Die Tribute von Panem - Tödliche SpieleIm postapokalyptischen und von einem despotischen Herrscher regierten Panem ist die Zeit der nächsten Hungerspiele angebrochen. Um die Massen unter Kontrolle zu halten und seine Macht zu demonstrieren, inszeniert das Kapitol jedes Jahr einen durch ein riesiges Medienspektakel begleiteten Wettstreit, in dem jeweils zwei Jugendliche aus den 12 Distrikten, in die sich das von Suzanne Collins in ihrer Hunger Games-Trilogie entworfene, dystopische Amerika teilt, einen erbitterten Kampf um Leben und Tod liefern. Denn nur eins der „Tribute“, die der Diktator verlangt, wird überleben.

In seiner gestern in den Kinos gestarteten filmischen Adaption des Weltbestsellers Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele bringt Regisseur Gary Ross mit Jennifer Lawrence eine Hauptdarstellerin auf die Leinwand, die in Erinnerung bleiben dürfte. Allseits für ihre schauspielerischen Leistungen gelobt, mimt sie die junge und starke Katniss, die sich freiwillig als Tribut meldet, um ihre jüngere Schwester zu verschonen, facettenreich und erfrischend spröde.

Versiert im Umgang mit Pfeil und Bogen und im Jagen geübt, findet die Heldin des Films sich bald inmitten einer makabren Castingshow, in der die Teilnehmer – aufgehübscht und medienwirksam inszeniert – um wohlhabende Sponsoren buhlen, die ihnen im Verlauf des Wettstreits kleine Hilfestellungen zuteilwerden lassen. Beobachtet von unzähligen Kameras starten dann die Spiele, die den Distrikten Warnung sein sollen, sich gegen die Obrigkeit aufzulehnen und den Hauptstädter in erster Linie Amüsement.


Obwohl der ab 12 Jahren freigegebene Film gemessen an der Romanvorlage mit gemäßigter Brutalität aufwartet, wird deutlich, dass in Panem Blut fließt. Und das nicht zu knapp. Die tödlichen Spiele, die in ihrer medialen Inszenierung der Unterhaltung der Panem’schen Upper Class dienen, sind den Teilnehmern aus den Distrikten bitterer Ernst – und die mitschwingende Medienkritik unübersehbar. Die durchweg positiven Pressestimmen zur Verfilmung des ersten Teils der „Hunger Games“ und die Rekordzahlen an den Kinokassen deuten daraufhin, dass der Hype um Panem, der seit einiger Zeit um sich greift, so bald nicht zum erlöschen kommen wird.

Die Verfilmung der zwei weiteren Teile der „Tribute von Panem“ – Gefährliche Liebe und Flammender Zorn –, in denen Katniss zur Revolutionsführerin heranreift und dem Unrechtssystem in Panem den Kampf ansagt, ist bereits in Arbeit.

Alles zu den “Tributen von Panem” finden Sie in unserem Suzanne Collins Special.