Beiträge getaggt mit DDR
Rezension zu “Schnauze Wessi” von Holger Witzel
08. Mrz
Allesamt schon einmal im STERN erschienen, bewegen sich die hier nun als Buch zusammengefassten „Pöbeleien aus einem besetzten Land“ des Leipziger Stern-Journalisten Holger Witzel auf dem schmalen Pfad zwischen scharfsinniger Reportage und vorurteilsbeladener, bissiger Satire.
Seine Kolumnen beschreiben, was eine große Zahl von Bundesbürgern im Osten des Landes wirklich denkt und empfindet bei all der penetranten Musterelternschaft und teilweise krimineller Aufbauhilfe, die ihnen da in der letzten beiden Jahrzehnten aus dem Westen angedient wurden.
Rezension zu “Der deutsche Goldrausch” von Dirk Laabs
29. Feb
Wie kann es sein, so fragt der Autor und Filmemacher Dirk Laabs in diesem gut recherchierten Buch über die Geschichte der Treuhand, die die Vereinigung der beiden ehemaligen deutschen Staaten nach 1989 wirtschaftlich abwickelte, dass nach der Abwicklung von über 10000 Betrieben mit vier Millionen Beschäftigten am Ende drei Millionen Arbeitslose und nur 34 Milliarden Gewinn standen?
Trauer um Christa Wolf
02. Dez
Wie der Suhrkamp Verlag gestern mitteilte, verstarb die renommierte Schriftstellerin Christa Wolf am gestrigen Donnerstag nach langer Krankheit im Alter von 82 Jahren. Sie zählte zu den bedeutendsten deutschsprachigen Autorinnen der Gegenwart und wurde für ihr literarisches Schaffen mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet, darunter der Deutsche Buchpreis, der Thomas-Mann-Preis und der Georg-Büchner-Preis.
Rezension zu “Berlin 1961″ von Frederick Kempe
07. Sep
In einem Geschichtsbuch, das sich liest wie ein Kriminalroman, hat der amerikanische Journalist Frederic Kempe in Berlin 1961 auf über 600 Seiten die Geschichte des Mauerbaus 1961 in Berlin dokumentiert, der sich in diesem Jahr zum 50. Mal jährt. Viele Bücher und Artikel sind in diesem Zusammenhang erschienen. Das vorliegende Buch ist die vielleicht ausführlichste und beste Darstellung eines Geschehens, das in seiner Vorgeschichte und seinen Nachwirkungen die Welt in Atem hielt.
Rezension zu “Entrissen” von Katrin Behr und Peter Hartl
29. Aug
Das erschütternde und bewegende Buch Entrissen zeigt, dass auch 20 Jahre nach dem Ende der DDR vieles aufgearbeitet werden muss, was dort zwischen 1961 und 1989 unter einem Regime geschah, dass trotz aller Schönfärbereien verschiedenster Couleur als eine Diktatur und als ein Unrechtsregime bezeichnet werden muss.
Die Autorin Katrin Behr hat hier mit der Hilfe des Fernsehjournalisten Peter Hartl ihre Lebensgeschichte erzählt. Die 1967 geborene Katrin ist gerade mal vier Jahre alt, als sie eines Morgens von Männern in langen dunklen Mänteln zusammen mit ihrem Bruder zu Hause abgeholt, den Eltern „entrissen“ wird.




