Winfried Stanzick
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Beiträge von Winfried Stanzick
Rezension zu “Der falsche Feind. Schuld sind nicht die Männer” von Christine Bauer-Jelinek
17. Jan
Dieses Buch wird die Leserschaft spalten. Denn das Thema ist explosiv. Dass dies so ist, kann als eine Bestätigung der These der Autorin gesehen werden, dass der von ihr so genannte „Allmachts-Feminismus“ sich in seiner Hegemonie angegriffen fühlt.
Zu dieser Hegemonie, die sich bis in die Nischen der Gesellschaft verbreitet hat, gehört die Mär von der alleinigen Schuld der Männer an den Übeln dieser Welt und vor allen Dingen an der angeblichen Unterdrückung der Frauen.
Rezension zu “Der alte König im Exil” von Arno Geiger
22. Nov
Eine Krankheit hält schleichend Einzug in das öffentliche Bewusstsein, nachdem sie schon seit vielen Jahren immer mehr Menschen betroffen hat. Die Alzheimer-Krankheit und andere Formen der Demenz geraten immer mehr in den Blickpunkt auch der Gesundheitspolitik. Neben der Situation der von der Krankheit betroffenen Menschen sind die Rolle der meist pflegenden Angehörigen und die professionellen Anforderungen an die pflegenden Berufe Gegenstand einer intensiven gesellschaftlichen Debatte.
Rezension zu “Der Russe ist einer der Birken liebt” von Olga Grjasnowa
21. Nov
Das vorliegende Buch ist sicher eines der bemerkenswertesten Romandebüts dieses Jahres. Die 27-jährige, in Baku in Armenien geborene Olga Grjasnowa hat es geschrieben und mit der Hauptfigur des Buches auch viel von ihrem eigenen Leben erzählt und verarbeitet. Als Kind erlebte sie die blutigen Kämpfe zwischen Aserbaidschanern und Armeniern (Berg Karabach), kam als jüdischer Kontingentflüchtling mit ihren Eltern nach Deutschland und lebte dort in einer hessischen Kleinstadt in der Nähe von Frankfurt. Sie spricht mehrere Sprachen, hat schon viele Preise und Stipendien erhalten, ist Absolventin des Deutschen Literaturinstituts Leipzig und blickt auf längere Auslandsaufenthalte in Russland, Polen und Israel zurück.
Rezension zu “Aus den Fugen” von Alain Claude Sulzer
20. Nov
Als der berühmte Pianist Marek Olsberg sich auf ein abendliches Konzert in der Berliner Philharmonie vorbereitet, ahnt er noch nicht, dass dieser Abend sein Leben verändern wird. Genauso wenig wie einige der Besucher dieses Konzerts, deren Leben, ohne dass sie es zunächst bewusst wahrnehmen können, ähnlich aus den Fugen geraten scheint, wie das des Pianisten.





