Markus Ridder: “Lesen und Gutes tun”

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“Lesen und Gutes tun” – unter diesem Motto steht Markus Ridders Charity-Projekt in der Vorweihnachtszeit. Vom 15.11 bis 26.12.2016 werden von jedem verkauften eBook von Der Blütenstaubmörder 2 Euro an das SOS Kinderdorf in Manila fließen. Wir finden: Eine tolle Aktion, die wir sehr gerne unterstützen! Um mehr über das Projekt und den neuen Thriller zu erfahren, haben wir Ridder zum Interview getroffen.

Es läuft gerade Ihre Charity-Aktion „Lesen und Gutes tun“, bei welcher von jedem verkauften eBook Ihres Krimis „Der Blütenstaubmörder“ zwei Euro an das SOS-Kinderdorf in Manila gespendet werden. Was hat Sie dazu bewegt?

Ich war selbst Anfang dieses Jahres für einige Tage in der philippinischen Hauptstadt. Da ich schon oft in Asien war, auch in Indien, kenne ich natürlich auch die Schattenseiten des Kontinents. Vielleicht lag es daran, dass ich zwischenzeitlich Vater geworden bin, jedenfalls war ich auf dieser Reise extrem erschrocken darüber, wie viele Familien in Manila auf einem Stück Pappe auf der Straße leben müssen. Zahlreiche Kinder haben keine Chance auf eine auch nur halbwegs normale Entwicklung. Während ich mit dem Taxi vor einem guten Restaurant vorfuhr, fütterten Mütter ihre Kinder mit Lebensmitteln aus dem Müll. Mir war klar, dass ich die Situation nicht im großen Stil ändern kann, aber ich nahm mir vor, einen kleinen Beitrag zu leisten, wenn ich wieder zu Hause bin. Allerdings geht es nicht alleine: Ich brauche die eBook-Fans, die das Lesen lieben und damit Gutes tun wollen.

Mögen Sie uns kurz etwas mehr zu Ihrem neuen Werk erzählen?

Gleich der erste Fall der sympathischen Polizistin Jenny Biber hat es in sich: Ein Serienmörder geht um im sonst so idyllischen bayerischen Fünfseenland. Der Täter stellt die Polizei vor ein Rätsel: Warum verziert er seine Opfer mit goldgelbem Puder, sodass sie fast magisch in der Sonne glitzern? Klar ist: Es kann sich nur um Tage handeln, bis der Blütenstaubmörder sich sein nächstes Opfer sucht. Doch da ist bereits eine Freundin Jennys wie von Erdboden verschwunden. Jenny ahnt, was andere nicht wahrhaben wollen: Der Blütenstaubmörder hat wieder zugeschlagen! Jenny riskiert alles, um ihre Freundin zu retten. Ehe sie es bemerkt, gerät sie selbst ins Visier des Täters. Ein Wettlauf um Leben und Tod beginnt.

Eine der Hauptcharaktere ist der Münchner Krimiautor Konrad Kister, der in der schrecklichen Mordserie Inspiration findet. Wo finden Sie Ihre Anregungen?

Auf unterschiedliche Art und Weise. Zum Beispiel bin ich gerne allein mit den Rucksack unterwegs. Das Alleinreisen ist ja die beste Voraussetzung dafür, viele andere Leute kennen zu lernen, also eben nicht allein zu bleiben. Und diese Leute erzählen einem dann die unterschiedlichsten und absurdesten Geschichten. Oft muss man diese Geschichten dann nur noch ein Stückchen weiterdrehen und man bekommt einen veritablen Thriller. Oder es passiert einem unterwegs selbst etwas, so wie mir in Argentinien, wo man mir KO-Tropfen verabreicht hat. Dieses Erlebnis war Ausgangspunkt meines Psychothrillers „Das Messias-Projekt“. Natürlich sind aber auch Gespräche mit Freunden und Bekannten oft ein Ausgangspunkt. Oder der Blick in die Zeitung – dort geht es mittlerweile ja oft unheimlicher zu als im dunkelsten Horror-Schocker.

Konrad Kister gibt zu, er habe seinen Krimi „extra in Landsberg spielen lassen“. Warum haben Sie sich für Oberbayern als Ort des Verbrechens entschieden?

Konrad Kister hat seinen Krimi ja deshalb in Landsberg am Lech spielen lassen, um dort eine Frau zu beeindrucken – das ist natürlich immer ein gutes Motiv! Mein Grund ist leider etwas banaler: Da ich in München lebe, kenne ich mich hier und im Umland natürlich ein bisschen aus – das macht die Recherche einfacher. Allerdings bin ich nicht auf Oberbayern abonniert, andere Bücher von mir spielen auch in Zürich, in Frankfurt oder in der Toskana.

Der ausgebrannte Polizist, die Schreibblockade des Autors im Gegenzug dazu die junge Polizistin, die so für ihren Job „brennt“, dass sie dafür auch ihre Freizeit und Sicherheit opfert… Finden Sie sich auch in den Extremen wider? Wieviel Freizeit bleibt noch als Autor, Selfpublisher und PR-Berater?

Natürlich kenne ich alle diese Zustände – von der Schreibblockade bis hin zum manischen Arbeiten an einem Buch. Als freiberuflicher PR-Berater habe ich ebenfalls spannende Projekte und arbeite oft in einem Team, das sich auf mich verlässt. Zurzeit habe ich aber das Gefühl, dass ich alle diese Bälle ganz gut gleichzeitig in der Luft halten kann, so dass tatsächlich noch ausreichend Zeit für mich und meine Tochter bleibt.

An welchem Buch arbeiten Sie gerade?

Ich liege in den letzten Zügen zu einem Thriller Noir mit dem Titel „Die Krabbe. Entdeckung des Bösen“. Hier diskutiere ich die Frage, was in einem Mörder bei der Tat vorgeht? Welche Gefühle ihn beschleichen und vor allem: Wie ein Mensch zum Mörder wird? Ich erzähle diese Geschichte aus der Ich-Perspektive des Täters, so dass der Leser bei das Geschehen hautnah verfolgt. Spannung kann ich also garantieren, allerdings ist diese Story nichts für Leser mit schwachen Nerven.

“Der Blütenstaubmörder” im eBook.de Shop downloaden – und Gutes tun!

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