Interview mit Anna Becker zu “Paradiesisch für Anfänger”

Paradiesisch-fuer-anfaengerEs ist eine schon fast romantische Vorstellung – Als Romanautor sein eigener Herr sein, frei einteilbare Arbeitszeiten haben, ein großer Schreibtisch mit Blick ins Grüne und am Ende das eigene Werk in den Händen halten. Aber was, wenn sich kein Verlag findet, oder das Verlegen eines Manuskripts in Knelbelverträgen endet? Gut, dass es heute die großartige Möglichkeit gibt, das Schicksal eines Buches (oder eBooks) selbst in die Hand zu nehmen. Die Rede ist vom Selfpublishing beispielsweise über tolino Media. Eine Autorin die diesen Weg schon seit einiger Zeit erfolgreich geht ist, ist die Fiction-, Mystery- und Liebesrom-Anautorin Anna Becker, die uns mit diesem Interview einen kleinen Einblick in das Leben selbstbestimmter Schriftsteller gibt.

Guten Tag, Anna Becker. Dein im Juni 2015 herausgekommenes Buch heißt “Paradiesisch für Anfänger“. Das klingt ja viel versprechend. Um was geht es in diesem Roman?

Es geht um den etwas steifen Engländer Henry, der eine Karibik-Reise gewinnt. Vollkommen entnervt nach dem langen Flug ist er nicht gerade begeistert, als er merkt, dass am Flughafen kein Mitarbeiter des Hotels „Fantastique“ auf ihn wartet. Dementsprechend brummelig nimmt er sich ein Taxi, und nach einer regelrechten Horrorfahrt trifft er im Hotel ein und legt sich gleich mit Adeline an, der Tochter der Inhaberin, die ihn aufgrund einer Reifenpanne nicht abholen konnte. Zwischen den beiden ist Ärger vorprogrammiert. Zu allem Übel ist auch Adelines Mutter verschwunden, und die junge Frau muss nun alleine mit Henry klarkommen. Wie sie das schafft, kann man in „Paradiesisch für Anfänger“ lesen!

Angefangen hat deine Karriere als Autorin mit einer Science-Fiction Geschichte, in der es um Zeitreisen geht. Zeitreisen sind nicht unbedingt ein neues Thema. Was ist Besonderes an deiner Geschichte?

„Die Zeitreise-Agentin“ könnte man als esoterisches Science-Fiction beschreiben. Zeitreisen erfolgen durch Kraftorte und Gedankenkraft. Die Protagonistin Carine Lefevre besitzt nicht nur das dafür erforderliche Talent, sondern entwickelt auch außergewöhnliche Gaben, wie das Sehen von Auren. „Der Zeitreisen-Detektor“ und „Das Zeitreisen-Imperium“ komplettieren die Trilogie, die ich allerdings nicht über den Verlag, sondern als Self-Publisherin herausgebracht habe. Der Klappentext zu deinem Mystery-Roman »Waldhotel« klingt wirklich unheimlich. Wie kommst du auf solche Ideen? In vielen Fällen sind mir die Ideen zu meinen Geschichten im Traum erschienen, bzw. in der Aufwachphase. Aber bei „Waldhotel“ war das anders: Ich habe dort Urlaub gemacht. Natürlich sind diese paranormalen Dinge nicht vorgekommen – doch ich stellte mir vor, was in einer „geschlossenen Gesellschaft“ (kleines Hotel, wenig Gäste) hoch oben auf einer Alm in der Schweiz passieren könnte, wenn sich derartige Phänomene ereignen.

Du hast bisher 16 Bücher veröffentlicht. Das Jüngste ist im Januar 2016 erschienen. Wie schaffst du es, so viele Bücher zu schreiben? Schreibst du ganztags?

Tatsächlich sind es 19 Bücher – zwei haben im AAVAA-Verlag das Licht der Öffentlichkeit erblickt („Die Zeitreise-Agentin“ und „Götter, Wesen & Dämonen“), die anderen 17 habe ich als Self-Publisherin veröffentlicht. Zudem habe ich bei diversen Anthologien mitgemacht. An einigen Romanen habe ich parallel gearbeitet. Dazu kommt, dass ich sehr schnell schreibe – das stammt von der jahrelangen Tätigkeit als Werbetexterin, da musste man ganz fix sein. Wenn ich es zeitlich schaffe, arbeite ich auch ganztags.

Du hast früher in der Werbung gearbeitet. Hilft dir das bei der Vermarktung deiner Bücher?

Auf jeden Fall. Wie oben erwähnt – ich war Werbetexterin, daher fällt es mir besonders leicht, Headlines und ebenso Bildideen für die Posts zu entwickeln. Zwei Bücher hast du beim AAVAA-Verlag herausgebracht, die anderen als Self-Publisher.

Warum?

Ich hatte dem AAVAA-Verlag das Manuskript zur „Zeitreise-Agentin“ geschickt – und es wurde angenommen. Danach auch die Kurzgeschichten-Sammlung „Götter, Wesen & Dämonen“. Als ich jedoch entdeckte, dass man seine Bücher auch als Selfpublisher verlegen kann, war ich begeistert, denn man ist dadurch unabhängiger und kann schneller veröffentlichen.

Schreibst du schon an einem neuen Buch?

Ja – an einer Liebesgeschichte mit paranormalem Touch.

Was möchtest du uns sonst noch erzählen?

Erwähnenswert wäre, dass zwar „Die Zeitreise-Agentin“ offiziell mein erster veröffentlichter Roman ist – aber „Ruf der Karten“, ein magischer Tarotroman, ist die erste Geschichte, die ich je geschrieben habe. Mein inoffizielles Debüt sozusagen.

Vielen Dank für das Interview, Anna Becker. Weiterhin viel Erfolg mit deinen Büchern.

Das Interview wurde geführt von Ann-Bettina Schmitz (Hier gehts zu Ihrem Blog: lesen.abs-textandmore.de)

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