Interview mit Krimi-Selfpublisher Salim Güler

Salim-Gueler-Cover-mit-CTASalim Güler zählt zu den Shootingstars der deutschen Krimiautoren. Im Self-Publishing hat er bereits rund 20 Titel in verschiedenen Reihen veröffentlicht. Seine Bücher landen regelmäßig in den Krimi-Bestsellerlisten.

Im Interview spricht der Autor nun über sein neues Buch „Sterben ohne Tod“, das Ende Mai erschienen ist. In diesem Krimi führt er die beiden Ermittlerteams aus seinen Köln- und Lübeckreihen zusammen – wie es hierzu kam und was er noch so geplant hat, erzählt Salim Güler hier.

Lieber Salim, du hast an der TU Chemnitz promoviert und als Pressesprecher für verschiedene Unternehmen gearbeitet. An welchem Punkt und warum hast du dich dazu entschieden, dein Schreibhobby als deinen neuen Hauptberuf zu ergreifen?

Es war jetzt nicht von heute auf morgen, das Ganze hat sich über ein Jahr gestreckt. Als BWLer bin ich sehr vernunftgesteuert. Obwohl mir das Schreiben sehr viel bedeutet, war mir bewusst, dass ich auch davon leben müsste. Schließlich hatte ich einen sehr guten Job mit einem guten Gehalt. Als ich dann merkte, dass ich tatsächlich vom Schreiben leben kann, habe ich dann letztes Jahr beschlossen, nur noch vom Schreiben zu leben. Ich bereue diese Entscheidung keinen einzigen Tag.

Wie kamst du auf die Idee, in „Sterben ohne Tod“ die Ermittlerteams deiner beiden Einzelreihen zusammenzubringen?

Salim-Gueler-AutorDie Idee schwirrte mir schon eine ganze Weile durch den Kopf, ich hatte nur nach einem Plot gesucht. Aber wie immer schreibt leider die Realität die brutalsten Krimis. So war es dann auch ein echtes Ereignis, was den Anstoß brachte, dieses Buch zu schreiben.

Kannst du dir ein weiteres Crossover zwischen deinen Serien vorstellen?

Mit Sicherheit. Einige Ideen habe ich schon. Auch in einigen meiner weiteren Bücher kommen immer wieder Protagonisten aus anderen Titeln vor, wenn auch nicht so deutlich wie bei „Sterben ohne Tod“. Es wird dieses Jahr vermutlich noch einen Peter Walsh Roman geben und in diesem wird es auch wieder zum Zusammentreffen  verschiedener Charaktere aus meinen Büchern kommen.

In den Anmerkungen zum Buch schreibst du, dass dich ein realer Fall aus Schweden inspiriert hat. Dabei suchte der Täter über das Internet nach seinem Opfer, genau wie der Antagonist in deiner Geschichte. In deinem Buch „Die Stillen müsst ihr fürchten“ stellt der Mörder die Fotos seiner Opfer auf Facebook. Sind Datensicherheit und Kommunikation im Internet für dich eine wiederkehrende Inspirationsquelle für deine Geschichten?

Mit Sicherheit, das ist auch historisch gewachsen. Ich habe vor dem Schreiben lange Zeit im IT-Security Bereich gearbeitet und meine Promotion hatte auch Internet Sicherheit und die zugehörigen Risiken als Thema. Daher liegt es nahe, dass ich darüber schreibe. Ich gehöre zu den Autoren, die über Themen schreiben, die sie selbst interessieren und zu denen man auch über einiges an eigenem Wissen verfügt. Daher ist Recherche auch das A und O in meinem Beruf.

Der Täter in „Sterben ohne Tod“ leidet unter einer unstillbaren Wut, die er nur durch Quälen anderer Lebewesen befriedigen kann. Hast du zur Erschaffung dieses Krankheitsbilds mit Psychologen gesprochen?

Ja, nicht nur mit Psychologen, sondern auch mit Medizinern und Hirnforschern.  Natürlich habe ich auch sonst viel recherchiert, sogar in Gerichtsurteilen. Zum Glück verfüge ich über einen Pool an Experten wie Psychologen, Polizisten, Medizinern, Professoren oder Anwälten, die ich immer kontaktieren kann. Um glaubwürdig zu sein, ist diese Arbeit unerlässlich.

Der Titel „Sterben ohne Tod“ wird erst gegen Ende des Buchs erklärt. Baust du deine Geschichten um das Thema des Titels auf oder ergibt sich der Titel aus der Geschichte?

Das ist sehr unterschiedlich. Manchmal habe ich den Titel sofort, manchmal ergibt er sich während und aus der Geschichte und manchmal diskutiere ich mit Freunden bei einem Kaffee, welcher Titel passen könnte.

Du hast neben deinen Krimis auch zwei Liebesromane und ein Kinderbuch verfasst. Planst du, in Zukunft noch andere Genres außer Krimi zu bedienen?

Definitiv. Ich schreibe immer das, was mir gerade in den Sinn kommt und was ich selber gerne lesen würde. Privat lese ich zwar gerne Krimis und Thriller, aber ich lese genauso gerne Komödien, Dramen oder Fantasy Romane.

Salim Gülers neuesten Kriminalroman “Sterben ohne Tod” gibt es hier bei uns im Shop – genau wie seine vorangegangenen Bücher.

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