Beiträge getaggt mit Politik
Rezension zu “Kampf dem Kamikaze-Kapitalismus” von David Graeber
05. Apr
Der 1961 geborene und seit einem Rauswurf in Yale nun in London lehrende Ethnologe David Graeber „ist der Mann der Stunde“ (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung). Vor allem durch seine politischen Bücher und sein Engagement bei „Occupy“ wurde der bekennende Anarchist schnell einem großen Publikum auch außerhalb der Bewegung bekannt.
Immer wieder benennt und formuliert er auch in den in diesem Band versammelten bisher verstreuten Essays „Alternativen zum herrschenden System“. Denn „noch immer weigern sich Kapitalisten kollektiv, auch nur die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, ihre Grundannahmen über die Welt zu hinterfragen.
Rezension zu “Dschihadisten. Feldforschung in den Milieus” von Martin Schäuble
15. Feb
Schon in seinem 2007 veröffentlichten Buch Die Geschichte der Israelis und Palästinenser, einem beispielhaften Buch über einen unendlichen Konflikt, hatte sich der freie Autor und Sozialforscher Martin Schäuble als ein profunder und unabhängiger Kenner der Geschichte und der aktuellen Situation im Nahen Osten gezeigt. Selten konnte man, für Jugendliche, aber für Erwachsene anschaulich aufbreitet, diesen nach wie vor existierenden Konflikt so gut verstehen.
Rezension zu “Das befreite Wort” von Peter Sprong
20. Jan
Seit über zehn Jahren ist er schon erfolgreich als Redenschreiber für Führungspersönlichkeiten in der deutschen Wirtschaft, der Journalist und Autor des vorliegenden Buches, Peter Sprong.
Es trägt den Titel Das befreite Wort und deutet damit schon an, dass es nicht um eine weitere Rhetorikschule geht. Sprong benennt die bekannte Tatsache, dass wirklich gute Reden in unserem Land sehr selten sind und fragt nach den tieferen Gründen für das von ihm „spezifisch deutsches Unbehagen am öffentlichen Auftritt“ genannte Phänomen.
Rezension zu “Israel. Einführung in ein schwieriges Land” von Carlo Strenger
02. Jan
Israel geht seit einigen Jahren durch eine der schwersten Krisen seit der Staatsgründung 1948. Nach außen ist das Land isoliert, selbst bei wohlwollenden Politikern und Intellektuellen in Europa rufen die Entscheidungen der aktuellen Regierung mit dem in aller Welt bei Diplomaten gemiedenen Außenminister Avigdor Lieberman nicht nur großes Unverständnis, sondern mehr und mehr unverhohlene Ablehnung hervor.
Rezension zu “Verhängnisvolle Scham” von Mark Braverman
16. Dez
Verhängnisvolle Scham ist ein mutiges und sich sowohl an Christen wie auch Juden richtendes Werk, das dazu auffordert, gründlich nachzudenken über die eigene Identität und sie zu revidieren. Mark Braverman, der Autor dieses Buches, ist in einer traditionellen jüdischen Familie in den USA aufgewachsen. Geprägt „von der zionistischen Romantik der Rückkehr in das jüdische Heimatland“ waren die Gründung und die Existenz des Staates Israel ein unverzichtbares Merkmal seiner jüdischen Identität. Die Staatsgründung 1948 war für die Juden nach Auschwitz die Erfahrung von Gerechtigkeit und fast so etwas wie Erlösung.




