Beiträge getaggt mit Geschichte
Rezension zu “Ein Staat für Palästina?” von Sari Nusseibeh
29. Mrz
Zu der 2008 ebenfalls bei Kunstmann erschienenen Autobiografie des palästinensischen Philosophen Sari Nusseibeh „Es war einmal ein Land“ schrieb der jüdische Publizist Leon Wieseltier damals in der New York Times Book Review: „Ein zutiefst bewundernswertes Buch eines zutiefst bewundernswerten Mannes. Sari Nusseibehs herausragende Qualitäten, sein Entwurf eines liberalen Nationalismus, sein Eintreten für Gewaltlosigkeit inmitten des Terrors, seine Humanität in einem inhumanen Konflikt sind etwas, was einen verzweifeln lassen könnte, weil es so selten ist.“
Rezension zu “Der deutsche Goldrausch” von Dirk Laabs
29. Feb
Wie kann es sein, so fragt der Autor und Filmemacher Dirk Laabs in diesem gut recherchierten Buch über die Geschichte der Treuhand, die die Vereinigung der beiden ehemaligen deutschen Staaten nach 1989 wirtschaftlich abwickelte, dass nach der Abwicklung von über 10000 Betrieben mit vier Millionen Beschäftigten am Ende drei Millionen Arbeitslose und nur 34 Milliarden Gewinn standen?
Rezension zu “Gedächtnislücken” von Peter Ensikat und Egon Bahr
21. Feb
Es sind nicht die schlechtesten Geschichtsbücher, die in den vergangenen Jahren von verschiedenen ehemaligen Politikern geschrieben wurden. Man denke an die Erinnerungen Helmut Kohls, und vor allen Dingen an die Bücher von Helmut Schmidt, die nicht nur zurückblicken, sondern sich mit hohem Sachverstand und großer Erfahrung auch immer wieder in die aktuellen Debatten einmischen.
Der Aufbau Verlag hat mit Gedächtnislücken ein Gespräch fortsetzen und dann überarbeiten lassen, das im April 2006 stattfand.
Rezension zu “Russische Zone” von Christoph Meckel
06. Feb
Seit vielen Jahrzehnten ist der Schriftsteller Christoph Meckel im bundesdeutschen Literaturbetrieb ein bekannter Name. Ich persönlich erinnere mich an meine Lektüre seines Buches Suchbild. Über meinen Vater, das ich 1980 las und das mit zusammen mit dem etwa zeitgleich erschienenen Buch von Peter Härtling Nachgetragene Liebe mit sehr weiterhalf in meiner eigenen Arbeit an meiner Herkunftsfamilie.
Rezension zu “Israel. Einführung in ein schwieriges Land” von Carlo Strenger
02. Jan
Israel geht seit einigen Jahren durch eine der schwersten Krisen seit der Staatsgründung 1948. Nach außen ist das Land isoliert, selbst bei wohlwollenden Politikern und Intellektuellen in Europa rufen die Entscheidungen der aktuellen Regierung mit dem in aller Welt bei Diplomaten gemiedenen Außenminister Avigdor Lieberman nicht nur großes Unverständnis, sondern mehr und mehr unverhohlene Ablehnung hervor.




