“Im Winter dein Herz” von Benjamin Lebert
14. Aug
Ein metaphernreicher Roman ist hier anzuzeigen voller Poesie und Kraft. Ein Roman, der sich auf die Suche macht nach dem, was Menschen Liebe und Geborgenheit vermittelt in einem Land und in einem Leben, das geprägt ist von Kälte, nicht nur während der Zeit, in der das ganze Land in einen Winterschlaf fällt.
Dies ist die stärkste Methapher, mit der Benjamin Lebert in seinem neuen Roman „Im Winter dein Herz“ arbeitet. Ein Bild, das dem Leser auch am Ende des Buches nicht ganz erklärlich wird, das er deuten mag als einen Hinweis auf eine Gesellschaft, in deren Mitte es immer kälter wird und deren Mitglieder sich wie im Schlaf bewegen und in der Gedanken der Wachheit, Aufmerksamkeit und Liebe füreinander nur noch von einigen wenigen gepflegt werden
Unser Gedicht des Monats August
12. Aug
Gestern, am 12. August 2012, jährte sich der Todestag des bekannten Dichters und Malers William Blake zum 185. Mal. Aus diesem Anlass ist unser Gedicht des Monats August “The Blossom” (auf Deutsch “Die Blüte”).
William Blake wurde am 28. November 1757 als Sohn eines Londoner Händlers geboren. Seine erste Dichtung schrieb er bereits mit 12 Jahren, sie sollte 1783 auch seine erste Veröffentlichung sein. Er glaubte stets an die spirituelle Welt. Aus der Bibel bezog er sein ganzes Leben lang die Inspiration für viele seiner Werke. Seiner Frau Catherine, die er mit 25 Jahren heiratete und die für den Rest seines Lebens seine Gefährtin war, brachte er das Lesen und Schreiben bei. Sie half ihm bei der Arbeit an seinen Werken und kolorierte mehrere seiner Kupferstiche.
Rezension zu “Die Betrogenen” von Michael Maar
10. Aug
Wenn einer, der seit vielen Jahren als ein anerkannter und mit viel positiver Kritik bedachter Literaturwissenschaftler mit Büchern und Essays sich einen Namen gemacht hat, nach langer Zeit des Schaffens mit einem eigenen Romandebüt an die Öffentlichkeit tritt, so ist das ein gewagtes Unterfangen, das mit großer Sicherheit von den Kollegen mit Argusaugen beobachtet und ggf. auch kritisiert werden wird.
Michael Maar, 1960 geborener Literaturwissenschaftler und Kritiker, weiß bestimmt um diese Zusammenhänge, denn er ist ja seit langer Zeit Teil eines sozialen Phänomens, das mit dem Wort „Literaturbetrieb“ nur unzureichend beschrieben werden kann.
Zum 50. Todestag von Hermann Hesse
09. Aug
Hermann Hesse wurde 1877 als Sohn eines deutsch-baltischen Indienmissionars geboren und ist heute der weltweit meist gelesene deutschsprachige Autor des 20. Jahrhunderts. Seine Bücher wurden in über 70 Sprachen übersetzt und auf der ganzen Welt etwa 150 Millionen Mal verkauft. Seine erfolgreichsten Romane veröffentliche er nach dem Ersten Weltkrieg, dazu gehörten “Demian“, “Siddhartha“, “Der Steppenwolf“, “Narziß und Goldmund“, “Die Morgenlandfahrt” und sein Werk “Das Glasperlenspiel“, das 1946 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde.
1912 verließ der Schriftsteller Deutschland und zog nach Bern, von wo aus er die deutsche Politik kritisch verfolgte. Während des Ersten Weltkrieges gründete Hesse die Berner Kriegsgefangenfürsorge-Zentrale, die von 1933 bis 1945 Anlaufstelle für unzählige Emigranten war.
Isabel Allende – Unsere Autorin des Monats August
08. Aug
Die chilenisch-amerikanische Schriftstellerin und Journalistin Isabel Allende wurde am 2. August 1942 in Lima, der Hauptstadt von Peru, geboren. Mit 17 Jahren arbeitete sie bereits als Journalistin und Moderatorin einer chilenischen Fernsehsendung. 1962 heiratete sie den Bauingenieur Michael Frías, im darauffolgenden Jahr wurde ihre gemeinsame Tochter Paula geboren, 1966 erblickte ihr Sohn Nicolás das Licht der Welt.
Im Jahr 1982 veröffentlichte sie ihren Debüt-Roman Das Geisterhaus. Das Buch wurde ein Welterfolg und 1993 vom dänischen Regisseur Bille August verfilmt. Als 1992 ihre Tochter starb, war das für sie der schlimmste Schicksalsschlag ihres Lebens. Sie verarbeitete ihn in ihrem Lebensroman Paula, der 1994 erschien.





