Interview mit Ursula Poznanski zu „Elanus“

Coverfoto ElanusVor sechs Jahren veröffentlichte Ursula Poznanski mit „Erebos“ ihren ersten Jugendroman, der im Folgejahr zahlreiche Auszeichnungen erhielt, unter anderem den Deutschen Jugendliteraturpreis der Jugendjury. Seitdem ist sie aus der deutschsprachigen Jugendliteraturszene nicht mehr wegzudenken und ist eine der erfolgreichsten Jugendbuchautorinnen Deutschlands. Am 22. August erschien ihr neuester Thriller „Elanus“. Im Interview verrät die Wiener Autorin, wie sie auf die Idee zum Buch gekommen ist und gibt einen kleinen Einblick in ihre Schreibwerkstatt.

Frau Poznanski, in diesen Tagen erscheint Ihr neuer Thriller Elanus. Eine Frage, die sicherlich schon oft gestellt wurde, deren Antwort aber sehr spannend ist: Wie sind Sie auf die Idee gekommen, eine Drohne ins Zentrum der Handlung zu stellen?

In diesem Fall weiß ich es lustigerweise recht genau. Ich bin auf die Idee gekommen, als ich einen Artikel gelesen habe, in dem es darum ging, dass Amazon – ich glaube in Amerika – zukünftig Pakete über Drohnen ausliefern lassen will. Das können sie deshalb tun, weil sie über die Handynummer des Bestellers diesen auch orten können. Die Grundidee war dann die Drohne, die den Besitzer des Handys verfolgt. Das war der Anstoß. Diese Idee hat mich gleich fasziniert.

Der Protagonist Jona ist hochbegabt und ein wahres Mathegenie – wie konnten Sie so glaubhaft darüber schreiben?

Eigentlich kenne ich mich in dem Bereich nicht so gut aus. Eben genau aus diesem Grund habe ich ihn nicht allzu viel Mathe machen lassen. Einmal hat er gezeigt, was er kann, dafür habe ich im Internet nach Stoffen gesucht und nach Lehrbeispielen, die passen könnten. Das habe ich dann verändert und umformuliert.

Technik, genau genommen der gläserne Mensch, ist in Ihren Jugendbüchern immer ein zentrales Thema. Warum?

Es ist wirklich oft ein Thema – weil es so spannend ist. In dem Bereich finden sich auch immer wieder Themen, die nicht schon von sieben, acht anderen Kollegen bedient wurden. Also gewissermaßen Neuland. Es ist aber auch nicht so, dass ich mir überlege, welches das nächste technische Gimmick sein könnte, zu dem ich ein Buch schreiben möchte, sondern mich springen diese Themen aus Artikeln und Nachrichten regelrecht an. Ich gehe nicht speziell irgendwelche Technikseiten durch, sondern das passiert einfach.

Halten Sie gerade zu den technischen Details vor dem Schreiben auch Rücksprache mit Wissenschaftlern?

In manchen Bereichen. Für „Layers“ zum Beispiel, wo es um die Datenbrillen geht, habe ich mich mit einem Professor der TU Wien telefonisch zusammengesetzt. Ich habe ihn gefragt, was im Bereich Augmented Reality bereits möglich ist und was von dem, was ich mir vorstelle, in weiter, weiter Zukunft möglich wäre. Und da meinte er, dass letztendlich alles denkbar wäre, da man gar nicht weiß, in welche Richtung sich der Bereich entwickeln wird. Was jetzt schon ganz gut ginge, ist Personenerkennung. Wenn die Software in einer solchen Brille auf eine Datenbank zugreifen kann, die zum Beispiel mit Facebook gekoppelt ist, dann könnte man jeden, der ein Profilbild oder noch besser mehrere Fotos dort gespeichert hat, über diese Brille identifizieren und sich seine Daten anzeigen lassen.

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Mehr zu Ursula Poznanskis neuem Thriller Elanus erfahrt Ihr unter www.elanus-buch.de. Außerdem findet Ihr dort ein innovatives Drohnenflug-Spiel, das gezielt den Inhalt des Buches aufgreift und die Welt aus der Perspektive von Elanus präsentiert. 360°-Fotografie macht es möglich, die Schauplätze des Buchs so zu erleben, wie Protagonist Jona sie sieht. Neben Lese- und Hörproben gibt es auch ein Gewinnspiel, unter dessen Teilnehmern Loewe-Wunschbücher für ein ganzes Jahr verlost werden. Also reinklicken und losfliegen: tour.elanus-buch.de!  

 

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