Kluftingers neuer Fall – Interview mit Volker Klüpfel und Michael Kobr

Am 26. Februar erscheint Herzblut, der neuste Fall von Kommissar Kluftinger aus dem Allgäu. Zur Einstimmung hat Droemer Knaur uns ein Interview mit dem Autorenduo Klüpfel/Kobr zur Verfügung gestellt.

Warum ist Herzblut der beste Kluftinger, “den wo’s je geaba hot”?

Klüpfel: Weil man immer denkt: Der letzte ist der beste. Es ist ein menschliches Grundbedürfnis zu glauben, dass man sich ständig verbessert, sonst könnte man ja gleich aufhören. Und weil’s stimmt.

Kobr: Geh! Der Klüpfel wieder mit seinem Psycho-Schmarrn! Herzblut ist das beste Buch, weil Kluftinger einen irrsinnig spannenden Fall zu lösen hat, eine Mordserie sogar, die sein ganzes Hirnschmalz erfordert. Und weil er privat nicht nur mit vermeintlichen Herzproblemen zu kämpfen hat, sondern auch mit einer Ernährungsumstellung auf gesundes Grünzeug, mit einem Yogakurs bei Doktor Langhammer und obendrein mit einem Telefonat mit Japan! So viele Herausforderungen auf einmal – das gab’s noch nie!

 

An welcher Figur, außer an Kluftinger selber, hängt Ihr Herz besonders und unterscheiden Sie sich da voneinander?

Klüpfel: Bei mir ist es der Maier, der ist wie ein Welpe, der Schutz braucht, immer das Beste will, aber dabei vergisst: Das Gegenteil von gut ist gut gemeint.

Kobr: Welpe… ein ausgewachsener Depp ist das, der Richie! Ich mag – nein, ich schätze – den Langhammer sehr, auch wenn sein Gerede manchmal nur schwer zu ertragen ist. Denn der sorgt mit seiner impertinent besserwisserischen, großspurigen und penetranten Art auch immer wieder dafür, dass es sich Kluftinger in seiner Verschrobenheit nicht allzu bequem macht. Und eine treue Seele ist er allemal – was der sich schon alles von Klufti hat anhören müssen …

 

Ihre Shows haben sich von kleinen Lesungen zur hallenfüllenden Lit-Comedy entwickelt. Was erwartet den Leser da?

Klüpfel: Etwas völlig Neues, Großes. Wir sind gerade dabei, die Show zu konzipieren, es wird eine multimediale Klufti-Comedy werden, mit großem Bühnenbild und erstmals auch in Zusammenarbeit mit einer Regisseurin erstellt. Anspruch ist: Alle Klufti-Fans sollen eine Mordsgaudi haben und alle, die Klufti nicht kennen, auch. Und wir natürlich …

Kobr: Ich hätt’s nicht schöner sagen können.

 

Sie haben inzwischen Ihre eigentlichen Berufe als Lehrer und Journalist an den Nagel gehängt und konzentrieren sich ganz auf das Schreiben. Gute Entscheidung?

Klüpfel: Die beschte, die wo’s je geaba hot.

Kobr: Ja. Diese Entscheidung war eigentlich überfällig und hat unschätzbare Vorteile gebracht: Man kann morgens ausschlafen und muss sich nicht mehr ordentlich anziehen, weil man ja den ganzen Tag nur im Haus bleibt. Spart auch ungeheuer Geld für Kleidung und Schuhe. Nur, dass wir jetzt halt gegenseitig unsere einzigen Kollegen sind – und unsere Chefs obendrein! Das ist schon schwer, manchmal …

 

Dürfen sich die Leser schon auf den nächsten Band freuen, wie geht’s weiter mit Kluftinger?

Klüpfel: Hallo? Ich mein, wir versuchen uns grad unterm Sauerstoffzelt vom letzten Buch zu erholen, jetzt lassen Sie uns doch mal ein paar Tage zum Durchatmen.

