Beiträge getaggt mit Romane
Rezension zu “Was Liebe ist” von Ulrich Woelk
16. Apr
Ulrich Woelk, der sich als ehemaliger Astrophysiker nach seinem Berufswechsel in die Schriftstellerzunft zunächst in drei „Naturwissenschaftler-Novellen“ mit Einstein, Schrödinger und Joana Mandelbrot befasste, hat nun in seinem neuen Roman zwei Themen meisterhaft zusammengeführt, die ich in dieser Zusammenstellung noch nicht beschrieben gelesen habe.
Eingedenk der Einsicht, dass besonders in Deutschland das Vergangene noch längst nicht vergangen ist, verknüpft er die Geschichten seiner Protagonisten mit der Geschichte der Zwangsarbeiter im Dritten Reich. Wie diese Vergangenheit mit der aktuellen Gegenwart zunächst dunkel und dann im Laufe des Romans immer offensichtlicher werdend, verknüpft ist, muss die männliche Hauptperson des Buches schmerzlich, letztlich aber befreiend erleben.
Als der Mitinhaber der Ziegler-Gruppe, der ledige Roland Ziegler im Jahr 1999, mit dem das Buch beginnt, in Berlin an einer Konferenz
Rezension zu “Die Erdfresserin” von Julya Rabinowich
24. Feb
Julya Rabinowich, 1970 in St. Petersburg geboren und 1977 mit ihrer Familie nach Wien geflüchtet, wurde dort schon mit ihrem Debüt „Spaltkopf“ von der Kritik gefeiert und mit Preisen überhäuft. Auch ihr zweites Buch „Herznovelle“, einer immer wieder von Traumsequenzen und lyrischen Passagen unterbrochenen Erzählung, die nicht anderes tut, als in dramatischen Worten die große Sehnsucht zu formulieren nach einem glücklichen und sinnvollen Leben vor dem Tod, wurde sehr gelobt, auch wenn es etliche eher abfällige Kritiken gab, die die Novelle mit einem literarisch etwas höherwertigen Arztroman verglichen haben.
Diesen Kritikern antwortet sie an einer Stelle in ihrem neuen hier vorliegenden Roman „Die Erdfresserin“, der die Geschichte einer jungen, sehr gebildeten Frau aus der ehemaligen Sowjetunion erzählt, die ihre Heimat verlässt, um im Westen in
Rezension zu “Tal der Herrlichkeiten” von Anne Weber
15. Nov
Schon in ihrem 2010 erschienen Buch „Luft und Liebe“ ging es der 1964 in Offenbach geborenen und in Paris lebenden Schriftstellerin Anne Weber um eine schmerzhafte Suche nach einer verlorenen Liebe.
In ihrem neuen, mit kraftvoller und intensiver Sprache geschriebenen Roman „Tal der Herrlichkeiten“ greift sie den antiken Mythos von Orpheus und Euridyke auf und verlegt ihn in die Gegenwart.
Da ist ein Mann, „bis ihm ein anderer Name besser zu Gesicht steht, soll er Sperber heißen“, der auf ein eigentlich gescheitertes Leben zurückblickt. Er hat seinen Job, seine Frau und sein Kind verloren und hat sich in ein kleines bretonisches Städtchen am Meer zurückgezogen, wo er in einem kleinen Zimmer ein armseliges Leben führt.
Zum 50. Todestag von Hermann Hesse
09. Aug
Hermann Hesse wurde 1877 als Sohn eines deutsch-baltischen Indienmissionars geboren und ist heute der weltweit meist gelesene deutschsprachige Autor des 20. Jahrhunderts. Seine Bücher wurden in über 70 Sprachen übersetzt und auf der ganzen Welt etwa 150 Millionen Mal verkauft. Seine erfolgreichsten Romane veröffentliche er nach dem Ersten Weltkrieg, dazu gehörten “Demian“, “Siddhartha“, “Der Steppenwolf“, “Narziß und Goldmund“, “Die Morgenlandfahrt” und sein Werk “Das Glasperlenspiel“, das 1946 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde.
1912 verließ der Schriftsteller Deutschland und zog nach Bern, von wo aus er die deutsche Politik kritisch verfolgte. Während des Ersten Weltkrieges gründete Hesse die Berner Kriegsgefangenfürsorge-Zentrale, die von 1933 bis 1945 Anlaufstelle für unzählige Emigranten war.
Isabel Allende – Unsere Autorin des Monats August
08. Aug
Die chilenisch-amerikanische Schriftstellerin und Journalistin Isabel Allende wurde am 2. August 1942 in Lima, der Hauptstadt von Peru, geboren. Mit 17 Jahren arbeitete sie bereits als Journalistin und Moderatorin einer chilenischen Fernsehsendung. 1962 heiratete sie den Bauingenieur Michael Frías, im darauffolgenden Jahr wurde ihre gemeinsame Tochter Paula geboren, 1966 erblickte ihr Sohn Nicolás das Licht der Welt.
Im Jahr 1982 veröffentlichte sie ihren Debüt-Roman Das Geisterhaus. Das Buch wurde ein Welterfolg und 1993 vom dänischen Regisseur Bille August verfilmt. Als 1992 ihre Tochter starb, war das für sie der schlimmste Schicksalsschlag ihres Lebens. Sie verarbeitete ihn in ihrem Lebensroman Paula, der 1994 erschien.





