Interview mit Jennifer Wellen

jennifer-wellen-liebe-ist-wie-eine-goodiebagDen neuen Roman “Liebe ist wie eine Goodie Bag” von Autorin Jennifer Wellen gibt es zurzeit exklusiv bei uns im Shop. In der turbulenten Liebeskomödie erfreuen wir uns an Zaras Talent zum Aufspüren von Fettnäpfchen und ihrer verzweifelt-chaotischen Suche nach der großen Liebe.

Denn ein paar Dinge gibt es, die jede Frau gerne hätte: einen Mann, der sie liebt, eine richtig gute Figur und einen Job, in dem sie entspannt von einem Erfolg zum anderen hüpft. Ja, das alles wäre schön – doch das Leben ist keine Goodie Bag. Und so kommt es, dass Zara zum Kummer-Speck neigt und ihr bester Freund mehr Chancen bei den Herren der Schöpfung hat als sie. Es geht um Liebe, Chaos und jede Menge Männer, die immer dann auftauchen, wenn frau es am wenigsten gebrauchen kann:

 

Sie kommen beruflich nicht aus der Modebranche – wieso haben Sie Ihren Roman “Liebe ist wie eine Goodie Bag” dennoch dort angesiedelt?

Oje, das kann ich gar nicht so genau sagen. Ich hatte zuerst die Idee, eine Geschichte über einen Zahlendreher zu schreiben. Als ich dann den Plot entwickelt habe, war plötzlich die vermasselte Flyeraktion mit der falschen Telefonnummer sowie die Agentur da. Da ich jedoch keine Werbeagentur nehmen wollte, da ja so viel Romane in Werbeagenturen angesiedelt sind, habe ich spontan an eine Modelagentur gedacht. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass ich ein Riesenfan von Heidi Klum und „Germanys Next Topmodel“ bin. Und plötzlich war auch Zara als meine Protagonistin als Bild in meinem Kopf. Eine Frau, die mit Mode nicht so viel am Hut hat, aber im Modebusiness arbeitet. Also habe ich recherchiert, Bücher über das Business gelesen und Leute befragt, die in Agenturen arbeiten. Mich hat die fertige Idee am Ende überzeugt, sodass es mir Spaß gemacht hat, die Geschichte zu schreiben. Plötzlich hatte ich jeden Tag Topmodel-Time. Ich bin mal gespannt, ob es meinen Lesern genauso geht, denn ich denke, wer GNTM mag, wird auch dieses Buch gerne lesen.

Zara ist eine Kämpferin. Trotz persönliche Tragödien und beruflicher Rückschläge gibt sie immer alles. Steckt etwas von Ihnen selbst in dieser Figur?

Oh ja. Wir zwei könnten auch Schwestern sein (vor allem was den Wein, das Eis und den Hund betrifft). Mein Motto ist: VON NICHTS KOMMT NICHTS. Nicht nur, dass ich sehr ehrgeizig bin, ich bin auch oft erstaunt, wie diszipliniert ich sein kann. Ich stehe zum Beispiel am Wochenende um halb sechs auf, um zu schreiben. Das würde ich sonst neben meinem Fulltime-Job, Kind und Haushalt nicht mehr hinbekommen. Aber ich will schreiben und ich will gelesen werden, also Hintern hoch und Zähne zusammenbeißen. Mein zweites Motto ist: GEHT NICHT, GIBT´S NICHT. Natürlich erleide ich ebenso wie Zara im Buch gelegentliche Rückschläge. Oder lande in einer Sackgasse wie Eva. Doch davon lasse ich mich nur kurz beeindrucken und dann suche ich mir einfach einen anderen Weg.

Zara und Maarten spielen sich gegenseitig böse Streiche. Würden Sie selbst auch zu solchen Mitteln greifen?

Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht auch schon mal wie Zara ein Pizzataxi bestellt oder wie Maarten einen Fakeanruf getätigt hätte. Wer hat das nicht? Der möge den ersten Stein werfen. Aber grundsätzlich gilt für mich: Einen Streich zu spielen ist durchaus erlaubt (wie das lustige Maustelegramm im Buch), doch er darf nicht verletzend oder schädigend sein. Zu so rabiaten Mitteln wie Autos zerkratzen, Reifen aufstechen oder Scheiben einwerfen habe ich noch nie gegriffen. Das ist für mich absolut tabu, ebenso wie für Zara.

Zara ist ihrer Freundin Eva eng verbunden. Welche Rolle spielt Freundschaft in Ihrem Leben?

Freundschaft spielt für mich eine große Rolle. Ohne Freunde wäre das Leben doch nicht lebenswert. Meine älteste Freundin kenne ich bereits seit 1992, also seit 24 Jahren. Uns verbinden sowohl traurige als auch lustige Erinnerungen. Unsere Töchter sind ebenfalls dicke Freundinnen geworden und haben bereits ihre gemeinsame Zukunft in einer Mädels-WG geplant. Allerdings bin ich ein Mensch, der Freundschaft nicht im Exzess ausübt, weil mir so schon kaum Zeit zum Atmen bleibt. Ich finde, Freunde können sich auch durchaus mal wochenlang nicht hören oder sehen und trotzdem befreundet bleiben. Und eine echte Freundschaft übersteht selbst die schlimmste Krise, wie auch Zara und Eva im Buch erfahren müssen.

Eine Gewissensfrage zum Schluss: Was ist besser – die Wahrheit um jeden Preis oder eine Notlüge, um andere zu schützen?

Eigentlich bin ich mehr für die Wahrheit. Ich vertrete ebenso wie Zaras schwuler Paradiesvogel namens Pippa das Prinzip: Die Wahrheit kommt irgendwann ans Licht. Und dann ist es doppelt so schlimm. Gerade auch im Buch muss Zara ja feststellen, dass viele Leute es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen, was oft zu Ärger führt. Deswegen bin ich grundsätzlich ein Undiplomat, der lieber gleich sagt, was Sache ist. Auch wenn es meist nicht das ist, was die Leute hören möchten. Ich würde aber auch wie Zara durchaus eine Notlüge in Betracht ziehen, um andere zu schützen. Dann allerdings mit einem schlechten Gewissen.

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2 Gedanken zu “Interview mit Jennifer Wellen

  • 5. April 2016 um 12:31
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    Hört sich gut an , besser wohl liest sich gut. Verspricht Spannung und Humorvolle
    Episoden. Aber wohl besser für weibliche Leser. Ich wünsche allen die zugreifen viel
    Freude beim lesen.

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    • 7. April 2016 um 17:07
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      Hallo Herr Kalus, wir hätten uns aber sehr über eine “Männer-Meinung” zu dem Titel gefreut 😉 Viele Grüße, Ihr eBook.de-Team

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