Margaret Heckel, Die Midlife-BoomerMidlife-Boomer sind für die Autorin des vorliegenden Buches (auch erhältlich in der Print-Ausgabe) die Menschen, die, zwischen 1950 und Ende der sechziger Jahre geboren, lange Zeit als die Baby-Boomer-Generation galten.

Das, was sie während ihres Erwerbslebens erlebt und umgesetzt haben, und das war nicht gerade wenig, können und werden sie bei Älterwerden nicht vergessen.

Margaret Heckel zeigt überzeugend, dass diese Midlife-Boomer keine Angst vor dem Altwerden haben brauchen, denn nie waren die Aussichten, gesund zu leben so gut wie in den nächsten Jahren und Jahrzehnten. Forschungen haben ergeben, dass das ältere Gehirn nicht weniger aktiv und lernfähig ist als das junge, und auch die körperlichen Kräfte schwinden nicht so schnell, wie man das lange glaubte.

Doch nicht nur in ihrem Freizeitverhalten ist diese Generation ein für die Gesellschaft wichtiger Faktor. Mit ihrer geistigen und körperlichen Leistungskraft, vor allem aber mit ihren jahrzehntelangen Berufs- und Lebenserfahrungen sind sie mitten im demographischen Wandel als Arbeitnehmer, als engagierte Bürger, aber auch als wirtschaftlich in der Regel gut situierte Kunden ein ganz wichtiger Faktor für die Gesellschaft.

Ob Heckels These, diese Generation würde die Republik in den nächsten beiden Jahrzehnten ähnlich stark verändern wie die 68 er und die Frauenbewegung zutrifft, wird sich meiner Meinung danach bemessen, in welchem Umfang diese Midlife Boomer nicht nur um sich selbst, den Erhalt ihrer Gesundheit und einem saturierten Genuss- und Urlaubsverhalten kreisen, sondern wie sie ihre Fähigkeiten jeder Art in der eigenen Familie, in gesellschaftlichen Gruppen, Vereinen und Kirchen einbringen.

Dass es nie interessanter war, älter zu werden, da stimmt sicher. Aber diese Generation, die in ihrer Kindheit, Jugend und Ausbildung fast alles von der Gesellschaft bekam und davon jedes Jahr mehr, hat eine große Verantwortung, den nächsten Generationen etwas von diesem Segen zurückzugeben.

Dass sie sich selbst bei solchem Engagement fit und jung halten, was will man mehr?