Das Gewinnspiel: 10x "Meine Heimatküche" signiert von Johann LaferWir bedanken uns bei allen Teilnehmern des Libri.de Gewinnspiels zu Johann Lafer für die zahlreichen Zusendungen ihrer Lieblingsrezepte aus der jeweiligen Heimatregion. Wie angekündigt veröffentlichen wir nun die Gewinnerrezepte (hier geht’s zu Teil 1.

Mit dabei im zweiten Teil: Süßsaure Eier aus Pommern, österreichischer Mostkeks, sächsischer Leberkäs-Salat, Capuns aus der Schweiz und Rheinische Miesmuscheln.

6) Aus Pommern: Tante Fridas Süßsaure Eier

Zutaten:

8 Eier
ein mittelgroßes Stück Grünen Speck oder Bauchfleisch
Ca. 5 EL Mehl
Ca. 5 EL Essig
3-4 EL Zucker
Salz
Pellkartoffeln

Zubereitung:

Die Pellkartoffeln und die Eier kochen. Den Grünen Speck/das Bauchfleisch klein schneiden und in der Pfanne auslassen. Die Speckwürfel dann rausnehmen und Mehl in dem Fett anschwitzen, bis es dunkelbraun ist. Dann mit Wasser ablöschen, so dass es eine sämige Sauce ergibt. Schließlich mit Essig, Zucker und Salz abschmecken.

Die geschälten Eier in die Sauce geben und mit den Pellkartoffeln servieren.

7) Aus Sachsen: Mamas Leberkäs Salat

Zutaten:

400 g Leberkäse
3 große Gewürzgurken
1 große Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
etwas Tomatenketchup

Zubereitung:

Den Leberkäse in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebel, den Knoblauch und die Gewürzgurken sehr klein schneiden (evtl. Quick Chef, wenn vorhanden). Alles zusammen in eine Schüssel geben und mit Ketchup vermengen, Ketchup nach Geschmack verteilen. Alles kräftig verrühren und für ein bis zwei Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.

8) Aus Österreich: Mostkeks

MostkeksZutaten:

400 g Butter
400 g Mehl
7 EL Most (oder Weißwein)
Salz
Marillenmarmelade zum Bestreichen
Eventuell Staubzucker zum Bestreuen

Zubereitung:

Die Zutaten vermengen und zu einem Teig verkneten. Diesen eine halbe Stunde rasten lassen. Dann den Teig 3-4mm dünn ausrollen und runde Scheiben ausstechen. Diese in der Mitte mit der Marillenmarmelade bestreichen und anschließend zusammenklappen. Die Kekse ca. 10-15 Minuten bei 160-170 Grad backen. Nach dem Erkalten eventuell mit Staubzucker bestreuen.

9) Aus der Schweiz: Capuns

Zutaten:

3 Eier
30 ml Milchwasser (halb Milch, halb Wasser)
1 Prise Salz
1 Prise Muskat
Pfeffer
ca. 300 g Mehl
1 Salsiz
2 Landjäger
Speckwürfel
Reibkäse (Sbrinz)
ca. 10 große Mangoldblätter

Zubereitung:

Im Prinzip sind Capuns in Mangold eingewickelte Spätzle. Wer also schon einmal selbst Spätzle gemacht hat, wird keine Mühe haben.

Die Eier in einer großen Schüssel verquirlen. Das Salz, eine Prise Muskatnuss, etwas Pfeffer und das Milchwasser dazugeben. Unter ständigem Rühren das Mehl beifügen, bis ein zähflüssiger Spätzle-Teig entsteht. Den Teig so lange schlagen, bis er Blasen wirft.

Den Salsiz und die Landjäger in kleine Stücke schneiden und unter den Teig mischen. Anstatt Salsiz und Landjäger kann man hinzugeben, worauf man Lust hat. Wer es lieber Vegetarisch mag, kann das Fleisch natürlich weglassen. Den Teig für ca. eine halbe Stunde ruhen lassen.

Die Stiele der Mangoldblätter entfernen, in daumengrosse Stücke schneiden und beiseite legen. Mit 1 Esslöffel Teig und einem halben Mangoldblatt Rollen formen. Die Rollen in einen großen Topf geben. Nach jeder Schicht gerollter Blätter einige Mangoldstiele dazugeben und mit etwas Kräutersalz (oder Aromat) bestreuen.

Reichlich Bouillon aufkochen (sie darf ruhig etwas kräftig sein). Die kochende Bouillon in den Topf mit den Teigrollen dazu gießen, bis er ca. zu 3/4 gefüllt ist.

Das Ganze ca. 20 min. köcheln lassen. 2 dl Milch dazu geben und weitere 10 min. weiter köcheln lassen.

Zuletzt Reibkase (z.B. Sbrinz) und in Butter angebratene Speckwürfel darüber geben und servieren.

10) Aus dem Rheinland: Rheinische Miesmuscheln

Zutaten:

4 kg Miesmuscheln
200 g Möhren (klein geschnitten)
100 g Lauch (in feine Ringe geschnitten)
100 g Sellerie (klein geschnitten)
7-10 Pfefferkörner schwarz
1-2 Lorbeerblätter (nach Größe)
1/2 l Weißwein trocken
1 l Wasser
Gemüsebrühe (körnig oder als Würfel nach Geschmack)
Salz

Zubereitung:

Die Muscheln unter fließend kaltem Wasser abspülen. Falls sich noch Bärte an den Muscheln befinden (feine Härchen), kann man diese leicht mit einer Bürste entfernen. Beim Säubern gleich beschädigte Muscheln bzw. offene Muscheln (die sich absolut nicht schließen wollen) entfernen.

Das Gemüse vorbereiten (klassisch in schmale Streifchen nach Julienne Art geschnitten – ich nehme es meist aus dem Vorrat, also tiefgefroren und entsprechend als Suppengemüse geschnitten).
Für den Sud etwas Öl in einem sehr großen Topf erhitzen und das Gemüse anschwitzen bei großer Hitze. Die Pfefferkörner und das Lorbeerblatt hinzufügen, kurz mit anschwitzen und mit dem Weißwein ablöschen. Das Wasser dazugeben und die Brühe (ich nehme immer ein bis zwei TL Vegeta dazu) einrühren. Deckel auflegen und auf kleiner Hitze ca. 20 Minuten köcheln lassen. Lässt sich auch sehr gut vorbereiten.

Das Lorbeerblatt und die Pfefferkörner entfernen. Eventuell noch mal mit etwas Salz abschmecken. Den Sud zum Kochen bringen. Wenn er wallend kocht, die erste Hälfte der Muscheln hinein geben und sofort den Deckel (muss gut schließen) auflegen. Die Muscheln auf höchster Stufe ca. 8-10 Minuten kochen lassen.

Nach der Kochzeit die Muscheln mit einer Schaumkelle herausheben und etwas von dem Sud darüber verteilen. Ich nehme immer eine große Schale, damit sich jeder selber bedienen kann. Die zweite Hälfte der Muscheln ebenso abkochen und servieren. Bei uns werden sie traditionell mit Schwarzbrot & Butter serviert.