Interview mit Autor Andreas Welter

Andreas Welter-Wenn Maenner tun, was Frauen wollen“Wer andere allzu dolle liebt, hat am Ende womöglich zu wenig Liebe für sich selbst übrig!”

Ein Gespräch mit Andreas Welter über Aussteiger, Beziehungen und seinen Roman Wenn Männer tun, was Frauen wollen, der zur Zeit exklusiv bei uns im Shop als eBook.de Edition erhältlich ist.

Lieber Andreas Welter, in Ihrem Roman “Wenn Männer tun, was Frauen wollen” geht es um Jürgen, einen frustrierten Ehemann und Vater, der mit seiner Frauenbande nicht mehr zurechtkommt. Schreiben Sie aus eigener Erfahrung?
Sagen wir aus eigener Beobachtung, ich habe immer rechtzeitig die Notbremse ziehen können – auch da haben mich manche Erfahrungen im Familienclan klüger gemacht. Manchmal hätte ich den Protagonisten meines Buches, Jürgen, nur schütteln mögen!

Mir hat das Buch sehr deutlich vor Augen geführt, dass es echt nette Kerle gibt, die einfach immer falsch verstanden werden. Jürgen liebt seine Frau, ihr Hüftgold inklusive, aber sie erkennt das gar nicht. Sehen Sie so moderne Beziehungen?
Ich persönlich glaube eher, dass es verdammt gefährlich ist, zu „gut“ zu sein. Gerade starke Frauen nehmen das gern als Zeichen von Schwäche und begegnen Ihren Männern dann nicht mehr auf Augenhöhe. Das muss auch Jürgen erfahren. Ich bin überzeugt: Wer andere allzu dolle liebt, hat am Ende womöglich zu wenig Liebe für sich selbst übrig. Das gibt ’ne ganz schlechte Aura.

Jürgen versucht, aus seinem scheinbar gescheiterten Leben auszubrechen – ähnlich wie Sie aus Ihrem ausbrachen und statt einer Bankerkarriere ein freies Leben auf Mallorca leben. Wieso gelingt Ihnen das, Jürgen aber nicht?
Da gibt es einen gewaltigen Unterschied: Ich bin nicht abgehauen, weil etwas voll in die Hose ging, sondern weil ich etwas Neues ausprobieren wollte. Manchmal zu viel auf einmal, kann schon sein, andererseits ist es schon toll, sich nicht nur darauf zu freuen, was es morgen zu essen oder im Fernsehen gibt. Ich tue etwas, ich liebe Bewegung im Kopf und mit dem Body – das schließt das Thema Frauen mit ein.

Sie sind ein Multitalent: Sie geben Kurse für Frauen, stehen in einer Doku-Soap vor der Kamera – und Sie schreiben. Wie kam es zu diesem Mix im Allgemeinen und zum Schreiben im Speziellen?
Wir sind eine große Familie, und irgendwie steht man da immer auf der Bühne und im Wettbewerb und hilft sich aber auch, wenn es einen von uns mal böse erwischt. Die Welt da draußen ist für mich manchmal wie ein Zoo, dem ich mich mal als Wärter und mal als Mit-Affe nähere. Schon spannend, wie Menschen sich in bestimmten Situationen verhalten, sei es im noblen Bankhaus oder beim Survival Trainung oder vor der Kamera des einen oder anderen TV-Senders. Und jetzt halt auch beim Schreiben.

Auf Mallora bringen Sie Frauen wichtige männliche Überlebensstrategien bei. Nach der Lektüre von “Wenn Männer tun, was Frauen wollen” hat man als Leser allerdings den Eindruck, Sie sollten lieber Männern weibliche Tricks beibringen. Wäre das eine Marktlücke?
Jetzt mal ehrlich: Wenn ich mir die Frauen in meinem Clan anschaue, dann wird mir über sage und schreibe jetzt vier Generationen hinweg klar, dass starke Frauen das Zepter weitergeben, und die Kniffe und die E-Book-Empfehlungen auch. Also waren, sind und bleiben die für mich die besten Multiplikatoren.

Vielen Dank Andreas Welter für das Gespräch!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.