Rezension zu Gregor Webers Thriller „Asphaltseele“

cover-gregor-weber-rezensionMit Asphaltseele präsentiert Gregor Weber bereits seinen dritten Kriminalthriller – wieder mit Erfolg. Gregor Weber ist  aber nicht nur Schriftsteller, sondern ebenso erfolgreicher Schauspieler. Vor allem ist er uns als Hauptkommissar Stefan Deininger im „Tatort“ bekannt. Nach seinem Bestseller über das Geschehen in deutschen Profiküchen („Kochen ist Krieg„) legte er mit „Feindberührung“ seinen ersten Kriminalroman vor. Jeder Roman mit anderem Inhalt und anderen Ermittlern, nur eins ist beständig: Webers persönliche militärische Ausbildung wird in jedem seiner Romane thematisiert. Auch sein neu geschaffener Protagonist in seinem neuesten Thriller Asphaltseele, hat eine militärische Vergangenheit, die gleichzeitig für die Handlung des Buches eine Schlüsselfunktion erfüllt.

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Rezension zu Sebastian Fitzeks neuem Thriller „Das Paket“

cta-das-paket-sebastian-fitzekVor einigen Wochen habe ich Sebastian Fitzek auf dem Harbour Front Literaturfestival in Hamburg gehört. Ging es dort noch vorrangig um seinen Thriller Passagier 23, hatten wir Glück, dass er uns an der Geschichte zu seinem neusten Werk Das Paket teilhaben ließ. Wie Autoren zu ihren Ideen kommen, ist wohl eine der größten und spannendsten Fragen, die wir uns als Leser stellen. Umso interessanter, dass es für den neuen Thriller tatsächlich eine Schlüsselsituation gibt: Denn an Fitzeks eigener Haustür klingelte der Postbote und bat darum, ein Paket anzunehmen. Für einen Herrn Koslowski. Fitzek nimmt an und fragt sich erst Minuten später: Wer um Himmels willen ist Koslowski? Wenn das jetzt der Beginn eines Romans ist, dachte Fitzek, dann kann dies nur ein besonderes Paket sein. Und ich finde: Richtig so! Das Paket ist ein besonderes Buch, ein besonders psychologisches Buch und an Spannung wieder einmal kaum zu überbieten!  Weiterlesen

Rezension zu „Bluescreen. Ein Mirador-Roman“ von Dan Wells

cover-bluescreenZurück zum Science-Fiction Genre! Denn ich habe wirklich schon ewig kein Science-Fiction mehr gelesen… „Bluescreen“ von Dan Wells konnte mir nun aber doch wieder Lust auf dieses Genre machen. Trotz einiger inhaltlicher Ungereimtheiten hat es mich schon nach wenigen Seiten nicht mehr losgelassen.

Der Roman spielt im Jahr 2050 in Los Angeles. Implantate direkt im Kopf – so genannte „Djinnis“ – haben die Smartphones ersetzt und verbinden deren Träger 24 Stunden am Tag mit dem Internet. Auch Marisa und ihre Freundinnen verbringen nahezu die gesamte Zeit im Netz, wo sie Virtual Reality Spiele spielen. Dann taucht in der Stadt plötzlich eine neue Cyberdroge (Bluescreen) auf. Über einen Stick wird Bluescreen direkt auf die Djinnis der Konsumenten gespielt, wo es einen Systemabsturz bewirkt, der zur vorübergehenden Bewusstlosigkeit führt. Aber ganz so harmlos, wie es zunächst den Anschein macht, ist die Droge wohl doch nicht. Was steckt dahinter und wie lässt es sich aufhalten?

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Rezension zum Urlaubssouvenir „I am China“ von Xiaolu Guo

„I am I-am-china-mit-CTAChina“ von Xiaolu Guo ist ein Buch-Souvenir aus Singapur und schon jetzt eines meiner Lesehighlights des Jahres. Anders als das bunte, verspielte Schmetterlingscover vermuten lässt, besitzt dieses Buch politische Sprengkraft.

Die seit 2002 in Großbritannien lebende Schriftstellerin und Regisseurin verarbeitet in „I am China“ u.a. eigene Erlebnisse mit der chinesischen Zensur, mit der sie bereits als junge Filmstudentin in Konflikt geriet. Nicht zuletzt deswegen wirken ihre Schilderungen so authentisch und bleiben auch für westliche Leser leicht verständlich. Es ist ihr Abschiedsbrief an China – ein Land, das Xiaolu Guo ebenso wie ihr Protagonist Kublai Jian stets als Gefängnis empfand, in dem weder politische noch persönliche Freiheit möglich scheint. Weiterlesen

Rezension zu „crystal.klar“ von Dominik Forster

26039998_9783946086154_xlIn seinem autobiografischen Roman „crystal.klar“ erzählt Dominik Forster von seiner durch Drogen zerstörten Jugend. „crystal.klar“ ist ein schonungslos ehrlicher autobiografischer Roman über eine steile Drogenkarriere und den sich anschließenden beinahe unvermeidlichen Absturz. Seit 2013 ist Dominik Forster nun als ehrenamtlicher Mitarbeiter in der Suchtprävention in Nürnberg tätig. Daneben ist er Mitbegründer des Mountain Activity Clubs, einem gemeinnützigen Verein für Prävention und Peerarbeit, und ist beteiligt am Projekt „Spotting – selektive Prävention für junge Risikokonsumenten/innen“, das vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert wird. Weiterlesen