Im Gespräch mit Claire Hoffmann über „Die Liebe zum Regen“!

In dem neuen Roman „Die Liebe zum Regen“ beschäftigt sich Claire Hoffmann mit einer ganz bestimmten Phase des Lebens. Ihre Heldin Vera ist im besten Alter, dennoch zerbricht ihr vorheriges Leben gerade in Stücke. Um sich auszuprobieren reist sie nach London als Au-pair, um sich neuen Herausforderungen zu stellen. Doch diese Reise und das Neue wird wohl eher eine Reise zu sich selbst, denn Vera muss sich wiederfinden, indem sie unzählige Male über ihren eigenen Schatten springt. Die Autorin selbst ist nämlich der Meinung, dass das Leben erst in vollen Zügen genossen werden kann, wenn der Lebensweg auch einmal in einer Sackgasse verläuft oder unsanfte Lektionen verteilt werden. Denn nur so können Erfahrungen gesammelt und entschieden werden, welches der wirklich wahre Lebensweg ist. Ein wunderbarer Rat, den die Leser von der absolut real wirkenden Vera lernen können.

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Unser Lesetipp: „Farbenblind“

In Südafrika galt noch bis 1994 das Apartheidsgesetz, also das Gesetz der Rassentrennung. Eine schreckliche und Menschen unwürdige Epoche, die ihre Hochphase in den 1940ern hatte. Es gab nicht nur verschiedene Bereiche für unterschiedliche Rassen, sondern es existierte auch das Gesetz, dass weißhäutige Menschen keine schwarzhäutigen Menschen heiraten durften. Und genau das geschah, als Trevor Noah 1984 auf die Welt kam. Er wurde als Sohn einer südafrikanischen Mutter und eines schweizerischen Vaters geboren, als Kind, das damals laut Gesetz gar nicht hätte existieren dürfen. Trevor musste sich durch die Armut kämpfen und sich gegen rassistische Übergriffe wehren. Seine Kindheit war ein Kampf. Jedoch fand er wenigstens bei seinen „farbenblinden“ Eltern Trost, die bemüht waren sämtliche Trennungen zwischen verschiedenen Ethnien und ebenso Geschlechtern zu überwinden.

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Unsere Highlights des Frühjahrs 2017!

Hier sind ein paar ganz besondere Buchhighlights aus diesem Frühjahr aufgelistet. Die Auswahl an eBooks wurde bereits von euch gelesen, bewertet und natürlich für super befunden. Die Highlights wurden aus den bestbewertetsten Romanen zusammengestellt und erstrecken sich durch alle Genres und Kategorien. Sie lassen keine Wünsche offen. Es gibt wunderbar leicht erzählte historische Romane, obwohl der Inhalt doch eher schwer zu verdauen ist, wie beispielsweise bei den Problemen der 16 Kinder Maria Theresias. In einem beliebten Liebesroman wird sogar das Klischee der Oberflächlichkeit in Frage gestellt und durch tiefgründiges Seelenempfinden abgelöst. Seichte Romane für den Sommer oder interessante Literatur für ruhige Abende. Toll wird’s mit euren Lieblingsbüchern.

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„Vertrauen und Betrug sind das Zentrum psychischer Spannung“: Im Gespräch mit JP Delaney

„Vertrauen und Betrug sind das Zentrum psychischer Spannung“, das sei der Grund, weshalb Psychothriller derzeit so verschlungen werden, ist sich JP Delaney sicher. Es geht einfach darum herauszufinden, ob wir dem Schriftsteller die Geschichte abkaufen und wie viel wahres tatsächlich in diesen Stories steckt. In JP Delaneys Thriller „The Girl Before“ geht es insbesondere um eine Frau, die ziemlich durchschnittlich ist – so, dass sich jede Leserin mit ihr identifizieren kann. Genau dieses psychologische Muster der Identifikation lässt einem einen kalten Schauer über den Rücken jagen – und der Slogan „Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot“, welchen der Autor für seinen Thriller verwendet, trifft genau diesen Punkt. Im Gespräch nennt er uns die Details, die hinter der Geschichte stecken.

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Die „Schneetänzerin“-Trilogie: Im Gespräch mit Judith Nicolai

Judith Nicolai verwebt in ihrer „Schneetänzerin“-Trilogie die verschiedenen subjektiven Erlebnisse von Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs. Besonders ihre Mutter beeinflusste sie sehr mit ihren Geschichten, obwohl diese während des Krieges noch ein kleines Mädchen war. Aber diese Zeit ist vielen Menschen so prägend in Erinnerung geblieben. Eben besonders auch die vielen unterschiedlichen Kriegsschicksale, wie die Auslöschung ganzer Männergenerationen und die Verzweiflung der Frauen, die auf die Rückkehr ihrer Geliebten warteten. Im Interview erzählt Judith Nicolai unter anderem weshalb ihr ihre Protagonistin Anna ganz besonders ans Herz gewachsen ist. Das Gespräch führte Susann Harring.

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