Drei Fragen an Krimi-Autorin Britta Habekost

In dem neuen Krimi Ein dunkles Spiel, steht zwar der Entführungsfall im Vordergrund, jedoch ist ein Krimi noch viel mehr als nur Ermittlungsarbeit. Mit den Beschreibungen der Tat- und Ermittlungsorte versucht Autorin Britta Habekost die Stadt Mannheim als Kulisse in den Köpfen der Lesern entstehen zu lassen, weil die Stadt als Krimischauplatz zu wenig gewürdigt wird. In “Ein dunkles Spiel” schaut der Leser in menschliche Abgründe und muss sich mit den Gefühlen der Ungewissheit und der Angst auseinander setzen. Klar also, dass die Story Spuren hinterlässt.

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Klaus-Peter Wolf – Unser Autor des Monats

Klaus-Peter Wolf, 1954 in Gelsenkirchen geboren, lebt als freier Schriftsteller in der ostfriesischen Stadt Norden, im gleichen Viertel wie seine Kommissarin Ann Kathrin Klaasen. Wie sie ist er nach langen Jahren im Ruhrgebiet, im Westerwald und in Köln an die Küste gezogen und Wahlostfriese geworden. Seine Bücher und Filme wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Bislang sind seine Bücher in 24 Sprachen übersetzt und über acht Millionen Mal verkauft worden. Mehr als 60 seiner Drehbücher wurden verfilmt, darunter viele für “Tatort” und “Polizeiruf 110”. Sein Roman Ostfriesensünde wurde von den Lesern der “Krimi-Couch” zum “Besten Kriminalroman des Jahres 2010” gewählt.

Im folgenden Kurz-Interview verrät Klaus-Peter Wolf, was ihn am Krimischreiben fasziniert. Das Interview wurde uns vom FISCHER Verlag zur Verfügung gestellt.

Sie sind in den 1960er-Jahren im Umfeld der Arbeiterdichter im Ruhrgebiet aufgewachsen. Wie wird man mit dieser Biografie zum Kriminalschriftsteller?

Klaus-Peter Wolf: Begegnungen mit Schriftstellern wie Max von der Grün haben mich sehr geprägt. Bei ihren Büchern hatte ich zum ersten Mal das Gefühl: So sind Menschen wirklich. Sie haben mir den gesellschaftskritischen Blick und mein Menschenbild vermittelt – dazu zählen auch Bergarbeiterdichter, die heute keiner mehr kennt. Wegen ihnen spielen in meinen Kriminalromanen zum Beispiel auch Malocher wichtige Rollen. Und meine Kommissarin würde nie nach unten treten – eher nach oben.

Trotzdem sind Ihre Kriminalromane nie belehrend …

Klaus-Peter Wolf: Das wäre ja auch wirklich langweilig! Ich erkläre die Welt nicht – ich erzähle sie. Und ich versuche nie, den Leser zu einer bestimmten Haltung zu bewegen. Das brauche ich nicht. Wenn ich über ein gesellschaftliches Thema wie zum Beispiel moderne Beziehungsprobleme schreiben will– von Scheidung bis Patchworkfamilie –, dann verteile ich die verschiedenen Haltungen auf verschiedene Figuren.Da kann der Leser dann selbst entscheiden, welche Position ihm näher ist.

Warum wählt ein Autor, dem Echtheit so wichtig ist, die Fiktion eines Kriminalromans für seine Geschichten?

Klaus-Peter Wolf: Ich weiß, das klingt komisch, aber ich glaube, dass Fiktion der Wahrheit oft viel näher kommt. Im Fernsehen gibt es manchmal „Tatort“-Krimis, die sind echter als die Nachrichten davor – da ahnt man doch oft, dass das nicht stimmen kann, was die Politiker dort erzählen.Ich will aber, dass die Wahrheit gefunden wird, deshalb schreibe ich schließlich Kriminalromane. Da kann ich von unseren Ängsten und unserem Wahnsinn erzählen,viel besser als alle soziologische Fachliteratur. Und ich kann gleichzeitig auch noch Leser unterhalten – das ist meine Leidenschaft. Davon habe ich schon als Achtjähriger geträumt.

 

Ostfriesenmoor

In vielen Kulturen gelten Kraniche als Botschafter des Friedens und Glücks – doch jetzt liegt eine Leiche neben ihrem Brutplatz im Uplengener Moor. Der Mörder hat überaus geschickt mit Hilfe eines Metalldrahtes einen menschlichen Körper nachgeformt und darüber die Haut gespannt. Ann Kathrin Klaasen und ihre Kollegen sind sprachlos, als sie das ganze Ausmaß erkennen, mit dem der Täter hier zu Werke ging. Doch wer tut so etwas? Und vor allem: Wer kann so etwas?

Noch während das Team in Aurich erste Spuren auswertet, wird in Norddeich ein Kind vor der Apotheke entführt. Eine fieberhafte Suche nach einem Entführer und einem Mörder beginnt.

Der neue Roman “Ostfriesenmoor” von Klaus-Peter Wolf ist erhältlich als eBook, Taschenbuch und Hörbuch.

