Rezension zu “Samuel Koch – Zwei Leben” von Samuel Koch und Christoph Fasel
„Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.“
Mit diesem Vers aus dem neutestamentlichen Hebräerbrief beendet Samuel Koch die Schilderung seiner Lebensgeschichte Samuel Koch – Zwei Leben (auch erhältlich in der Print-Ausgabe), die er zusammen mit dem Journalisten Christoph Fasel aufgezeichnet und in dem vorliegenden, bewegenden und ermutigenden Buch veröffentlicht hat.
Durch eine Wette bei Thomas Gottschalks Fernsehshow „Wetten dass?“ über Nacht einem Millionenpublikum bekannt geworden, hat der nach dem Unfall gelähmt im Rollstuhl sitzende Samuel Koch seither besonders durch ein Interview, das Peter Hahne mit ihm für das ZDF vor vielen Monaten führte, vielen Menschen gezeigt, wie man auch mit einem solchen schweren Schicksal fertig werden kann, und seinen Lebensmut und sein Glück nicht verlieren braucht. In dem Buch sagt er an einer Stelle: „Heulen ist nicht mein Ding. Man kann auf jedem Niveau klagen, aber auch glücklich sein.“
Michelle Hunziker, die als Assistentin Gottschalks den Unfall Samuel Kochs miterlebt hat, als erste bei ihm war, als er am Boden lag, hat ihn seitdem oft besucht. Sie schreibt in einem Nachwort zu diesem Buch: „Ich kenne jede Menge Leute, denen es richtig gut geht und die trotzdem glauben, dass sie alle Hoffnung verloren haben. Auch die können von Samuel viel lernen. Ist es der Zusammenhalt der Familie? Ist es sein Glaube? Samuel Koch, dessen schicksalhaften Moment Millionen von fassungslosen Fernsehzuschauern erlebten, erinnert uns heute daran, wie wertvoll das Leben ist, wie schön und einzigartig jeder Tag sein kann und wie die Hoffnung einen Menschen durchs dieses Leben tragen kann.“
Ich bin sicher, Samuel Koch, der in diesem Frühjahr nach erfolgreicher Reha sein Studium wieder aufnehmen will, will sein Buch nicht nur verkauft , sondern mit einer inneren Aufmerksamkeit für das eigene Leben des Leser gelesen sehen – ein Leben, das trotz aller möglichen Einschränkungen und Behinderung immer ein Geschenk Gottes bleibt, das gelebt werden will und mit Sinn gefüllt.
| Artikel drucken | Dieser Beitrag wurde von Winfried Stanzick am 14. Mai 2012 um 08:03 veröffentlicht und unter Rezensionen abgelegt. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag durch RSS 2.0 folgen. Kommentare und Pings sind momentan deaktiviert. |




