Unser Gedicht des Monats September
So langsam verabschiedet sich der Sommer, aber noch können wir glücklicherweise draußen die letzten warmen Sonnenstrahlen genießen.
Eduard Mörike (* 8.9.1804 in Ludwigsburg; † 4.6.1875) gilt heute als einer der wichtigsten Lyriker des Biedermeier, fand zu Lebzeiten aber wenig literarische Beachtung. Theodor Storm allerdings erkannte den evangelischen Pfarrer, der zeit seines Lebens mit seinem “Brotberuf” haderte, als großen Dichter und stand in regem Briefwechsel mit ihm. In seinem Gedicht “Septembermorgen” beschreibt Möricke wunderschön den Beginn eines neuen Tages im Frühherbst. Deshalb haben wir es als unser Gedicht des Monats September ausgesucht.
Septembermorgen
Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.
- Eduard Mörike
| Artikel drucken | Dieser Beitrag wurde von admin am 10. September 2012 um 13:39 veröffentlicht und unter Gedicht des Monats abgelegt. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag durch RSS 2.0 folgen. Kommentare und Pings sind momentan deaktiviert. |




