Gastrezension: Ein ganz neues Leben von Jojo Moyes

Moyes_Ein-ganz-neues-LebenWir freuen uns, euch an dieser Stelle wieder eine wunderbare Gastrezension von Tatze, die man sonst vom Buchblog “Bücherquatsch” kennt, präsentieren zu können. Dieses Mal hat sie den neuen Roman von Jojo Moyes regelrecht verschlungen und prompt für den eBook.de-Blog rezensiert. Lest hier, was es zu der lang ersehnten Fortsetzung von Lou und Wills Lovestory zu sagen, bzw. zu lesen, gibt! 

Kennt ihr das, wenn manchmal Sachen an euch vorbei gehen und ihr euch fragt, wie das denn passieren konnte? Das ist mir letztens passiert, als ich erfahren habe, dass es einen Film zu “Ein ganzes halbes Jahr” und einen weiteren Teil mit dem Titel “Ein ganz neues Leben” geben soll. Ich war so überrascht und hab mich direkt über den Film als auch über Jojo Moyes neuen Roman informiert! Da ich aber in letzter Zeit so viele Bücher gekauft habe, musste das Buch erstmal auf die Wunschliste wandern – natürlich direkt an erster Stelle. Zwei Tage später bekam ich das Angebot von ebook.de mir einen Titel für eine Gastrezension auszusuchen und ich musste nicht lange überlegen, welchen ich da nehme!

Zum Inhalt:

Ein ganzes halbes Jahr hatte sich Lou um Will gekümmert – bis zu seinem Tod. Die Zeit mit Will hat Lou verändert. Doch was ist von der Veränderung nach Wills Tod geblieben? 18 Monate danach arbeitet Lou am Flughafen von London und versucht einfach ihr Leben zu leben. Bis jemand an ihrer Tür klopft, der eine besondere Verbindung zu Will hat.

Meine Gedanken:

Das Buch ist – wie schon “Ein ganzes halbes Jahr” – aus der Sicht von Lou geschrieben. Besonders hat mir gefallen, dass es auch, wie in dem vorherigen Buch, ein Kapitel aus der Sicht einer anderen Figur gab. Ich hätte mich natürlich gefreut, wenn es nicht bei dem einem Kapitel geblieben wäre, aber so war es auch okay. Der Einstieg in das Buch klappte problemlos, obwohl es doch schon zwei Jahre her ist, dass ich den Vorgänger gelesen habe. Man startet an einem Arbeitstag von Lou und ist durch kleine Rückblicke sehr schnell wieder in der Geschichte drin.

Eigentlich hatte ich für mich die Geschichte von Lou nach “Ein ganzes halbes Jahr” abgeschlossen. Will ist tot und Lou lebt jetzt ihr Leben, dass das Leben nach dem Tod eines geliebten Menschen nicht einfach freudestrahlend weiter geht, hab ich irgendwie gar nicht bedacht. Umso froher bin ich, dass ich jetzt erfahren konnte, wie es mit Lou weitergeht. Der Tod von Will wirft sie gehörig aus der Bahn, was sie sich zuerst nicht eingestehen will. Im Verlauf der Geschichte entwickelt sich Lou dann aber weiter. Ich denke, dass Will einfach eine Veränderung von Lou angestoßen hat, die mit seinem Tod aber noch nicht vollendet war – wie im wahren Leben halt auch. Natürlich gab es auch jede Menge wunderschöner Stellen, bei denen ich “ein bisschen” weinen muss. Ach, es war einfach nur schön!

Vom Schauplatz her sind wir vom beschaulichen Stratford in die Großstadt London gezogen, was mir sehr gut gefallen hat, da ich ein großer London-Fan bin. Trotzdem gab es natürlich auch Besuche an die bekannten Schauplätze, die einen wehmütig an “Ein ganzes halbes Jahr” denken ließen.

Die Charaktere kennt man ja schon aus dem ersten Band. Sie haben mir immer noch genau so gut gefallen und wirkten auch wie die Charaktere aus dem ersten Band. Natürlich gab es da auch ein paar neue Charaktere, über deren Beziehung zu Lou ich aber noch nicht mehr verraten möchte und auch die fand ich super! Der Teenager Lily hat mich manchmal mit ihren Allüren absolut in den Wahnsinn getrieben, aber sie ist halt ein richtiger Teenager und hat echt coole Sprüche gehabt. Die Sanitäter Sam und Donna fand ich wahnsinnig lustig und erfrischend. Ach, eigentlich waren alle toll!

Der Schluss des Buches hat mir leider nicht so gut gefallen. Also es laufen schon alle Fäden zusammen, aber ich finde das Ende doch ein bisschen offen. Ich würde so gerne wissen, ob sich Lou nach Will noch einmal wirklich auf eine Beziehung einlassen kann und das wird mir nicht deutlich genug. Klar kann man es aus Lous Entwicklung herauslesen, aber so ein Epilog à la “3 Jahre später” oder so, hätte die Geschichte für mich schöner abgeschlossen.

Fazit:

Ich mag das Buch ganz besonders, weil es keine abgedrehte Lovestory beinhaltet, sondern Geschichten und Probleme aus dem Alltag. Auch wenn ich mit dem Thema Tod noch nicht so direkt konfrontiert wurde, wie Lou, konnte ich mich in ihre Lage versetzen und ihre Entscheidungen verstehen. “Ein ganz neues Leben” ist ein Roman, der das Herz berührt. Da mich das Ende leider nicht überzeugen konnte, bekommt er leider nur 4 von 5 Büchern von mir. Das Buch war aber auf jeden Fall seinen Platz auf meiner Wunschliste wert!

 

Wer sich für den neuen Roman von Joyo Moyes interessiert, findet diesen natürlich bei uns im Shop! Ihr kennt den ersten Teil von Lou und Will noch gar nicht? Dann wird es höchste Zeit für “Ein ganzes halbes Jahr”, den ihr hier findet.

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