Beiträge getaggt mit Erinnerungen
Rezension zu “Ich fliege über dunkle Täler” von Maximilian Schell
26. Jul
Ein beeindruckender Schauspieler und Zeitgenosse denkt in einem Buch nach über sein Leben. Und er tut das so, dass er eher die dunklen Täler erwähnt und beschreibt, als die Höhenflüge, die er auch erlebt hat. Seine Lebensphilosophie ist, dass man mit jedem neuen Lebenstag, und erst recht je älter man wird, dem Tod einen Augenblick stiehlt.
Und es ist ein Traum, den er als Kind hatte, der immer wiederkehrt im Erwachsenenleben, der ihm Kraft gibt, obwohl er im Traum selbst verfolgt wird.
Rezension zu “Total bedient” von Anna K.
20. Jun
Immer wieder mal hat man schon davon gehört, dass besonders in höherklassigen Hotels die Arbeitsbedingungen für die Servicekräfte besonders schlecht seien. Die freundliche Frau, die seit Jahren in unserem Urlaubshotel am Bodensee morgens unser Zimmer richtet, hat immer wieder angedeutet, in welchem fürchterlichen Zustand besonders Frauen ihre Zimmer und erst recht die Badezimmer hinterlassen. Trinkgeld gibt es selten, das man ja in einem sehr guten Hotel das alles schon mit dem Zimmerpreis für abgegolten hält.
Rezension zu “Ziemlich beste Freunde” von Philippe Pozzo di Borgo
13. Apr
Nach dem überwältigenden Erfolg des gleichnamigen Films wollten so viele Menschen mehr über die Lebensgeschichte von Philippe Pozzo di Borgo erfahren, dass er seine schon 2002 in Frankreich unter dem Titel „Le second souffle“ („Der zweite Atem“) erschienene Autobiographie nun noch einmal unter dem Titel Ziemlich beste Freunde veröffentlicht (auch erhältlich in der Print-Ausgabe). Er hat den bewegenden und erschütternden Text unverändert gelassen und dem Buch ein etwa fünfzigseitiges neues Kapitel mit dem Titel „Der Schutzteufel“ hinzugefügt, in dem er nicht nur die jahrzehntelange Arbeit seines Pflegers Abdel würdigt, die im Film so viele Menschen beeindruckt hat, sondern auch über sein neues Leben mit einer neuen Frau und zwei Töchtern in Marokko berichtet.
Rezension zu “Nachtbuch für Astrid ” von Hansjörg Schneider
10. Apr
„Von der Liebe, vom Sterben, vom Tod und von der Trauer darüber, einen geliebten Menschen verloren zu haben“ handelt dieses schon im Jahr 2000 zuerst veröffentlichte und nun bei Diogenes neu aufgelegte Tagebuch des Basler Schriftstellers Hansjörg Schneider. Ein Jahr lang hat er nach dem frühen Krebstod seiner Frau Astrid im November 1997 an wechselnden Orten schreibend, versucht, seine Trauer in Worte zu fassen, zu begreifen, was seine Frau Astrid für ihn war und wie er nun weiterleben kann. An einer Stelle denkt er an die erste gemeinsame Zeit zurück, die ihm auf einmal wieder ganz lebendig vor Augen steht:




