Heike Reinecke und Andreas Schlieper über Ihren neuen Krimi „Kalte Schatten über der Toskana“

Gianni Volpe ist das Pseudonym der Autoren Heike Reinecke und Andreas Schlieper. Beide waren lange Jahre in verschiedenen Positionen für das Land Nordrhein-Westfalen tätig. Heute lebt und arbeitet das Paar in Düsseldorf – mit vielen Abstechern in ihre Wahlheimat: die Toskana. Wir haben mit demAutorenduo  über ein Italienbild jenseits von Pizza und Ossobuco, ihr gemeinsames Pseudonym Gianni Volpe, und ihren Kriminalroman Kalte Schatten über der Toskana gesprochen.

Ihr Krimi KALTE SCHATTEN ÜBER DER TOSKANA ist bei unseren Lesern sehr beliebt: Was meinen Sie selbst, was es ist, das Ihren Kriminalroman von anderen abhebt?

Heike Reinecke und Andreas Schlieper: „In unserem Krimi geht es um alltägliche Kriminalität. Verbrechen, die jeden Tag und überall in ähnlicher Weise passieren oder passieren könnten. Es geht nicht um bestialische Serienkiller, sondern um Wirtschaftskriminalität und um die Verstrickung von Politik und Behörden darin. Der ‚Schauder-Faktor‘ mag auf den ersten Blick vielleicht geringer sein, aber gerade die Möglichkeit des alltäglichen, des wahrscheinlicheren Verbrechens verursacht Gänsehaut.“

Warum haben Sie als Schauplatz Ihres Kriminalromans Italien gewählt?

Heike Reinecke und Andreas Schlieper: „Seit über 30 Jahren zieht es uns nach Italien – nicht nur, aber doch bevorzugt in die Toskana. Wir haben eine besondere Beziehung zum Land und zu den Orten, zu den Menschen und ihrer Lebensart, wozu natürlich auch die hierzulande oft unbekannte, sehr bodenständige Küche jenseits von Pizza und Ossobuco gehört. Es war also fast unvermeidlich, dass die Idee zum Roman in der Toskana an einem entspannten Morgen mit unseren italienischen Freunden entstanden ist.“

Was gefällt Ihnen an Ihrer Ermittlerin, der Commissaria Vittoria Pucci, besonders?

Heike Reinecke und Andreas Schlieper: „Vittoria steht für viele Frauen in Italien – hoch qualifiziert, aber im Beruf, wie hier bei der Polizei, dann doch meistens in den unteren Dienstgraden zu finden. In den bei uns bekannten italienischen Krimis sind die Kommissare Männer – wie Brunetti bei Donna Leon oder Montalbano bei Andrea Camilleri. Da erschien uns eine Kommissarin und wie sie sich in der von Neid und Anfeindungen geprägten ‚Männerwelt‘ behauptet, reizvoll. Neben dem eigentlichen Verbrechen ergeben sich daraus überaus interessante Anknüpfungspunkte.“

Was sind die Herausforderungen gemeinsam als Paar – vor allem als Ehepaar einen Roman zu schreiben?

Heike Reinecke und Andreas Schlieper: „Wir würden es eher als Chance bezeichnen. Jeder von uns hat seine eigenen Interessen, Erfahrungen und Fähigkeiten, die eingebracht werden können. Es bedarf langer und intensiver Diskussion und Diskurse, um diese teils sehr unterschiedlichen Fäden zu einem Ganzen zu weben. Die vielleicht einzige Herausforderung besteht darin, zu einer gemeinsamen Sprache zu finden. Das Pseudonym steht deshalb auch bewusst für unser Gemeinschaftsprojekt. Es ist übrigens eine Reminiszenz an unsere Eltern, denen wir schon in frühester Kindheit die ersten Aufenthalte in Italien zu verdanken haben. Was die Wahl des Namens ‚Gianni Volpe‘ angeht: ‚Volpe‘ bedeutet im Italienischen ‚Fuchs‘ – steht also für ‚Reinecke‘. Als Vornamen hatten wir zunächst ‚Andrea‘ gewählt, bis wir dahinter kamen, dass es sich bei ‚Andrea Volpe‘ um einen Massenmörder der 1990er Jahre in Norditalien handelt, mit welchem wir natürlich nicht verwechselt werden wollten. Und ‚Gianni‘ ist eine Reminiszenz an unsere Väter, die beide mit Vornamen ‚Hans‘ hießen.“

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Das Gespräch führte Eva Riedl | Lektorat von dotbooks.

 

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