Lars Kepler – unser Autor des Monats beantwortet 10 Fragen

Lars KeplerLars Kepler ist das Pseudonym der Eheleute Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Ahndoril. Das Stockholmer Autorenduo hat bereits jeder für sich erfolgreich eigene Romane veröffentlicht, bis sie sich entschieden haben, ihre ganze Energie und Kreativität in ein gemeinsames Schreibprojekt zu stecken. Bereits ihr Debüt Der Hypnotiseur war sensationell erfolgreich und wurde in über 40 Sprachen übersetzt. Es folgten weitere, nicht weniger erfolgreiche Krimis um den Ermittler Joona Linna.

Allein in Schweden sind inzwischen über zwei Millionen Bücher des Autorenpaars verkauft. 2012 wurde “Der Hypnotiseur” von Lasse Hallström für das internationale Kino verfilmt.

Joona Linnas 7. Fall

Lazarus als eBook

Hat Jurek Walter überlebt? Der gefährlichste Serienmörder Schwedens wurde vor Jahren für tot erklärt. Er war bei einem dramatischen Polizeieinsatz von mehreren Kugeln getroffen in den Fluss gestürzt. Seine Leiche wurde jedoch niemals gefunden. Als nun der Schädel von Joonna Linnas toter Ehefrau in der Wohnung eines Grabschänders entdeckt und eine perfide Mordserie aus ganz Europa gemeldet wird, ahnt Joona Linna das Unvorstellbare: Der Albtraum ist nicht zu Ende…

Der neue Thriller kann bei eBook.de als  eBook, Buch und Hörbuch CD erworben werden. Viel Spaß beim Lesen!

10 Fragen an das Autorenduo Lars Kepler

(Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Ahndoril)

Lieblingssatz aus dem Buch:

Schwer zu sagen – wir entscheiden uns für den allerersten Satz: Das weiße Licht des Himmels offenbart die ganze, unverhüllte Grausamkeit der Welt, wie sie schon Lazarus vor seiner Höhle er- schienen sein muss.

Die Stelle im Buch, die am schwierigsten zu schreiben war:

Es gibt zwei kurze Kapitel, an denen wir über einen Monat geschrieben haben. Darin geht es um eine kardiologische Notfalloperation im Karolinska- Krankenhaus. Das war einerseits emotional wirklich anstrengend, aber auch kompliziert wegen der technischen Details. Wir haben beim Schreiben mehrere Ärzte zurate gezogen und müssen heute noch weinen, wenn wir diese Szenen lesen.

Der optimale Soundtrack zum Buch:

Johann Sebastian Bachs Cello Suite Nr. 1 in G-Dur

Der perfekte Ort, um das Buch zu lesen:

Im Bett mit einer Tasse Tee oder einem Glas Wein und möglichst mit jemandem, der einem zur Not die Hand halten kann, wenn es zu spannend wird.

Was darf beim Schreiben auf keinen Fall fehlen – abgesehen von Rechner, Schreibmaschine oder Stift?

Wir brauchen vor allem einander. Unsere gesamte Kreativität als Lars Kepler basiert darauf, dass wir uns ständig austauschen und uns gemeinsam die Geschichten, Wendungen und Personen ausdenken.

Was ist schöner: den letzten Satz zu Ende gebracht zu haben oder das fertige Buch in Händen zu halten?

Den letzten Satz geschrieben zu haben. Dieses Gefühl lässt sich kaum in Worte fassen. Man hat schließlich eine ganze Weile mit den Figuren aus dem Buch gelebt, ihre Erfahrungen geteilt, mit ihnen gelitten. Wenn wir ein Buch beendet haben, fühlt es sich immer an, als würden all unsere Gefühle, Ängste und unsere ganze kreative Energie in dem Buch stecken. Man fühlt sich ziemlich leer, aber auf eine gute Art – und gleichzeitig kommt es uns jedes Mal so vor, als könnten wir nie wieder eine gute Story oder auch nur einen spannenden Satz zu Papier bringen.

Wer oder was hilft, wenn es mal schwierig ist, weiterzuschreiben?

Das passiert uns zum Glück fast nie, weil wir ständig über unsere Geschichten sprechen und uns so immer wieder gegenseitig auf neue Ideen bringen und neue Anstöße geben. Auf die Art geht uns die Inspiration nicht verloren. Wir wissen aber, dass das ziemlich ungewöhnlich ist. Bevor wir angefangen haben, unsere Bücher gemeinsam zu schreiben, hätten wir uns das auch nicht vorstellen können. Wenn wir doch mal in einer Story feststecken, gehen wir einen Schritt zurück, sehen uns die Geschichte noch einmal genau an und finden gemeinsam raus, wo es hakt.

Was war zuerst da: die Story oder eine Figur aus dem Buch?

Charaktere und Handlung gehören zusammen und entstehen gemeinsam in unseren Köpfen. Stück für Stück kristallisiert sich beim Schreiben heraus, was genau wir unseren Lesern erzählen wollen. Ein Bildhauer hat es mal sehr richtig erklärt: Wenn du ein Pferd aus einem Marmorblock erschaffen willst, musst du einfach nur die Teile vom Block abschlagen, die nicht zum Pferd gehören.

Lieber akkurat durchplanen oder erst mal drauflosschreiben?

Krimis funktionieren nur, wenn der Plot bis ins letzte Detail stimmt. Von daher fangen wir immer mit einer sehr detaillierten Planung an. Wenn der Plot dann steht, ist das wie ein Grundakkord, zu dem wir beim Schreiben improvisieren können – das ist die Magie, so entsteht der Schreibfluss.

Wer das Buch liest, denkt sich nach der letzten Seite …?

Hoffentlich: Was für eine tolle Reise! Ich habe die Welt um mich herum völlig vergessen. Mehr davon!

Dieses Interview wurde uns mit freundlicher Genehmigung von Bastei Lübbe zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

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