Gastrezension: “Der letzte Engel” von Zoran Drvenkar

Der-letzte-Engel_Zoran-DrvenkarHeute haben wir eine Gastrezension zu Zoran Drvenkars neuem Fantasy-Thriller “Der letzte Engel” von den beiden Buchbloggern Chris und Carla vom Buchblog Imaginary.

Der Autor Zoran Drvenkar wurde 1967 in Kroatien geboren und zog als Dreijähriger mit seinen Eltern nach Berlin. Seit über 20 Jahren arbeitet er dort als freier Schriftsteller und schreibt Romane, Gedichte und Theaterstücke über Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Er wurde für seine Bücher bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet – beste Unterhaltung ist hier also fast schon garantiert…

 

 

Zum Inhalt von “Der letzte Engel”

Motte ist ein ganz normaler Sechzehnjähriger, an einem ganz normalen Sommerabend in Berlin. Bis er diese E-Mail bekommt:

sorry für die schlechte nachricht aber wenn du aufwachst, wirst du tot sein wir wollten nur, dass du das weißt. 

Motte hält das ganze natürlich für einen üblen Witz seiner Klassenkameraden. Doch am nächsten Morgen ist er nicht nur tot und seine Leiche liegt auf seinem Bett, sondern hat sich verwandelt. In einen Engel mit Flügeln auf dem Rücken, aber ohne Herzschlag und Atem.

Gleichzeitig flieht ein zehnjähriges Mädchen, Mona, an der Seite von einem Engel aus der Vergangenheit vor den tödlichen Augen einer Bruderschaft, um Motte zu warnen. Und den Tod ihrer Schwestern durch die Bruderschaft zu rächen. Diese Bruderschaft hat es sich zu ihrer Aufgabe gemacht, die Welt vor einer großen Gefahr zu schützen. Der “Familie” und ihren Experimenten mit Engeln.

Komplexer Roman mit besonderer Spannung:

Es ist unglaublich schwer, diesen Roman zu rezensieren, ohne in irgendeiner Weise zu Spoilern. Aus diesem Grund lässt sich sagen, wenn ihr auf extreme Bildsprache steht, welche ein absolut finsteres und apokalyptisches Buch und Gefühl zaubert, dann ist dieses Buch genau das richtige für euch.

Eine kurze Warnung jedoch noch vorneweg: Es ist nicht immer leicht, bei diesem Buch den Überblick zu behalten. Der Autor springt immer wieder in der Zeit vor und zurück, was das Lesen teilweise etwas anstrengend und holprig macht. Und trotzdem schafft es das Buch eine unglaubliche Spannung aufzubauen und den Leser dabei mit sich zu ziehen. Das schafft Zoran Drvenkar auch durch seine wunderbar bildhafte, aber knappe und immer zutreffende Sprache. Motte erzählt seine Geschichte aus der Ich-Perspektive, ansonsten erzählt ein auktorialer Erzähler.

Am spannendsten wird es allerdings, wenn der Leser über ganze Passagen direkt angesprochen wird:

Stell dir vor, du erwachst und um dein Bett herum stehen sieben tote Mädchen und lächeln dich an. Du willst dir das nicht vorstellen? Dann mach mal die Augen auf. 

Man fiebert mit den Hauptcharakteren, Mona und Motte, mir ihren Besonderheiten mit und erkennt dennoch nicht, wer letztendlich der “Böse” in der Geschichte ist. Die Bruderschaft oder die Familie. Es lässt sich nicht eindeutig sagen. Denn alle handeln ihrer Meinung nach richtiger als die anderen.

Der letzte Engel in kurz: 

  • Unterhaltungswert: Einerseits sehr spannender Fantasy-Thriller, andererseits etwas anstrengend und lange zu lesen
  • Zielgruppe: Alle, die gerne unsere Welt mal aus einer anderen Perspektive sehen möchten und etwas Geduld beim Lesen aufbringen können
  • Seitenzahl: 440 Seiten
  • Verlag: cbj
  • Preis: 13,99 € als eBook (das hier bei uns im Shop zu finden ist)

Ein Gedanke zu “Gastrezension: “Der letzte Engel” von Zoran Drvenkar

  • 16. April 2016 um 12:31
    Permalink

    Klingt nach einem spannenden Fantasy-Thriller. Obwohl ich es nicht mag, wenn der Autor zu-viel Spring, mal sehen, ob es mir gefällt.

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