Interview mit Autorin Kari Köster-Lösche

Exklusiv bei eBook.de ist nun die Roman-Trilogie “Die Sachsen-Saga” von Kari Köster-Lösche erhältlich. Mit dieser kommen Fans historischer Romane garantiert auf ihre Lesegenuss-Kosten!

Autoreninterview_Kari-Köster-Lösche

Die drei eBooks “Das Blutgericht”, “Donars Rache” und “Mit Kreuz und Schwert” gibt es zur Zeit im Paket für nur 12, 99€ zu erstehen. Im Interview mit der Lektorin Susanne Schmitz aus dem dotbooks Verlag, indem die drei einzelnen Romane erschienen sind, führt die Autorin ein in die düstere Welt des Mittelalters: „Was dachten Menschen, die von der Pest befallen wurden? War es die Strafe Gottes oder doch etwas anderes? Das ist ein ausgesprochen spannendes Kapitel der Geschichte.“

Sachsen-Saga_Kari-Koester-LoescheLiebe Kari Köster-Lösche, Sie sind studierte Tierärztin und ausgewiesene BSE-Expertin – und eben Autorin für historische Romane. Wie kam es zu dieser spannenden Kombination?

Ich war Wissenschaftlerin in einem Forschungsinstitut, also nicht Tierärztin in einer Klinik oder Praxis. Es sind, wie ich finde, Fantasie und Neugier (i.S. von Wissbegier), die man sowohl in der Forschung als auch als Autorin braucht. Bei beidem muss man eine Vorstellungskraft zu Dingen entwickeln, die es noch nicht gibt. Der historische Roman als mein Schwerpunkt ergab sich daraus, dass ich in Bakteriologie promoviert habe und mich besonders dafür interessierte, wie die Menschen im Mittelalter mit Infektionserkrankungen umgingen. Was dachten Menschen, die von z.B. der Pest befallen wurden? War es die Strafe Gottes oder doch etwas anderes? Das ist ein ausgesprochen spannendes Kapitel der Geschichte.

Auch Protagonistin Gunhild ist Tierärztin. Steckt da ein Teil von Ihnen selbst drin?

Sicherlich haben alle Autoren Romanfiguren, die Charakterzüge des Schreibers enthalten, das ist bei mir nicht anders. Hinzu kommt aber ein rein praktischer Vorteil: Bei allem, was der Autor aus eigener Erfahrung kennt, schreibt er authentisch. Ohne aufwändige Recherche darf er sicher sein, auf diesem Gebiet besser Bescheid zu wissen als die meisten seiner Leser. Ich finde es schrecklich, wenn ich in Romanen anderer Autoren entdecken muss, dass sie sich auf dem Gebiet, über das sie schreiben, nicht auskennen.

Gunhild gerät immer wieder in den Konflikt „Liebe in der Vergangenheit“ gegen „modernes Leben in der Gegenwart“. Wir verraten den Lesern an dieser Stelle natürlich nicht, wie es ausgeht. Wie hätte sich denn Kari Köster-Lösche entschieden?

Das ist eine schwierige Frage. Die Antwort ist wohl hauptsächlich abhängig davon, ob eine zeitreisende Person im Roman die Kenntnis unserer heutigen Errungenschaften und unseres Wissens in die Vergangenheit mitnimmt oder nicht. Allerdings: Selbst wenn ich z.B. eine infizierte Wunde mit den Hilfsmitteln der Vergangenheit zufriedenstellend behandeln könnte – ohne Waschmaschine möchte ich doch nicht leben. Ich würde vermutlich versuchen, meinen Geliebten in die heutige Zeit zu beamen.

Über ein Zeitreise-Portal verbinden Sie eine Handlung in der Gegenwart und eine in der Vergangenheit. Wäre die Zukunft, also dann eher Science-Fiction, auch etwas für Sie?

Nein. Ich tummele mich schon auf mehreren Gebieten: Mittelalter, klassisch griechische Zeit, Alt-Sachsen, Friesen, Bakterien, Seefahrt (Segeln). Und da für mich die Authentizität ein ganz, ganz wichtiger Punkt beim Schreiben ist, werde ich mich auf keine Plattform wagen, von der ich nicht das Geringste verstehe.

Kari_Koester-Loesche_(c)privatIhre Bücher erscheinen auf diversen Sprachen, darunter Englisch, Spanisch und Französisch aber auch Arabisch, Finnisch und Japanisch. In welche Sprache würden Sie gerne noch übersetzt werden?

Ich wünsche mir, dass meine Wikingerkrimis ins Schwedische oder Norwegische übersetzt würden; die Heimat meiner Kindheit war Schweden, mein Vorname ist norwegisch, mich verbindet also viel mit Skandinavien. Andere meiner Romane spielen in Italien, Griechenland und Portugal, aber Übersetzungen fehlen noch. Ein Wunsch ist mir jedoch schon in Erfüllung gegangen: Die Übersetzung meiner Hansen-Krimis in die friesische Sprache der Nordseeinseln und Halligen ist im Gange.

(Copyright Interview: dotbooks Verlag)

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