Interview & Gewinnspiel zu Petra E. Jörns Romantrilogie “Das Geheimnis der Nonne”

Joerns-1Romanautorin Petra E. Jörns hat jetzt mit ihrer Romantrilogie “Das Geheimnis der Nonne” ein spannendes Historiendrama über Hexenverbrennung im Mittelalter veröffentlicht. Im Interview spricht sie nun über die Liebe zur Pfalz, die Faszination an Rollenspielen, genervte Familienmitglieder und ihre Romantrilogie. Und das Beste: Es gibt die Trilogie, mit je drei Romanen, bei uns zu gewinnen!

Schickt dafür bis einschließlich 10. April einfach eine eMail an gewinnspiel@eBook.de. Die Trilogie umfasst die Romane: Band 1 – BlutbannBand 2 – Blutnacht und Band 3 – Blutzauber

Petra E. Jörns, geboren 1964, ist gebürtige Pfälzerin. Sie studierte Biologie an der Universität Kaiserslautern, wobei ihr besonderes Interesse der Verhaltensforschung galt. Seit 1994 ist sie freiberuflich als Diplombiologin tätig. Unter den Pseudonymen P. E. Jones und Patricia E. James veröffentlicht sie Science-Fiction- und Liebesromane. Petra E. Jörns lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in ihrem Heimatdorf in der schönen Pfalz.

Petra E. Jörns_(c)_Bettina MeisterLiebe Frau Jörns, “Das Geheimnis der Nonne” ist eine historische Romantrilogie, die zu Beginn des 17. Jahrhunderts spielt – und mit einigen magischen Elementen gewürzt ist, wie zum Beispiel Hexerei. Was hat Sie zu dieser Mischung inspiriert?

Am Anfang existierte nur diese Idee, eine Hexe mit einem Ordensritter zu verbandeln. Die beiden Charaktere erstanden recht bald vor meinem geistigen Auge. Danach suchte ich nach einem geeigneten Setting. Dabei wollte ich weg von dem 0815 Fantasy-Setting in einem fiktiven Land. Deshalb kam ich auf die Idee, die Geschichte in meiner Heimat, der Pfalz, spielen zu lassen. Der Dreißigjährige Krieg erschien mir dabei besonders geeignet, denn er war eine Zeit des Aufbruchs und der Umwälzungen, hier schien meine Geschichte am besten hinzupassen. Meine Autorenkollegin Kathrin Lange hat mich schließlich dazu ermuntert, Fantasyelemente hineinzubringen. So kam es zu dieser Mischung.

Die Pfalz ist Ihre Heimat – das heißt, Sie kennen alle Schauplätze aus dem Roman?

Ich bin Pfälzerin mit Herz und Seele. Ich wurde in der Pfalz geboren, meine Eltern und Großeltern ebenso und ich liebe meine Heimat von ganzem Herzen. Hier sind meine Wurzeln, so schön es anderswo sein mag, hierher zieht es mich immer wieder zurück. Ich kann mir nicht vorstellen, woanders zu leben. Dabei schätze ich nicht nur die Landschaft, sondern auch das, was man gemeinhin mit der Pfalz verbindet, nämlich Pfälzer Wein und Lebensart. Es existieren zudem aber auch persönliche Bindungen mit den Orten des Romans. Aus Worms kamen meine Schwiegereltern, meine Tante lebt in Mingolsheim, am Donnersberg wohnen gute Freunde von mir, Speyer gehört zu meinem Arbeitsumfeld und dann gibt es da noch das Dorf Rettersheim, das im Roman eine besondere Rolle spielt – mein Geburts- und Heimatort.

Wie können wir uns Ihren Arbeitsplatz in Rettersheim vorstellen? Wie schreiben Sie am besten – brauchen Sie absolute Ruhe?

Ich kann eigentlich überall schreiben. Eine Zeitlang saß ich am liebsten mit meinem Laptop auf dem Sofa im Wohnzimmer mit Blick auf den Holunder bei unserer Terrasse. Dass mein Sohn nebenher an der X-Box spielte oder Fernsehen schaute, störte mich kein bisschen – so lange mich niemand ansprach. Da ich aber selten Antwort gebe, wenn ich schreibe, empfanden mein Mann und mein Sohn das als sehr störend und baten mich darum, mich zurückzuziehen, damit ich nicht auf sie den Eindruck erwecke, ansprechbar zu sein. Seitdem schreibe ich in meinem kleinen Schreibzimmer mit Blick auf den Vorgarten, wo ich den Meisen dabei zusehen kann, wie sie die Blattläuse von meinen Rosen picken. Letzteres ist wohl das Wichtigste beim Schreiben für mich: Ich brauche dabei den Blick in die Natur. Nur auf Wände starren zu können, empfände ich als ausgesprochen unkreativ.

Neben Ihrer Leidenschaft für das Schreiben gehen Sie noch einem anderen Hobby nach: dem (Live-)Rollenspiel. Erzählen Sie uns mehr über diese besondere Freizeitbeschäftigung?

Beim Tisch- oder Liverollenspiel geht es darum, gemeinsam eine Geschichte zu erleben, zu erzählen und zu gestalten. Es ist eine wunderbare Möglichkeit, gemeinsam kreativ zu werden und Abenteuer zu erleben. Ob das nun am Tisch zuhause passiert oder gar über ein ganzes Wochenende in passender Verkleidung, ist dabei völlig unerheblich. Prinzipiell gibt es die Position des Spielleiters (des Geschichtenerzählers) und die des Spielers (des Erlebenden). Ich genieße es sowohl, als Spieler in andere Charaktere (Rollen) zu schlüpfen und diese mit Leben zu füllen, als auch, mir eine Geschichte auszudenken und diese meine (Mit)Spieler als Spielleiter erleben zu lassen. Beides tue ich letztendlich auch als Autorin.

Also ziehen Sie aus dem, was Sie bei den Rollenspielen erleben, Ideen für Ihre Romane?

Das ist ein Geben und Nehmen. Es gibt Charaktere, die von mir eigentlich für ein Rollenspiel entwickelt wurden, die mich dann aber so fasziniert haben, dass ich ihnen einen ganzen Roman oder gar eine Romanserie gewidmet habe. Dabei flossen auch Ideen aus dem Geschehen während des Rollenspiels ein. Umgekehrt habe ich aber auch schon Charaktere aus meinen Romanen im Rollenspiel lebendig werden lassen. Letztendlich ist da keine scharfe Grenze zu ziehen. Das Ganze ist ein Spiel mit der Fantasy, so wie Maler mit Farben spielen. Ob ich eine Leinwand bemale oder eine Häuserwand und was davon zuerst war, ist letztendlich egal.

Warum sollte man sich die Trilogie “Das Geheimnis der Nonne” nicht entgehen lassen?

Jeder, der die Pfalz kennt, wird darin viel von meiner Heimat wiederfinden können. Allein deshalb lohnt es sich schon, denn die Pfalz ist einfach wunderschön. Es gibt auch viel Zeitkolorit und sicherlich die ein oder andere Information zu entdecken, die meinen Lesern zuvor nicht bekannt war. Schließlich ist nicht alles Fiktion, es gibt auch jede Menge Details, die geschichtlich belegt sind, so z.B. die Schlacht bei Mingolsheim. Das Kernstück aber ist eine spannende Liebesgeschichte, die sicherlich niemanden kalt lässt.

Das Interview mit Petra E. Jörns führte Julia Rösch aus dem Lektorat von dotbooks.

Die vollständigen Teilnahmebedingungen findet ihr hier.

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