sicherheit auch nicht anschauen, wenn sie bei uns ins Fernsehen kommt. Ich bin mehr so der Typ, der Krimis liest.
Was ich aber sagen kann und will zu diesem Buch, das den Versuch unternimmt, eine Fernsehserie in einen Roman zu fassen (oft ist es ja umgekehrt!) ist, dass ich schon sehr lange keinen Kriminalroman mehr gelesen habe, der neben einer selten erlebten pageturner-Qualität über 800 Seiten einen Spannungsbogen aufbaut, der einen nicht zur Ruhe kommen lässt. Wüsste man nicht, dass das Buch nach 200 Seiten noch gar nicht fertig ist, dann wäre man an dieser Stelle schon völlig überzeugt, den Täter zu kennen. Und so geht das immer