Kobr: Na ja, alles zieht sich allmählich zur Hochzeit von Yumiko und Markus zusammen, da gibt es noch viel zu regeln, der Besuch aus Japan steht aus – und ob Kluftis Passat das ewige Leben hat – wer weiß? Und was die Polizeiarbeit angeht: Man weiß nie, welche Leiche dem Klufti als nächstes so auf den Schreibtisch flattert …

 

Wenn Sie nicht grad im Kluftiversum unterwegs sind, was lesen Sie dann?

Klüpfel: Echte Literatur.

Kobr: Gute Krimis. Welche, das verrate ich aber erst, wenn die Leute Herzblut gelesen haben …

 

Jetzt mal ehrlich: Nach all den Jahren – mögen Sie sich noch?

Kobr: Ich weiß, dass Volker sehr zu mir aufschaut, deswegen lasse ich ihn in dem Glauben, dass es bei mir auch so ist.

Klüpfel: Ich weiß, dass Michi mich sehr verehrt, deswegen lasse ich ihn in dem Glauben, dass es bei mir auch so ist.

 

 

 

Herzblut ist schon jetzt bei eBook.de als Buch und als Hörbuch vorbestellbar.

 

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Volker Klüpfel und Michael Kobr – Unsere Autoren des Monats Juni

Volker Klüpfel und Michael KobrVolker Klüpfel wurde 1971 in Kempten geboren und wuchs in Altusried im Allgäu auf. Er studierte Politikwissenschaft und Geschichte und ist als Kulturredakteur bei der Augsburger Allgemeinen tätig.

Mit seinem Co-Autor Michael Kobr, Jahrgang 1973, ist er seit der Schulzeit befreundet. Kobr ist hauptberuflich Realschullehrer für Deutsch und Französisch und in seiner Freizeit begeisterter Krimi-Autor.

Mit Milchgeld erzielte das Allgäuer Autorenduo seinen ersten Überraschungserfolg. Ihr zweiter Krimi Erntedank wurde mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet und für Laienspiel wurden erhielten sie den Weltbild-Leserpreis Corine. Zudem gewannen sie 2008 und 2009 die MIMI, den Krimi-Publikumspreis des Deutschen Buchhandels.

Der neueste Fall für Kommissar Kluftinger

Volker Klüpfel, Michael Kobr: Schutzpatron

Ein prachtvoller Burgschatz von unschätzbarem Wert, ein Mord und ein geheimnisvoller Schutzpatron – Kluftinger ermittelt wieder! Der neue Fall des Bestsellerduos Volker Klüpfel und Michael Kobr.

Endlich kehrt der prachtvolle Burgschatz mit der Reliquie von St. Magnus, dem Schutzpatron des Allgäus, nach Altusried zurück. Vor Jahrzehnten wurde unter der Burgruine Kalden der sagenhafte Schatz gefunden und ging auf weltweite Ausstellungsreise. Nun muss Kluftinger an einer Arbeitsgruppe teilnehmen, die eigens für die Sicherung der Kostbarkeiten gegründet wurde. Priml! abei hat er doch ganz andere Probleme: Er hat den Mord an einer alten Frau aufzuklären, der zunächst als natürlicher Tod eingestuft wurde. Oder hat das eine gar mit dem anderen zu tun? Kluftingers Nachforschungen werden dadurch erheblich erschwert, dass sein Auto gestohlen wird, was er aus Scham allerdings allen verschweigt – den Kollegen und sogar seiner Frau Erika. Das bringt ihn mehr als einmal in Bedrängnis. Vor allem natürlich, wenn Dr. Langhammer mit von der Partie ist…

Auch erhältlich als epub eBook und Hörbuch (6 CDs).

Pressestimmen:

»Beste Unterhaltung mit einem kräftigen Schuss Spannung und viel Witz.« SWR

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