Jussi Adler-Olsen Der dänische Erfolgsautor Jussi Adler-Olsen, der mit bürgerlichem Namen Carl Valdemar Jussi Henry Adler-Olsen heißt, wurde 1950 in Kopenhagen geboren. Sein Vater war als Oberarzt der Psychiatrie tätig, und vielleicht ist es diesem Umstand geschuldet, dass in seinen Büchern der psychologische Hintergrund oft mehr im Mittelpunkt steht als blutrünstige Actionsequenzen. Neben den Fächern Medizin, Soziologie und Film studierte Jussi Adler-Olsen auch politische Geschichte. So überrascht es nicht, dass in seinen Werken auch Themen wie politische Verstrickungen und internationale Verschwörungen eine Rolle spielen.

Adler-Olsen begann erst 1995 mit dem Schreiben. Davor arbeitete er in den verschiedensten Berufen, so zum Beispiel als Koordinator der dänischen Friedensbewegung, als Aufsichtsrat bei verschiedenen Energiekonzernen oder als Redakteur für Magazine und Comics. Mit seinem ersten Roman „Alfabethuset“, das unter dem Titel Das Alphabethaus jetzt endlich auch in Deutschland erscheinen ist, stürmte er in Skandinavien, Spanien und Südamerika die Bestsellerlisten. In Deutschland verhalf ihm vor allem seine Krimi-Reihe um den Ermittler Carl Mørck vom Sonderdezernat Q in Kopenhagen zu Starruhm.

Der erste Teil Erbarmen hielt sich seit seinem Erscheinen monatelang in den Spiegel Bestsellerlisten, und auch der zweite Teil mit dem Titel Schändung wurde zum Mega-Erfolg. Mit Erlösung brachte Adler-Olsen den dritten Fall für Carl Mørck heraus. Der vierte Teil der Serie wird im Herbst 2012 unter dem Titel Verachtung erscheinen und ist bereits vorbestellbar, insgesamt ist die Reihe auf 10 Bände angelegt.

Im verganenen Jahr wurde Jussi Adler-Olsen mit dem Goldenen Lorbeer ausgezeichnet, der wichtigsten literarischen Auszeichnung Dänemarks für das Gesamtwerk eines Autors.

Jussi Adler-Olsen, Das AlphabethausDas Debüt jetzt auch auf Deutsch

Jussi Adler-Olsen: Das Alphabethaus

Der Absturz zweiter britischer Piloten hinter den feindlichen Linien…
Ein Krankenhaus im Breisgau, in dem psychisch Kranke als Versuchskaninchen für Psychopharmaka dienen…
Die dramatische Suche eines Mannes nach seinem Freund, den er dreißig Jahre zuvor im Stich gelassen hat…

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Auch erhältlich als eBook im epub Format, als pdf eBook und als Hörbuch auf 6 CDs.


Pressestimmen:

»Eine unfassbare Geschichte: die Schrecken des Krieges und das Schicksal psychisch zutiefst beschädigter Patienten einer Nervenheilanstalt auf der einen Seite, die Freundschaft zweier englischer Piloten und die Suche nach einem Verschwundenen auf der anderen, gehört zum Besten, was Jussi Adler-Olsen je geschrieben hat. Wie er das groteske Elend der Patienten einer Nervenklinik als Folge des Krieges schildert, ist anrührend und beklemmend zugleich. Man liest das Buch mit allen Sinnen.«
Ingrid Brekke in “Aftenposten”

»Einen bis zur letzten Zeile packenden Krimi legt der dänische Erfolgsautor Jussi Adler-Olsen mit seinem neuen Roman vor.«
Anne Schmidt, hr1, hr-online.de

»Ein Wahnsinnsfilm zum Lesen.«
Peter Pisa, Kurier, Wien

»Feinste Ware aus dem skandinavischen Hochspannungsgenre.«
Annemarie Stoltenberg, NDR-Kultur, Neue Bücher

»Brisant und spannend.«
Chantal Kimminus, Ruhr Nachrichten und Münstersche Zeitung

»Adler-Olsen ist ein Meister der latenten Spannung: Bis zum Schluss bleibt alles auf der Kippe.«
Mirjam Comtesse, Berner Zeitung, Schweiz

»Unglaublich fesselnd!«
PRINZ München

»Er erzählt die Geschichte zweier Freunde und eines möglicherweise auch gegenseitigen Verrats. Eine beklemmend tragische Geschichte, die sich nach hinten heraus zum fesselnden Thriller entwickelt.«
Nina Peters, Westdeutsche Zeitung Online, wz-newsline.de

»Großer Roman über Freundschaft in Zeiten des Krieges.«
Münstersche Zeitung und Grevener Zeitung

Steckbrief Jussi Adler-Olsen (Quelle: dtv)

