Beiträge getaggt mit Gesellschaft
Rezension zu “Glucken, Drachen, Rabenmütter. Wie junge Menschen erzogen werden wollen” von Inge und Isabel Kloepfer
11. Mai
Isabel Kloepfer, die fünfzehnjährige Tochter der FAS-Journalistin Inge Kloepfer hatte sich schon lange immer wieder gewundert über die Klagen von Erwachsenen, wie gestresst der deutsche Nachwuchs doch sei. Denn sie selbst erlebte das ganz anders. Ihre Vermutung war, dass das daran liege, dass es vornehmlich die Erwachsenen seien, die in einem sich immer wieder selbst schließenden und damit eben auch andere Einsichten ausschließenden Kreis über die Erziehung von Kindern reden.
Rezension zu “Sapere aude! Warum wir eine neue Aufklärung brauchen” von Heiner Geißler
11. Apr
„Wage zu denken“ war der Leitspruch des deutschen Philosophen Immanuel Kant, mit dem er 1784 für die Aufklärung warb. Aufbrechen sollten die Menschen aus ihrer Unmündigkeit und Hörigkeit gegenüber den Obrigkeiten des Absolutismus.
Heute, so Heiner Geißler in seinem neuen Buch Sapere aude (auch erhältlich in der Print-Ausgabe), leiden die Menschen unter einem neuen Absolutismus, dem der Ökonomie und dem religiösen Fundamentalismus des Islam und der katholischen Kirche. Und sie verhalten sich ähnlich unmündig diesen Tendenzen gegenüber. Doch nicht mehr alle Bürger lassen sich diese alles überwuchernden Herrschaft des Kapitalismus gefallen, der fortschreitend die Natur und den Menschen ausbeutet und mit seiner Gesundheit und seinen Lebensgrundlagen und vor allen Dingen denen seiner Nachkommen Raubbau betreibt.
Rezension zu “Kampf dem Kamikaze-Kapitalismus” von David Graeber
05. Apr
Der 1961 geborene und seit einem Rauswurf in Yale nun in London lehrende Ethnologe David Graeber „ist der Mann der Stunde“ (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung). Vor allem durch seine politischen Bücher und sein Engagement bei „Occupy“ wurde der bekennende Anarchist schnell einem großen Publikum auch außerhalb der Bewegung bekannt.
Immer wieder benennt und formuliert er auch in den in diesem Band versammelten bisher verstreuten Essays „Alternativen zum herrschenden System“. Denn „noch immer weigern sich Kapitalisten kollektiv, auch nur die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, ihre Grundannahmen über die Welt zu hinterfragen.
Rezension zu “Gedächtnislücken” von Peter Ensikat und Egon Bahr
21. Feb
Es sind nicht die schlechtesten Geschichtsbücher, die in den vergangenen Jahren von verschiedenen ehemaligen Politikern geschrieben wurden. Man denke an die Erinnerungen Helmut Kohls, und vor allen Dingen an die Bücher von Helmut Schmidt, die nicht nur zurückblicken, sondern sich mit hohem Sachverstand und großer Erfahrung auch immer wieder in die aktuellen Debatten einmischen.
Der Aufbau Verlag hat mit Gedächtnislücken ein Gespräch fortsetzen und dann überarbeiten lassen, das im April 2006 stattfand.
Rezension zu “Ideale. Auf der Suche nach dem, was zählt” von Julia Friedrichs
27. Jan
Die Idee des Buches Ideale. Auf der Suche nach dem, was zählt ist sofort ansprechend. Da macht sich eine junge Frau und Mutter, von Beruf Journalistin, auf die „Suche, nach dem, was zählt.“ Eine Fragestellung, die man auf den ersten Blick dieser Generation, Julia Friedrichs ist 1979 geboren, so gar nicht zutrauen würde, sondern eher älteren Werteverfechtern.




