Rezension zu “Liebe ist was für Idioten. Wie mich” von Sabine Schoder

24064923_24064923_xlHeute haben wir erneut eine Rezension von einer Gastbloggerin für Euch. Nicole bloggt auf Favolas Lesestoff und hat für uns Sabine Schoders Debütroman gelesen. Eine Liebesgeschichte, die so echt ist, dass sie weh tut – und so berauschend, dass sie süchtig macht. Sabine Schoder, Jahrgang 1982, hat Graphikdesign in Wien studiert und einige Partys in dunklen Bars gefeiert. Ob sie, wie Buchprotagnostin Viki, ihren Jay Feretty dort gefunden hat, bleibt ein Geheimnis. Heute lebt sie fernab vom Großstadttrubel in Vorarlberg. Wir wünschen Euch viel Spaß mit der Rezension!

Ich muss ehrlich sagen, dass ich gedachte habe, mit Liebe ist was für Idioten. Wie mich. eine gewöhnliche Liebesgeschichte für Jugendliche in der Hand zu halten. Dass mich Sabine Schoder dann mit ihrer Story dermassen in den Bann und mit ihrem Schreibstil total überzeugen konnte, hätte ich nicht erwartet. Klar, viele Fakten habe ich schon irgendwo anders einmal gelesen, doch die Autorin hat es geschafft, diese so aufzugleisen, dass ich sie nicht mit anderen Werken vergleichen konnte oder wollte.

Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive der 17-jähirgen Viki. An ihrem Geburtstag braucht ihre beste Freundin einiges an Überzeugungskraft, damit sie Viki dazu bewegen kann, mit ihr auszugehen. Im Black trifft sie dann auf Jay, den Frontmann der gefeierten Band Major Malfunction. Doch er ist ihr alles andere als sympathisch, denn er scheint wirklich alles zu haben – vor allem genügend geifernde Fans. Warum sie dann mit ihm erst einen Joint raucht und dann am nächsten Tag in seinem Bett aufwacht, kann sie sich überhaupt nicht erklären ….

Die beiden sind interessante und facettenreiche Charaktere und obwohl sie noch jung sind, hat das Schicksal bei beiden schon heftig zugeschlagen. So erleben wir hautnah, wie Viki ihre Vergangenheit zu verarbeiten und ihre Familiensituation auszuhalten versucht und gleichzeitig von einem neuen Gefühlschaos überrollt wird. Mit ihrem Schreibstil hat Sabine Schoder es geschafft, mich sofort in die Geschichte zu ziehen, so dass ich an den Seiten des Buches hing und es kaum mehr aus der Hand legen konnte. Sie schreibt auf der einen Seite locker und flüssig, auf der anderen Seite jedoch auch sehr intensiv. Die jugendliche Sprache wird mit bildhaften Metaphern und zum Teil sogar beinahe poetischen, oft sehr kurzen Sätzen angereichert, so dass sich das Debüt von Sabine Schoder für mich zu einem richtigen Lesegenuss entwickelte.

Ganz toll gelungen empfand ich auch die Kapitelüberschriften, die immer schon im Voraus neugierig machten und zum Spekulieren anregten. Doch die Autorin punktet nicht nur mit ihrem tollen Schreibstil, den interessanten Charaktere und der schönen Liebesgeschichte, nein, sie lässt auch viel Humor mit einfliessen. Mit der oft eingebauten Situationskomik und dem zum Teil bitterbösen Sarkasmus bringt sie nochmals mehr Würze ins Buch. So kann ich euch Liebe ist was für Idioten. Wie mich. nur ans Herz legen. Es ist ein packendes Buch, das unter die Haut geht.

Fazit:
Ein fesselndes Buch, das für mich alles für ein Lesehighlight hat: Emotionen, Drama, Spannung, Humor und vor allem einen außerordentlichen Schreibstil. Seid also keine Idioten und gönnt euch das Debüt von Sabine Schoder!

Der Debütroman ist im Juli 2015 im Fischer Verlag erschienen und als eBook, Taschenbuch, Hörbuch und Hörbuch-Download in unserem Shop erhältlich.

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