 

 

Kluftingers neuer Fall – Interview mit Volker Klüpfel und Michael Kobr

Am 26. Februar erscheint Herzblut, der neuste Fall von Kommissar Kluftinger aus dem Allgäu. Zur Einstimmung hat Droemer Knaur uns ein Interview mit dem Autorenduo Klüpfel/Kobr zur Verfügung gestellt.

Warum ist Herzblut der beste Kluftinger, “den wo’s je geaba hot”?

Klüpfel: Weil man immer denkt: Der letzte ist der beste. Es ist ein menschliches Grundbedürfnis zu glauben, dass man sich ständig verbessert, sonst könnte man ja gleich aufhören. Und weil’s stimmt.

Kobr: Geh! Der Klüpfel wieder mit seinem Psycho-Schmarrn! Herzblut ist das beste Buch, weil Kluftinger einen irrsinnig spannenden Fall zu lösen hat, eine Mordserie sogar, die sein ganzes Hirnschmalz erfordert. Und weil er privat nicht nur mit vermeintlichen Herzproblemen zu kämpfen hat, sondern auch mit einer Ernährungsumstellung auf gesundes Grünzeug, mit einem Yogakurs bei Doktor Langhammer und obendrein mit einem Telefonat mit Japan! So viele Herausforderungen auf einmal – das gab’s noch nie!

 

An welcher Figur, außer an Kluftinger selber, hängt Ihr Herz besonders und unterscheiden Sie sich da voneinander?

Klüpfel: Bei mir ist es der Maier, der ist wie ein Welpe, der Schutz braucht, immer das Beste will, aber dabei vergisst: Das Gegenteil von gut ist gut gemeint.

Kobr: Welpe… ein ausgewachsener Depp ist das, der Richie! Ich mag – nein, ich schätze – den Langhammer sehr, auch wenn sein Gerede manchmal nur schwer zu ertragen ist. Denn der sorgt mit seiner impertinent besserwisserischen, großspurigen und penetranten Art auch immer wieder dafür, dass es sich Kluftinger in seiner Verschrobenheit nicht allzu bequem macht. Und eine treue Seele ist er allemal – was der sich schon alles von Klufti hat anhören müssen …

 

Ihre Shows haben sich von kleinen Lesungen zur hallenfüllenden Lit-Comedy entwickelt. Was erwartet den Leser da?

Klüpfel: Etwas völlig Neues, Großes. Wir sind gerade dabei, die Show zu konzipieren, es wird eine multimediale Klufti-Comedy werden, mit großem Bühnenbild und erstmals auch in Zusammenarbeit mit einer Regisseurin erstellt. Anspruch ist: Alle Klufti-Fans sollen eine Mordsgaudi haben und alle, die Klufti nicht kennen, auch. Und wir natürlich …

Kobr: Ich hätt’s nicht schöner sagen können.

 

Sie haben inzwischen Ihre eigentlichen Berufe als Lehrer und Journalist an den Nagel gehängt und konzentrieren sich ganz auf das Schreiben. Gute Entscheidung?

Klüpfel: Die beschte, die wo’s je geaba hot.

Kobr: Ja. Diese Entscheidung war eigentlich überfällig und hat unschätzbare Vorteile gebracht: Man kann morgens ausschlafen und muss sich nicht mehr ordentlich anziehen, weil man ja den ganzen Tag nur im Haus bleibt. Spart auch ungeheuer Geld für Kleidung und Schuhe. Nur, dass wir jetzt halt gegenseitig unsere einzigen Kollegen sind – und unsere Chefs obendrein! Das ist schon schwer, manchmal …

 

Dürfen sich die Leser schon auf den nächsten Band freuen, wie geht’s weiter mit Kluftinger?

Klüpfel: Hallo? Ich mein, wir versuchen uns grad unterm Sauerstoffzelt vom letzten Buch zu erholen, jetzt lassen Sie uns doch mal ein paar Tage zum Durchatmen.

Kobr: Na ja, alles zieht sich allmählich zur Hochzeit von Yumiko und Markus zusammen, da gibt es noch viel zu regeln, der Besuch aus Japan steht aus – und ob Kluftis Passat das ewige Leben hat – wer weiß? Und was die Polizeiarbeit angeht: Man weiß nie, welche Leiche dem Klufti als nächstes so auf den Schreibtisch flattert …

 

Wenn Sie nicht grad im Kluftiversum unterwegs sind, was lesen Sie dann?

Klüpfel: Echte Literatur.

Kobr: Gute Krimis. Welche, das verrate ich aber erst, wenn die Leute Herzblut gelesen haben …

 

Jetzt mal ehrlich: Nach all den Jahren – mögen Sie sich noch?

Kobr: Ich weiß, dass Volker sehr zu mir aufschaut, deswegen lasse ich ihn in dem Glauben, dass es bei mir auch so ist.

Klüpfel: Ich weiß, dass Michi mich sehr verehrt, deswegen lasse ich ihn in dem Glauben, dass es bei mir auch so ist.

 

 

 

Herzblut ist schon jetzt bei eBook.de als Buch und als Hörbuch vorbestellbar.

 

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