Interview mit Rebecca Maly zu “Tausend Wellen fern”

Coverfoto Rebecca MalyRebecca Maly wurde 1978 geboren und arbeitete als Archäologin und Lektorin, bevor sie sich ganz der Schriftstellerei widmete. Die Kultur der Maori lernte sie bereits im Studium kennen. Daraus entwickelte sich eine Faszination, die bis heute geblieben ist. Die Autorin kann sich nichts Schöneres vorstellen, als ferne Länder zu bereisen und deren Kultur kennen zu lernen. Unter ihrem realen Namen Rebekka Pax hat sie bereits erfolgreich mehrere Romane veröffentlicht. Im Interview spricht sie nun über ihre neue Romanreihe “Tausend Wellen fern” und ihr Herz für starke Frauen. 

Deine neue Romanreihe „Tausend Wellen fern“ erzählt die mitreißende Lebensgeschichte der jungen Irin Kaylee, die nach einem Schicksalsschlag beschließt, nach Neuseeland auszuwandern. 1872 war das ein äußerst beschwerliches Vorhaben. Was erwartet Kaylee auf ihrer langen Reise?

Kaylee ist zuvor relativ behütet aufgewachsen. Als Tochter eines Apothekers stammt sie aus der besser gestellten Bürgerschicht Dublins. Was Kaylee vor allem auszeichnet, ist ihre Neugier und das ist auch ihr Vorteil auf der Reise. Sie brennt darauf, Neues kennenzulernen. Im 19. Jahrhundert war eine Seereise oft gefährlich und auch Kaylee lernt das Meer von seiner schrecklichsten, aber auch von seiner schönsten Seite kennen. Auf ihrer Reise lernt Kaylee zudem ungewöhnliche Menschen und fremde Länder kennen. Auch ihr Wunsch neue Heilkräuter zu finden, geht nach einigen Hindernissen in Erfüllung. Schlussendlich ist da natürlich auch noch die Sache mit der Liebe …

Auch deine Romane „Ein Haus am Kahu River“ und „Im Tal des Windes“ spielen in Neuseeland. Verbindet dich persönlich etwas mit dem Land und seinen sagenumwobenen Ureinwohnern?

Ich habe mich schon immer sehr für Indigene interessiert und schon als Jugendliche begonnen mythologische Bücher und Bildbände verschiedenster Kulturen zu sammeln. Mit den Maori kam ich dann intensiver in meinem Studium der Ur- und Frühgeschichte (Archäologie) in Verbindung und die Faszination ist seitdem geblieben.

Rebecca Maly © Ellen Schmauss

Sowohl Kaylee als auch die Protagonistinnen deiner anderen Romane erleben schon früh so manchen Schicksalsschlag und müssen hart für ihre Träume kämpfen. Es scheint, als seien dir starke Frauenfiguren wichtig…?

Mir liegen generell starke Figuren am Herzen, die trotz widrigster Umstände ihren eigenen Weg gehen. Als Historikerin ist mir da allerdings besonders wichtig, dass sie entsprechend ihrer Zeit agieren und nicht wie Menschen aus der Gegenwart in historischem Kostüm wirken.

Als Rebecca Maly verfasst du Lebens- und Liebesgeschichten vergangener Jahrhunderte, als Rebekka Pax blutige Spannungsromane. Schlagen zwei Herzen in deiner Brust?

Tatsächlich sogar drei Herzen, denn ich liebe auch Fantasy. Andererseits liegen diese drei Genres für mich auch nicht so weit auseinander. So baue ich in meine historischen Romane manchmal auch Kriminalfälle ein und in meine Krimis (wie bei Lokes Mond) z. B. germanische Riten und Gesetze. Die Fantasy darf ohnehin alles, solange die geschaffene Welt in sich stimmig ist. Ein Kernelement das sich in fast allen meinen Büchern findet sind mythologische Themen und/oder märchenhaftes.

Gibt es noch weitere Genre, in denen du dich gerne austoben würdest?

Ich würde gerne mal einen düsteren Western im Stil von Dead Man schreiben, was im weitesten Sinne ja auch ein historischer Roman ist.

“Tausend Wellen fern“ erscheint bei Edel Elements, einem reinen eBook-Verlag. War das eine bewusste Entscheidung?

Ja, das war es. Ich hatte Lust auch mal ein reines eBook zu schreiben und dieses Genre ist zudem sehr dafür geeignet.

Das Interview führte Laura Sonnefeld von Edel Elements.

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