Interview mit Autor Dan Adams zur Western-Serie “Three Oaks”


Coverfoto_ThreeOaksSchurken, leichte Mädchen, echte Saloon-Stimmung mit Kneipenprügeleien, Schießereien und jeder Menge Intrigen – das alles erwartet die Leser der Western-Serie “Three Oaks” von Romanautor Dan Adams. Die bislang 6 Folgen der Reihe erschienen als eBook bei Bastei Entertainment. Den ersten Band “Ritt durch die weiße Hölle” gibt es gerade zum Schnapperpreis von 0,99 Euro.

Unsere Empfehlung? Gleich mal reinlesen und abtauchen in den Wilden Westen! Und wer jetzt noch unschlüssig ist, kann hier das Interview mit Dan Adams über die Entstehung von “Three Oaks” und darüber, was der Autor mit Karl May verbindet, lesen. 

Sie haben die eBook-Serie “Three Oaks” geschrieben. Können Sie uns kurz erzählen, worum es in der neuen Western-Serie geht?

In erster Linie geht es um die Bewohner der Goldgräberstadt Three Oaks, das in der Vergangenheit einen Goldrausch erlebte, nun aber seit Jahren im Niedergang begriffen ist. In “Three Oaks” leben nur noch die Leute die nicht weg können, oder aus bestimmten Gründen nicht weg wollen. An diesen Ort verschlägt es den Arzt Allan Kerrish, der aus Santa Fè fliehen musste und die Gelegenheit nutzt in Three Oaks unterzutauchen. Unterwegs rettet er Catherine Archer das Leben, der Frau eines Minenbesitzers, die bei einem Überfall angeschossen wurde. Ihr Mann wurde ermordet. Ihr Eintreffen in Three Oaks und das Wissen, dass sich die Mörder Ihres Mannes ebenfalls in der Stadt aufhalten löst eine Lawine von Ereignissen aus, bei der auch die alten Feindschaften der Bewohner wieder aufbrechen.

Was verbinden Sie persönlich mit dem Wilden Westen?

Ich habe als Kind schon unglaublich gerne Western geguckt. Ich erinnere mich da an eine Fernsehserie die Western von gestern hieß, die ich immer mit meinem Opa angesehen habe. Vielleicht kennt der ein oder andere Leser die Serie noch. Damit hatte das damals angefangen. Zu Karneval als Cowboy verkleiden, das war ein muss. In meinem Kinderzimmer stand lange Zeit eine Westernstadt. Und diese Begeisterung hat sich mal mehr, mal weniger über die Jahre erhalten.

Karl May hat seine Bücher geschrieben, ohne jemals selbst im Wilden Westen gewesen zu sein. Wie sieht es bei Ihnen aus?

Das verbindet mich mit ihm, ich war leider auch noch nicht da. Natürlich reizt es mich einmal nach Colorado und in die Rocky Mountains zu reisen. Und irgendwann werde ich diesen Traum auch sicher verwirklichen. Zur Recherche habe ich die hiesigen Bibliotheken geplündert. Jeder Bildband der mir in die Finger kam wurde zur Ausgestaltung der Geschichte herangezogen.
Auch das Internet war dahingehend sehr hilfreich.

Wir alle sind mit Büchern und Serien über den Wilden Westen aufgewachsen. Was unterscheidet Ihre Serie von denen aus unserer Kindheit und Jugend?

Ich glaube früher waren die Rollen klarer definiert. Es gab gut und böse, schwarz und weiß. Das änderte sich dann mit den Western von Sergio Leone, in denen selbst die Helden eigentlich nur Halunken waren. Das hat mir sehr gut gefallen. Tatsächlich inspiriert haben mich dann aber Serien wie Deadwood oder Hell on Wheels. Die Figuren haben ein Ziel, wie immer das auch aussieht und ihnen ist egal mit welchen Mitteln sie es erreichen. Keiner ist wirklich schlecht, oder wirklich gut. Sie agieren wie reale Menschen. Das versuche ich mit Three Oaks ebenfalls umzusetzen. Zudem ist es mir wichtig, dass das Setting so realistisch wie möglich ist. Dazu gehört auch die Teils derbe Sprache der Charaktere. Das mag manchen vielleicht stören, aber ich denke mir das so: Wenn man in der Wildnis, irgendwo in den Bergen überleben will, dann achtet man nicht auf seine Umgangsformen und verroht vielleicht sogar im Laufe der Jahre. Manchem Leser ist das sicher aufgefallen. Charaktere wie Kerrish oder Catherine Archer drücken sich meist sehr gewählt aus, während der Saloonbesitzer Twissle, da eher grob gestrickt ist. Weiterhin war es mir wichtig den Nebenfiguren genügend Raum zu geben um sich entwickeln zu können. Dadurch ist es mir hoffentlich gelungen Three Oaks zu einer lebendigen Stadt werden zu lassen. Jede Figur trägt auf ihre Weise zur Haupthandlung bei, die sich über die kompletten sechs Folgen erstreckt.

Klingt nach einer perfekten Lektüre an einem langen Sommerabend…

… am besten neben einem geöffneten Kühlschrank, die Geschichte spielt ja schließlich im tiefsten Winter…

Vielen Dank für das Interview! Die letzten Worte gehören Ihnen:

Ich möchte die Gelegenheit nutzen um mich bei Simon Jäger zu bedanken, der es mit seiner Stimme so wunderbar versteht meinen Figuren Leben einzuhauchen.
Ich wünsche allen Westernfans viel Freude beim Lesen oder Hören meiner Serie. Wer mir schreiben möchte, Fragen oder Anregungen hat, findet mich auf Facebook unter Dan Adams, oder über meine Webseite www.featherminds.de. Auf Wiedersehen in Three Oaks.

Ritt durch die weiße Hölle“, der erste Band der “Three Oaks”-Reihe, ist derzeit auf 0,99 Euro reduziert. Der aktuellste Band “Cahills Männer” erschien im März dieses Jahres für 2,99 Euro.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.