Im Gespräch mit Jackie Copleton: „Insbesondere inspirieren mich Mythen, Folklore und allgemein historische Geschehnisse, die mit ihnen verknüpft sind.“

Wussten Sie, dass Jackie Copleton eine Zeit lang in einem Garderobenschrank geschrieben hat? Jackie Copleton studierte Englisch an der Cambridge Universität, bevor sie das Land verließ, um in Japan, genauer gesagt in Sprachschulen in Nagasaki und Sapporo, Englisch zu unterrichten. Sie hat zudem als Zeitungsjournalistin in Großbritannien und dem Mittleren Osten gearbeitet. Die Farbe von Winterkirschen ist ihr Debütroman und spielt in Nagasaki in der Zeit vor und nach dem Einschlag der Atombombe am 9. August 1945. Der Roman stand auf der Longlist für den „Baileys Women’s Prize for Fiction“ im Jahr 2016 und wurde vom „Richard and Judy Book Club“ als Buch des Sommers ausgewählt. Sie liebt es, durch die schottischen Highlands zu streunen ebenso wie japanisches Essen. Mit ihrem Mann, der als Football-Reporter arbeitet, lebt sie in Glasgow, Schottland.

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Im Gespräch mit Claire Hoffmann über „Die Liebe zum Regen“!

In dem neuen Roman „Die Liebe zum Regen“ beschäftigt sich Claire Hoffmann mit einer ganz bestimmten Phase des Lebens. Ihre Heldin Vera ist im besten Alter, dennoch zerbricht ihr vorheriges Leben gerade in Stücke. Um sich auszuprobieren reist sie nach London als Au-pair, um sich neuen Herausforderungen zu stellen. Doch diese Reise und das Neue wird wohl eher eine Reise zu sich selbst, denn Vera muss sich wiederfinden, indem sie unzählige Male über ihren eigenen Schatten springt. Die Autorin selbst ist nämlich der Meinung, dass das Leben erst in vollen Zügen genossen werden kann, wenn der Lebensweg auch einmal in einer Sackgasse verläuft oder unsanfte Lektionen verteilt werden. Denn nur so können Erfahrungen gesammelt und entschieden werden, welches der wirklich wahre Lebensweg ist. Ein wunderbarer Rat, den die Leser von der absolut real wirkenden Vera lernen können.

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Unser Lesetipp: „Farbenblind“

In Südafrika galt noch bis 1994 das Apartheidsgesetz, also das Gesetz der Rassentrennung. Eine schreckliche und Menschen unwürdige Epoche, die ihre Hochphase in den 1940ern hatte. Es gab nicht nur verschiedene Bereiche für unterschiedliche Rassen, sondern es existierte auch das Gesetz, dass weißhäutige Menschen keine schwarzhäutigen Menschen heiraten durften. Und genau das geschah, als Trevor Noah 1984 auf die Welt kam. Er wurde als Sohn einer südafrikanischen Mutter und eines schweizerischen Vaters geboren, als Kind, das damals laut Gesetz gar nicht hätte existieren dürfen. Trevor musste sich durch die Armut kämpfen und sich gegen rassistische Übergriffe wehren. Seine Kindheit war ein Kampf. Jedoch fand er wenigstens bei seinen „farbenblinden“ Eltern Trost, die bemüht waren sämtliche Trennungen zwischen verschiedenen Ethnien und ebenso Geschlechtern zu überwinden.

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Unsere Highlights des Frühjahrs 2017!

Hier sind ein paar ganz besondere Buchhighlights aus diesem Frühjahr aufgelistet. Die Auswahl an eBooks wurde bereits von euch gelesen, bewertet und natürlich für super befunden. Die Highlights wurden aus den bestbewertetsten Romanen zusammengestellt und erstrecken sich durch alle Genres und Kategorien. Sie lassen keine Wünsche offen. Es gibt wunderbar leicht erzählte historische Romane, obwohl der Inhalt doch eher schwer zu verdauen ist, wie beispielsweise bei den Problemen der 16 Kinder Maria Theresias. In einem beliebten Liebesroman wird sogar das Klischee der Oberflächlichkeit in Frage gestellt und durch tiefgründiges Seelenempfinden abgelöst. Seichte Romane für den Sommer oder interessante Literatur für ruhige Abende. Toll wird’s mit euren Lieblingsbüchern.

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„Vertrauen und Betrug sind das Zentrum psychischer Spannung“: Im Gespräch mit JP Delaney

„Vertrauen und Betrug sind das Zentrum psychischer Spannung“, das sei der Grund, weshalb Psychothriller derzeit so verschlungen werden, ist sich JP Delaney sicher. Es geht einfach darum herauszufinden, ob wir dem Schriftsteller die Geschichte abkaufen und wie viel wahres tatsächlich in diesen Stories steckt. In JP Delaneys Thriller „The Girl Before“ geht es insbesondere um eine Frau, die ziemlich durchschnittlich ist – so, dass sich jede Leserin mit ihr identifizieren kann. Genau dieses psychologische Muster der Identifikation lässt einem einen kalten Schauer über den Rücken jagen – und der Slogan „Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot“, welchen der Autor für seinen Thriller verwendet, trifft genau diesen Punkt. Im Gespräch nennt er uns die Details, die hinter der Geschichte stecken.

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