1. Wie sieht Ihr Schreiballtag aus?
Mein Schreibprozess ist ziemlich speziell. Ich schreibe mit dem besten Textverarbeitungssystem, das es gibt, WordPerfect 5.1 (Blauer Bildschirm, weißer Text in Courier). Das gibt mir das Gefühl, es noch nicht mit einem fertigen Entwurf zu tun zu haben. Dann kommt die erste Bearbeitung. Ich drucke den Text aus und bearbeite ihn ein zweites Mal. Dann konvertiere ich ihn in Word und überarbeite ihn ein drittes Mal. Wieder ausdrucken und redigieren (das ist dann die vierte Redaktion). Anschließend mache ich aus der Word- eine pdf-Datei und überarbeite den Text ein fünftes Mal. Danach drucke ich ihn noch einmal aus und überarbeite ihn ein sechstes Mal. Und dann gehe ich ihn mit meiner Lektorin durch. Das gibt mir die Möglichkeit, den Text in sieben verschiedenen Fassungen und Formen zu betrachten und dabei noch einmal auf Satzlängen, Lesegeschwindigkeit und Rhythmus im Ganzen zu achten. Neben meinem Schreibcomputer steht auf der einen Seite des Schreibtischs ein Mini-Computer mit meiner Zusammenfassung und Rechercheergebnissen, auf der anderen ein Computer mit Internet-Zugang.

Ich schreibe immer, wenn mir danach ist. Üblicherweise zwischen 10 und 14 Uhr, wenn die Zeit drängt, auch den ganzen Tag. Einmal musste ich am Stück zehn Tage lang von 9 Uhr morgens bis 4 Uhr nachts durchschreiben, furchtbar. Danach war ich total erschöpft.

Ich weiß natürlich sehr genau, wie viele Schreibtage mir jeweils noch bis zur Deadline zur Verfügung stehen. Der Rest ist Mathematik. Normalerweise schreibe ich 4-5 Manuskriptseiten täglich.

2. Haben Sie dabei feste Rituale?
Zuerst setze ich den Hut meines verstorbenen Vaters auf, darunter ein Headphone mit erstklassiger Musik. Schreiben, ohne dabei Musik zu hören, ist für mich ein Ding der Unmöglichkeit. Ein guter Ratschlag: Hab nie Tee oder Kaffee auf dem Schreibtisch stehen – das lässt dich nur ständig zur Toilette wandern und die Konzentration ist dahin. Konzentrier dich und schreib. Das ist alles. Und warte nicht auf irgendeine Inspiration, die sich über dich herabsenkt. Benutz lieber deine Verstand.

3. Schreiben Sie von Hand?
Das kommt schon mal vor. Notizen und Unterschriften. Aber meine Schrift ist so entsetzlich, dass ich hinterher immer meine Frau bitten muss, mir zu übersetzen, was ich da eigentlich geschrieben habe.

4. Was wollten Sie als Kind werden?
Meine Güte, was wollte ich nicht alles werden! Aber ernsthaft: ich bin davon ausgegangen, entweder ein virtuoser Klavierspieler zu werden, Arzt – oder Erfinder einer Maschine, die die Menschheit vor allem Bösen bewahrt.

5. Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?
Das war wohl eine Mischung aus brachliegender Fantasie und dem Drängeln meiner Umgebung: Lehrer, mein Vater, Kollegen in der Verlagsbranche. Ich wusste immer, dass das für mich eine Option sein könnte, wann immer mir danach ist.

6. Welcher Autor/welches Buch hat Sie nachhaltig geprägt?
Ein einziges Buch, “Filmkunst” des dänischen Autors Niels Jensen, hat meine Sicht darauf verändert, wie Bilder im Kopf von Kinobesuchern und Lesern geschaffen werden. Dieses eine Buch ist ständig in meinem Kopf präsent. Na ja, und dann sind da natürlich die Romane von John Steinbeck und Charles Dickens. Mein Gott, was für eine Mischung aus erstklassigem Stil, Humor, Mitgefühl und dem tiefen Verständnis menschlichen Zusammenlebens.

7. Welcher Autor sollte unbedingt noch entdeckt werden?
Die dänische Autorin Mathilde Walter Clark. Nobelpreisfähig! Sie ist die originellste und scharfsinnigste Metaphernschöpferin und fähig, kleinste Details zu beschreiben, die eigentlich nicht zu beschreiben sind.

8. Welches Buch hat Sie jüngst begeistert?
Natürlich “Sans famille” von Hector Malot. Warum fragen Sie?

9. Wen oder was wollen Sie unbedingt noch lesen?
“Atemschaukel” von Hertha Müller. Ich muss einfach wissen, was sie zu einer Nobelpreisträgerin macht.

10. Was lesen Sie zurzeit?
Hanif Kureishi “The Buddha of Surbubia”

11. Was lesen Sie am liebsten?
Steinbeck und Dickens habe ich ja schon genannt. Aber auch die Dänen Hans Schwerfig und Gustav Wied sowie so lustige britische Vertreter wie Nick Hornby oder Peter Bichsel und Jerzy Kosinsky machen mich richtig glücklich. Und ganz ehrlich? Manchmal schmökere ich auch in meinen eigenen Romanen herum. Ach ja, dann liebe ich natürlich die frühen Sachen von John Irving.

12. Wann legen Sie ein Buch beiseite?
Ich hasse Autoren, die ihre Leser nicht ernstnehmen. Miese Sprache, Standard-Handlungen und Mainstream-Gedanken lassen mich sofort aussteigen. Das alles macht es einem Autor nicht leicht, mich als Leser zu überzeugen.