Die „Schneetänzerin“-Trilogie: Im Gespräch mit Judith Nicolai

Judith Nicolai verwebt in ihrer „Schneetänzerin“-Trilogie die verschiedenen subjektiven Erlebnisse von Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs. Besonders ihre Mutter beeinflusste sie sehr mit ihren Geschichten, obwohl diese während des Krieges noch ein kleines Mädchen war. Aber diese Zeit ist vielen Menschen so prägend in Erinnerung geblieben. Eben besonders auch die vielen unterschiedlichen Kriegsschicksale, wie die Auslöschung ganzer Männergenerationen und die Verzweiflung der Frauen, die auf die Rückkehr ihrer Geliebten warteten. Im Interview erzählt Judith Nicolai unter anderem weshalb ihr ihre Protagonistin Anna ganz besonders ans Herz gewachsen ist. Das Gespräch führte Susann Harring.

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Unser Buchtipp: „Die Zitronenschwestern“!

Die gebürtige Italienerin Valentina Cebeni hat zwei Leidenschaften: Sie liest am liebsten emotional packende Geschichten und ein Händchen für das Kulinarische. Schon seit ihrer Kindheit haben sie die alten Rezepte fasziniert, die in der Familie von Generation zu Generation weitergegeben wurden, denn sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, über diese traditionellen Rezepte ihrer Familiengeschichte auf den Grund zu gehen. Eben genau um diese beiden Leidenschaften hat sie eine gefühlvolle und mitreißende Geschichte gewoben, welche ihr Debüt in deutscher Sprache wurde: „Die Zitronenschwestern“. Weiterlesen

Schriftstellerin mit Herz, Verstand und Esprit: Im Gespräch mit Autorin Sylvia Lott

Autorin Sylvia Lott gibt hier einen ganz persönlichen Einblick in ihren schriftstellerischen Alltag. Es ist ganz klar, dass sie ihr Hobby zum Beruf gemacht hat und ihr Beruf zugleich auch immernoch Hobby geblieben ist. Mit dem neuen Roman „Die Fliederinsel“ hat sie sich auf eine Reise in die Epoche des Zweiten Weltkriegs begeben, um aus der Sicht der Dänen zu berichten. Hast du gewusst, dass die nach Dänemark zwischen 1943 und 1945 geflüchteten Juden fast alle mit Hilfe der Bevölkerung überleben konnten? Sofie Lene Bak hat die Erfahrungen und Erlebnisse dieser Juden zusammengefasst und in einem Buch niedergeschrieben, welches sogleich als Vorlage für die „Fliederinsel“ diente. Der Roman ist demnach also ein wunderbares Webstück aus historisch korrekten Fakten, persönlichen Erinnerungen und fast vergessenen Erzählungen. Sehr bewegend.

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Die humorvollen Neuerscheinungen auf einem Blick!

Mal wieder Lust, so richtig herzhaft zu lachen? Dies gelingt ganz bestimmt mit dieser Auswahl an humoristischen Romanen, die diesen Frühjahr erschienen sind. In manchen Büchern werden wir selbst auch auf die Probe gestellt, wie in „Spleen Royale“, wo es insbesondere um die humorvolle Selbsterkenntnis geht. Heute möchte nämlich jeder individuell sein, auf keinen Fall nur mit dem Strom schwimmen, aber exzentrisch zu sein, ist dann doch wieder zu viel des Andersartigen. Tania Kibermanis erzählt darüber, wie Exzentriker der Gesellschaft einen Spiegel vorhalten, weil jeder Mensch irgendeine Eigenart an sich hat. Sebastian Lehmann schreibt über die Sorgen, die einen urplötzlich treffen, sobald einen das 40. Lebensjahr erwischt hat. Anstelle von feuchtfröhlichen Abenden muss man sich mit bockigen Kindern herumschlagen… Aber was wären die Menschen ohne Erinnerungen? Der Autor lässt uns noch einmal zurück in unsere Jugend gleiten, um in Erinnerungen zu schwelgen – und das mit viel Witz!

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Im Bann der Freiheit: Im Gespräch mit Autorin Constanze Neumann

Constanze Neumann erweckt in ihrem Roman „Der Himmel über Palermo“ eine große Liebe zum Leben: Von der südländischen Atmosphäre Palermos betört, begegnet Blandine von Bülow, die Stieftochter Richard Wagners, in der Silvesternacht 1881/82 dem sizilianischen Grafen Biagio Gravina. Das Werben des Grafen verzaubert sie – aber auch die Aussicht, Konventionen abzuwerfen, aus dem Schatten des Wagnerschen Familienclans zu treten und ein neues, aufregendes Leben zu beginnen.

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